Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Falsche Polizisten erbeuten 8000 Euro
Hannover Aus der Stadt Falsche Polizisten erbeuten 8000 Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:01 23.01.2017
Quelle: Symbolbild
Hannover

Die Frau hatte am Freitagmorgen einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten erhalten. Der Mann berichtete von einem Einbruch in der Nachbarschaft und forderte sie auf, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Dafür gab er ihr eine Telefonnummer, die allerdings nichts mit der Polizei zu tun hatte. Der Mann am andere Ende des Apparats teilte der Frau bei ihrem Anruf mit, dass Unbekannte ihre Bankunterlagen erbeutet hätten.

Der falsche Polizist forderte sie auf, ihr gesamtes Geld von ihrem Konto abzuheben. Es würde am Abend von der Polizei abgeholt und sicher verwahrt.

Die Rentnerin folgte den Anweisungen und deponierte das Geld in einer roten Plastiktüte auf dem Bürgersteig vor dem Mehrfamilienhaus in Kirchrode. Gegen 19.30 Uhr kam eine Frau mit einem halblangen Mantel und einer Strickmütze vorbei und nahm die Tüte mit dem Geld mit. Sie konnte damit unerkannt entkommen.

Sie Polizei sucht nun Zeugen, die sich unter Telefon (0511) 109-5555 melden können.

Darüber hinaus raten die Beamten

  • Machen Sie am Telefon keine Angaben zu ihren Vermögensverhältnissen, Kontoverbindungen oder anderen persönlichen Daten - Polizeibeamte stellen diese Fragen nie am Telefon.
  • Gehen Sie in keinem Fall auf Geldforderungen oder die Übergabe von Wertgegenständen ein.
  • Überprüfen Sie sorgfältig Polizeiausweise und fragen im Zweifel bei ihrer örtlichen Dienststelle nach. Lassen Sie keine Fremden in Haus oder Wohnung.
  • Setzen Sie sich mit ihrer örtlichen Dienststelle in Verbindung, wenn Sie einen Anruf von einem mutmaßlichen Polizisten erhalten haben oder wählen Sie den Notruf.

sbü/r

Ein Mann aus dem Sudan soll durch die Angabe verschiedener Identitäten in sieben Städten in Niedersachsen Leistungen bezogen haben – 
wie offenbar Hunderte weitere Asylbewerber. Der Prozess gegen den jungen Flüchtling beginnt im Februar. 

Michael Zgoll 23.01.2017

Das Wichtigste aus Hannover und der Region lesen Sie auch heute wieder in unserem HAZ-Morgenticker. Heute: Am Landgericht geht der Prozess wegen eines Steintor-Mordes von 1997 weiter, der Finanzminister äußert sich zu Selbstanzeigen von Steuersündern und der Bezirksrat Mitte berät über die sogenannten Citytrees.

23.01.2017

Im vergangenen Jahr sind in Hannover wieder mehr Polizisten im Dienst verletzt worden als noch 2015. Im vorletzten Jahr gab es im Bereich der Direktion Hannover bereits 585 Fälle, in denen Polizisten angegriffen wurden, 220 Beamte wurden dabei verletzt.

25.01.2017