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Das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel in Hannover

Bahn, Üstra, Wlan Das ändert sich mit dem Fahrplanwechsel in Hannover

Modernere Züge bei der Bahn, längere Züge bei der Üstra und kostenloses Wlan in Regionalzügen gehören zu den Neuerungen, die der Fahrplanwechsel am Wochenende mit sich bringt. 

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Am Wochenende lohnt sich ein genauerer Blick auf die Anzeigetafeln. 

Quelle: dpa

Hannover.  Der Fahrplanwechsel der Bahn  bringt einige Änderungen mit sich: Im Regionalverkehr gibt es zusätzliche Verbindungen nach Wolfsburg, Minden, Braunschweig und Bad Harzburg. Im Fernverkehr kommt der neue ICE 4 zum Einsatz, und es gibt einen neuen Nachtzug nach Zürich.  Außerdem gibt es ab dem Fahrplanwechsel kostenloses WLAN in vielen DB-Regionalzügen in Niedersachsen und Bremen.

Die Neuerungen für Hannover im Einzelnen

Fernverkehr: Der modernste Zug der Bahn, der ICE4, fährt auch auf den Strecken von Hamburg über Hannover nach Stuttgart beziehungsweise München. Die Waggons haben gegenüber den Vorgängermodellen eine verbesserte Ausstattung – unter anderem leistungsfähigere Klimaanlagen, Fahrradabstellplätze und eine Beleuchtung, die sich automatisch der Tageszeit anpasst.

Nachtzüge: Die Österreichischen Bundesbahnen, die im vergangenen Jahr das Nachtzuggeschäft von der Deutschen Bahn übernommen haben bieten als Verbindung für Hannover zusätzlich zu München, Wien und Innsbruck jetzt auch die Route über Freiburg nach Zürich an.

Regionalverkehr: Werktags fahren frühmorgens und spätabends zusätzliche Züge zwischen Hannover und Bad Harzburg. Spätabends wird außerdem die Verbindung zwischen Hannover und Wolfsburg verstärkt, an Sonn- und Feiertagen morgens und abends die Heidebahn Hannover-Soltau. Die stark frequentierte Verbindung zwischen Hannover und Minden erhält freitags zu den Stoßzeiten drei zusätzliche Fahrten, an den übrigen Wochentagen ein zusätzliches Fahrtenpaar spätabends. Täglich eine zusätzliche Fahrt je Richtung kommt zwischen Hannover und Braunschweig ins Angebot. Die Züge fahren im Hauptbahnhof Hannover um 1.13 Uhr ab und in Braunschweig um 0.20 Uhr.

S-Bahnen:  Bei der S-Bahn Hannover steht als einzige Neuerung ein Nachtverkehr für die Linie 4 (Hildesheim-Bennemühlen) ins Haus. Diese fährt an Samstagen, Sonn- und Feiertagen stündlich, hält allerdings bei den zusätzlichen Fahrten aus Richtung Hildesheim nur in Sarstedt.

Stadtbahn: Weil besonders zu Stoßzeiten die Bahnen gerammelt voll sind, setzt die Üstra künftig auf einigen Linien werktags längere Züge ein.  Auf der Linie 1, (Langenhagen-Sarstedt), der Linie 6 (Nordhafen-Messe/Ost) und der Linie 7 (Wettbergen-Misburg) fahren werktags alle Bahnen mit drei Wagen. Die Zoo-Linie 11, bisher mit Einzelwagen unterwegs, bekommt einen zweiten dazu. Für die Linie 9 (Empelde-Fasanenkrug) deponiert die Üstra im Tunnel am Hauptbahnhof einen Wagen, den sie bei hoher Auslastung flexibel einsetzen kann. Für die Linie 8 zwischen Nordeingang des Messegeländes und Hauptbahnhof haben sich die Planer ebenfalls eine Neuerung ausgedacht. Sie fährt in den Hauptverkehrszeiten über die bisherige Endstation in der City hinaus bis zur Haltestelle Dragonerstraße in Vahrenwald. Auf der Linie 4 heißt die bisherige Station Friedhof Auf der Horst künftig Schönebecker Allee. Sie ist als Grenzhaltestelle eingestuft und damit zwei Tarifzonen zugeordnet. Die Schönebecker Allee soll als Umsteigestation für Beschäftigte und Studenten dienen, die zwischen Hannover und dem Maschinenbau-Campus in Garbsen pendeln. Der Campus erhält keinen eigenen Stadtbahnanschluss, sondern wird von Bussen angesteuert.

Locomore und Flixbus: Der private Locomore-Zug, der von Berlin über Hannover nach Stuttgart fährt, hält künftig zusätzlich in Lehrte und Laatzen. Das nutzt der Betreiber Flixbus, um Laatzen in sein Fernbusnetz einzubinden und Hamburg und Bremen als Direktziele anzubieten. Vom Zentralen Omnibusbahnhof in Hannover aus steuert Flixbus von Sonntag an zusätzlich zu den bestehenden Verbindungen Trier, Remscheid, Wismar, Bispingen in der Heide, Emmen, Borger und Haren an.

Preise im Fernverkehr: Bei der Deutschen Bahn treten neue Preise im Fernverkehr in Kraft. Sie steigen um durchschnittlich 0,9 Prozent, belohnen aber Planung. Wer früh bucht, kann Sparpreise nutzen. Kurzfristig gekaufte Tickets werden überproportional teurer.

Alkoholverbot zum Jahreswechsel

Als letztes der in der Region Hannover vertretenen Verkehrsunternehmen führt auch die Deutsche Bahn für die S-Bahn Hannover und einige Regionalzugverbindungen in Niedersachsen ein Alkoholverbot ein. Es tritt allerdings noch nicht zum Fahrplanwechsel in Kraft, sondern erst zum Jahreswechsel. Auch in den S-Bahnen ist dann der Konsum verboten, nicht aber das Mitnehmen von alkoholhaltigen Getränken in geschlossenen Flaschen. Während einer zweimonatigen Einführungsphase setzt die Bahn auf Einsicht und Überzeugungsarbeit bei den Reisenden. Danach will sie 40 Euro Strafgebühr kassieren. Der Jahreswechsel ist dieses Mal auch der Zeitpunkt, an dem die Fahrpreise im Gebiet des Großraum-Verkehrs Hannover steigen.

Von Bernd Haase

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