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Fairkauf veranstaltet Abend- und Brautkleiderbörse

Aktion für guten Zweck Fairkauf veranstaltet Abend- und Brautkleiderbörse

Am Sonnabend, 6. Mai, sollen bei einer Braut- und Abendkleiderbörse im Fairkauf-Kaufhaus schicke Kleider aus zweiter Hand verkauft werden. Über 50 gespendete Roben sind bereits im Fairkauf-Lager eingegangen. Und dazu ist noch die ein oder andere nette Anekdote entstanden.

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Roben für rauschende Nächte: Ulyana Volok (l.) und Nicola Barke inmitten eines Traums von gespendetem Tüll.

Quelle: Thomas

Hannover. Eines der ersten gespendeten Hochzeitskleider hing nur ein paar Stunden im Fairkauf-Lager. Ein Ehemann hatte den Tülltraum abgegeben, offensichtlich ohne Rücksprache mit seiner Frau. „Diese rief kurze Zeit später an, sagte, dass es sich da um ein Missverständnis handele und sie ihre Traurobe unverzüglich wieder abholen wolle“, erzählt Nicola Barke vom Vorstand des Fairkauf-Kaufhauses. Seitdem gelte für die Mitarbeiter ein ungeschriebenes Gesetz: „Wenn Männer Brautkleider abgeben, immer mit Vorsicht genießen und eventuell nach der Telefonnummer der Gattin fragen.“

Seit rund einem Monat sammelt das Sozialkaufhaus Spenden von Abend- und Brautkleidern. Am Sonnabend, 6. Mai, sollen die feinen Stücke dann bei einer Braut- und Abendkleiderbörse verkauft werden – zugunsten des Projektes Bildung schafft Integration, das besonders benachteiligte Frauen durch Bildungsangebote fördern will. Die Sängerin Ayda von der hannoverschen Band Shanaya ist die Initiatorin der Aktion, im Lagerraum an der Vahrenwalder Straße hängen auch bereits farbenprächtige Roben aus ihrem eigenen Kleiderschrank. „Viele Menschen können sich den Luxus einer Feierlichkeit einfach nicht leisten, an diese wollen wir uns mit der Aktion maßgeblich wenden“, sagt Barke. Aber auch die sogenannte Stadtgesellschaft solle erreicht werden, „ohne die ganz normale Durchschnittskundschaft funktionieren wir als Fairkauf nicht.“

Rund 50 gespendete Kleider hat Mitarbeiterin Ulyana Volok bereits gesichtet und ordentlich auf Kleiderstangen gehängt. „Wir haben in jeder Stilrichtung etwas dabei – sei es ein Traum aus Tüll mit meterlanger Schleppe oder ein schlichtes schwarzes Cocktailkleid.“ Dazwischen baumeln Bustierkleider in Grüntönen und eine türkisfarbene Robe mit Meerjungfrauenschleppe. Auch in Sachen Konfektion wird eine große Bandbreite geboten – zwischen den Größen 32 („wie ein Kugelschreiber“) und 44 ist die Auswahl üppig, so Volok. Und längst nicht alle Modelle sind jugendlich, es gibt auch das Plisseemodell in hellem Blau oder das dezente Schwarze mit Häkelweste. „Gerne nehmen wir noch weitere Spenden an, vor allem auch in größeren Größen“, betont Nicola Barke.

Auf den Kleiderständern hängen in vorderster Front die cremeweißen Hochzeitsroben – mit Rüschen, Spitzen, Perlenstickerei und reichlich Tüll. An manchen baumelt noch das Original-Preisschild, wieder andere wurden komplett mit Handschuhen, Gürtel und Schleier abgegeben. „Die fabrikneuen Kleider stammen von Geschäften, die Restbestände gespendet haben“, erzählt Barke. So seien auch Einzelstücke im Angebot, die einst im Brautmodengeschäft für einen vierstelligen Betrag verkauft wurden. Die meisten Braut- und Abendkleider aber sind second- hand – „oft kaum getragen und sehr gut erhalten“, wie Volok betont. Über die Preise, die am 6. Mai an den Kleidern hängen, hat sie sich denn auch schon Gedanken gemacht. „Normalerweise haben wir Abendmode bereits ab 10 Euro, aber diese Modelle sind allesamt hochwertig.“ So werden die Abendroben ab 20 Euro, die Brautkleider ab 50 Euro kosten. Kundinnen mit Aktivpass oder Region-S-Karte erhalten noch einmal 20 Prozent Nachlass.

Aus welchen persönlichen Gründen die Kleider gespendet werden, wissen die Mitarbeiterinnen von Fairkauf nur selten. „Manche misten einfach den Kleiderschrank aus, aber hinter mancher Hochzeitsrobe mag auch eine gescheiterte Ehe stecken“, mutmaßt Barke. Aber das will ja keine potenzielle Käuferin wirklich wissen. Barke und ihre Kollegen freuen sich darauf, wenn am 6. Mai viele Frauen mit geringem finanziellen Spielraum sich einen Kleidertraum erfüllen können. „Denn auch in sozial schwachen Familien gibt es Feste, die festlich gefeiert werden wollen und ein Stück Lebensqualität sind“, sagt Barke.

Wer sich zwischen 10 und 16 Uhr in der Limburgstraße 1 nach so einem festlichen Kleid umschaut, bekommt zudem gleich noch ein paar Tipps für Frisur und Styling von einer Visagistin gratis dazu.     

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