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Polizei ermittelt nach Unfall gegen Taxikundin

Fahrradunfall Polizei ermittelt nach Unfall gegen Taxikundin

Nach dem schweren Unfall eines Fahrradfahrers in der Luisenstraße ermittelt die Polizei gegen eine 52-jährige Frau wegen fahrlässiger Körperverletzung. 

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Polizeibeamte untersuchen den Unfallort in der Luisenstraße

Quelle: Christan Elsner 

Hannover.   Der Unfall hatte sich am Donnerstagabend gegen 20 Uhr vor dem Kastens Hotel Luisenhof ereignet. Dort hielt ein Taxi in zweiter Reihe. Die 52-jährige Frau, die auf der linken Rückbankseite gesessen hatte, öffnete die Tür, um auszusteigen. Nach Einschätzung der Polizei übersah sie dabei den 32-jährigen Radfahrer, der in Richtung Hauptbahnhof unterwegs war. Dieser touchierte mit seinem Lenker die Fahrzeugtür und stürzte.

Durch den Sturz hat sich der Radfahrer schwere Kopfverletzungen zugezogen; nach Angaben der Polizei bestand am Freitag weiterhin Lebensgefahr. Er war ohne Helm unterwegs gewesen. Der genaue Ablauf ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Wie die Polizei mitteilte, richten diese sich zunächst gegen die 52-Jährige wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

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Bei einem Unfall an der Luisenstraße wurde ein Radfahrer lebensgefährlich verletzt.

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In den sozialen Medien hat sich schon am Abend des Vorfalls eine Diskussion entwickelt, die am Freitag noch anhielt. Geführt wurde sie teils polemisch, teils sachlich, wobei es auch dabei vor allem um die Schuldfrage ging. Die Grundzüge sind dabei klar: Wer aus einem Auto aussteigt, müsse aufpassen, dass er durch das Öffnen der Tür keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Der Ratsherr der Grünen, Daniel Gardemin, der selbst an der Unfallstelle vorbeigekommen war, und der ehemalige Ratsherr Dirk Hillbrecht waren sich in einem Punkt einig: Sie rieten Radlern, möglichst weit links um derartige Gefahrenquellen herumzufahren – Radexperten empfehlen einen bis anderhalb Meter.  „Für Radfahrer ist es meines Erachtens wichtig, die Eigengefahr durch eigenes Verhalten so weit wie möglich zu reduzieren“, schreibt Hillbrecht. Diesen Rat gibt auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club.

Die Luisenstraße ist Teil des sogenannten Cityrings für Radfahrer. Diese dürfen sie in beide Richtungen befahren, Autofahrer nur in Richtung Hauptbahnhof. Vor allem durch Lieferverkehr ist es in der Straße oft eng, wenn die Autos in zweiter Reihe parken. In unmittelbarer Nähe in der Rathenaustraße hatte sich Mitte November ein ähnlicher Unfall ereignet. Damals war ein 51-jähriger Radler schwer verletzt worden.

Von Bernd Haase und Tobias Morchner

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