Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Falsche Rauchmelder-Überprüfer unterwegs
Hannover Aus der Stadt Falsche Rauchmelder-Überprüfer unterwegs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:59 12.01.2016
Symbolbild Quelle: dpa
Anzeige
Hannover/Laatzen

Gegen 12 Uhr hatte ein Mann eine 87-Jährige am Körtingsdorfer Weg in Hannover-Badenstedt angesprochen und vorgegeben, ihre Rauchmelder überprüfen zu müssen. Verunsichert führte die Seniorin den Unbekannten zu ihrer Wohnung, wo wenig später noch zwei weitere vermeintliche Prüfer erschienen. Während sich zwei Tatverdächtige an den Feuermeldern zu schaffen machten, versuchte der Dritte die Frau in ein Gespräch zu verwickeln. Als das nicht gelang, machte er sie auf Würmer (Maden), die er offenbar kurzerhand auf dem Boden verstreut hatte, aufmerksam. Da auch dieses Ablenkungsmanöver fehlschlug, entfernten sich die angeblichen Handwerker ohne Beute in unbekannte Richtung.

Die Gesuchten sind zirka 30 Jahre alt, ungefähr 1,85 Meter groß und sprechen deutsch ohne Akzent. Die Drei wirken mitteleuropäisch/deutsch, hatten zur Vorfallzeit dunkle Haare und trugen dunkle Bekleidung. Einer der Männer wird als auffällig kräftig im Gegensatz zu seinen Komplizen beschrieben.

Nur etwa zwei Stunden später hatte ein Mann an der Tür einer 78-Jährigen in Laatzen geklingelt und sich Zugang zu ihrer Wohnung in der Wülferoder Straße verschafft, um ebenfalls angeblich die Rauchmelder zu überprüfen. Im Rahmen des Austausches der Batterien kamen zwei weitere Unbekannte hinzu. Während ein vermeintlicher Prüfer die Seniorin ablenkte, durchsuchten die zwei anderen offenbar die Wohnung. Nachdem die Handwerker die Wohnung verlassen hatten, stellte die Frau das Fehlen von Bargeld und Schmuck fest. Einer der Täter ist zirka 35 Jahre alt, etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß, schlank, spricht hochdeutsch und trug ein kariertes Hemd. Einer seiner Komplizen ist ungefähr 40 Jahre alt, zirka 1,70 Meter groß und trug zur Tatzeit einen dunklen Anorak. Beide hatten zur Tatzeit kurze, dunkelblonde Haare sowie einen Dreitagebart. Den dritten Unbekannten beschrieb die Frau als etwa 40 Jahre alt, ungefähr 1,70 Meter groß und schlank. Zur Vorfallzeit trug der Mann eine dunkle Jacke.

Zu beiden Fällen sucht die Polizei Zeugen und bittet diese, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 zu melden. 

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mithilfe von zusätzlichen Forschungsmöglichkeiten in Marienwerder soll die Entwicklung von Windenergieanlagen weiter vorangetrieben werden. Der Bund finanziert die Testanlage der Leibniz-Universität für Windrad-Generatoren mit 5 Millionen Euro.

Bärbel Hilbig 15.01.2016

Laubbäume mit einem Stammumfang von mehr als 60 Zentimetern sind eigentlich für die Kettensäge tabu. Wenn ein privat bestellter Sachverständiger dem Baum aber eine „Verkehrsgefährdung“ attestiert, darf abgeholzt werden. Zuvor konnten allein Verwaltungsmitarbeiter entscheiden, ob ein Baum eine Gefahr darstellt und gefällt werden darf.

15.01.2016
Aus der Stadt Falsche Gutachten für Patienten - Psychiater aus Heideviertel vor Gericht

Depressionen, Kleptomanie, Berufsunfähigkeit: Ein Psychiater aus dem Heideviertel hat mehreren seiner Patienten psychische Erkrankungen attestiert und dafür hohe Geldbeträge erhalten. Jetzt muss sich Doktor R. vor Gericht verantworten.

Michael Zgoll 15.01.2016
Anzeige