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200 Gäste beim Geburtstag des Zugfernsehens

Empfang 200 Gäste beim Geburtstag des Zugfernsehens

Seit 20 Jahren flimmern Schlagzeilen, Werbung und Veranstaltungstipps über die Monitore in den hannoverschen Stadtbahnen. Um den runden Geburtstag gebührend zu feiern, hat das Fahrgastfernsehen zum Empfang mit 200 Gästen im Sprengel Museum gebeten.

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Fernsehen in U-Bahnen gehört inzwischen in vielen Städten Deutschlands zum Standard, auch in Berlin.

Quelle: Shire

Hannover. Dezente Barmusik, stimmungsvolle Beleuchtung und weiße, lange Tische - im neuen Calder-Saal des Sprengel Museums empfängt René Schweimler, Chef des Fahrgastfernsehens, am Mittwochabend eine illustre Schar von Gästen. Darunter Polizeipräsident Volker Kluwe, Rechtsanwalt Götz von Fromberg, der ehemalige 96-Trainer Mirko Slomka und Vertreter von Stadt- und Regionsverwaltung. Verzichten muss Schweimler bei seinem Geburtstagsempfang für das Fahrgastfernsehen auf Ministerpräsident Stephan Weil, der sich angekündigt hatte, aber wieder absagen musste. Für ihn ist Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies eingesprungen. "Region und Landeshauptstadt können stolz sein auf das Angebot des Fahrgastfernsehens", sagt Lies in seiner Ansprache.

Seit dem 1. März 1996 können Fahrgäste der Üstra in den Stadtbahnen und U-Bahnhöfen auf bewegte Bilder schauen. Angefangen hat das Fahrgastfernsehen mit sechs Großbildschirmen, inzwischen gibt es elf Projektoren in den U-Bahnstationen und mehr als 1700 Bildschirme in den Stadtbahnen. Das Programm ist eine bunte Mischung aus kurzen Nachrichten, Veranstaltungstipps, Verkehrshinweisen und Werbung.

Seit 20 Jahren flimmern Schlagzeilen, Werbung und Veranstaltungstipps über die Monitore in den hannoverschen Stadtbahnen. Um den runden Geburtstag gebührend zu feiern, hat das Fahrgastfernsehen zum Empfang mit 200 Gästen im Sprengel Museum gebeten.

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"Wir haben damals im jugendlichen Überschwung angefangen und dachten nur an die nächsten vier Wochen", erzählt Schweimler, der damals 22 Jahre alt war. Die Üstra sei Trendsetter gewesen, andere Verkehrsunternehmen hätten dann nachgezogen. "Aber wir unterhalten hier noch eine eigene Lokalredaktion mit Schreibern und Fotografen", sagt Schweimler.

Darauf ist auch Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region, stolz. "Inzwischen gibt es Monitore in den Bahnen anderer Städte, aber das Programm ist nicht so gut gemacht", sagt Franz. Dem stimmt Roger Cericius, Vorsitzender des Freundeskreises Hannover, zu. "Ich setze mich immer so hin, dass ich die Bildschirme sehen kann", sagt er. Keinesfalls sei es so, dass alle Fahrgäste nur starr auf die Monitore schauten. "Manchmal tausche ich mich mit anderen Fahrgästen über die gezeigten Nachrichten aus", sagt Cericius.

Für Joachim König, Direktor des Hannover Congress Centrums, ist das Fahrgastfernsehen vor allem ein guter Werbeträger. "Manche Messen kündigen wir gezielt auf den Bildschirmen der Üstra an", sagt König. Auch die Stadt Hannover weist in den Zügen und auf den Bahnsteigen regelmäßig auf ihre Aktionen hin.  "Das ist ein wichtiges Medium für uns", sagt Kulturdezernent Harald Härke.

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