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In Hannover unbekannt, in Japan Superstars

Fair Warning In Hannover unbekannt, in Japan Superstars

Ule Ritgen und seine Rockband Fair Warning sind in ihrer Heimatstadt Hannover kaum ein Begriff, das letzte Konzert ist wohl 20 Jahre her. Aber in Japan ist das anders. Da werden sie gefeiert und sind absolute Stars.

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Mit Glücksbringern von japanischen Fans: Ule Ritgen.

Hannover. Fair Warnings letztes Hannover-Konzert? „Keine Ahnung, ich glaube 1995“, sagt Ule Ritgen. Er ist Bassist der hannoverschen Rockband, Abteilung Melodic Rock, also wehende Mähnen, enge Hosen und schwebende Melodien über verzerrten Gitarren. Für Deutschland anscheinend kein Erfolgsrezept.

Wenn sich Ritgen und seine Bandkollegen aber in den Flieger setzen und Richtung Ostasien unterwegs sind, sieht die Sache ganz anders aus. Denn in Japan ist Fair Warning eine echte Nummer. Gerade war das Quintett wieder in Tokio, um zum 25-jährigen Bandjubiläum zwei Konzerte plus eine Aufwärmshow zu geben. Tausende Japaner waren dabei - im Club Citta, an dem Ort, an dem die wundersame Japan-Liaison der Hannoveraner 1992 ihren Anfang nahm - und bis heute vital ist. „Wir haben da viele treue Fans“, sagt der blonde Musiker. Man könnte umgekehrt auch von einer treuen Band sprechen, die ihre japanische Fangemeinde regelmäßig mit Liveshows beglückt hat. Freundschaften sind entstanden, man beschenkt sich - Ritgen hat kleine Talisman-Stoffbeutelchen mitgebracht, sogenannte O-Mamori.

Auch Platten verkauft die Band gut in Fernost. Ritgen erinnert sich an den Besuch bei einer Radiomoderatorin, die ihn mit der Nachricht begrüßte, dass am Vortag 65 000 Exemplare des aktuellen Albums verkauft worden seien. „Das sind Momente, da denkst du: Besser geht’s nicht.“

Der Erfolg von Fair Warning hat auch mit den Scorpions zu tun und mit deren Livealbum „Tokyo Tapes“. Damals spielte Uli Jon Roth noch in der Band, mit ihm arbeitete Ritgen später zusammen und hatte deshalb bei Rockfans schon einen Namen in Japan, bevor Fair Warning dort jemals gespielt hatte.

Mittlerweile durfte sich Fair Warning sogar im Goldenen Buch der Stadt verewigen, und das hatte mit Herbert Schmalstieg (SPD) zu tun. Der damalige Oberbürgermeister war bei einem Besuch in der japanischen Partnerstadt Hiroshima gefragt worden, ob dieses Hannover die Stadt sei, aus der auch Fair Warning kommt. Bekannter als Herbert Schmalstieg - das musste belohnt werden. Selbst für Ritgen war der Ruf ins Rathaus eine überraschende Ehre. „Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet.“

Ule Ritgen, dessen Bruder Klaus die Band managt, ist künstlerisch aber nicht nur als Musiker unterwegs. Seit gut zwei Jahrzehnten malt er - und zeigt seine Bilder naheliegenderweise auch in Japan - wie gerade wieder in Yokohama. „Wenn ich im Land bin, stellen Galeristen meine Bilder auch aus und holen mich dazu, damit die Besucher mich ausfragen können.“

Und wie sieht es mit Fair Warning in Hannover aus? „Ja“, sagt Songschreiber Ritgen, der seine Lieder mit Attributen wie „dramatisch“ oder „mitteldramatisch“ belegt, „Hannover wäre mal wieder was.“ Man nähert sich zumindest an: Am kommenden Sonnabend um 19 Uhr spielt Fair Warning im Rockzelt Camp Balu in Bad Münder. Es gibt noch Karten unter www.rockzelt-camp-balu.de.

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