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Falscher Professor täuschte Banken

Bankbetrug Falscher Professor täuschte Banken

Ein falscher Professor soll in vier Jahren rund 75  000 Euro ergaunert haben. Mit gefälschten Gehaltsabrechnungen und falschen Titeln, so die Staatsanwaltschaft, erschlich sich Christian P. bei Sparkasse, Deutscher Bank und Ikano Bank mehr als 50 000 Euro. Er steht nun vor dem Amtsgericht.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Er zahlte private Darlehen nicht zurück, blieb Telefon- und Anwaltsrechnungen schuldig und kassierte als vorgeblicher Vorstand eines Caritas-Fördervereins 2700 Euro von der Klosterkammer – für ein Kunstprojekt, das schon bezahlt war. Doch wartete Amtsrichter Olaf Wöltje am Dienstag vergeblich auf den Angeklagten: Der 44-Jährige hatte sich krankgemeldet. Noch im Gerichtssaal hakte der Richter per Telefon nach und erfuhr von einem Arzt, dass P. tatsächlich fiebrig und somit verhandlungsunfähig war.

Die Anklage wirft dem selbsternannten Akademiker gewerbsmäßigen Betrug, Titelmissbrauch und Urkundenfälschung in 14 Fällen vor; die Taten sollen sich zwischen 2010 und 2014 abgespielt haben. P. benutzte auch gefälschte Namen, wertete sich gern mit dem Zusatz „PhD“ – Doctor of Philosophy – auf. Dieser Titel wird im englischsprachigen Raum von Philosophieprofessoren, aber auch von Doktoren anderer Fachrichtungen verwendet. Als Stätten seines Wirkens gab P. Unis in Hannover und Göttingen an. Um sich noch wichtiger zu machen, erzählte er gern, dass er für den amerikanischen Geheimdienst arbeite.

Tatsächlich verlieren sich die Spuren von P.s akademischer Laufbahn um die Jahrtausendwende; damals war er erst in Dresden, dann in Hannover als studentische Hilfskraft tätig. Seither lebt er mit Familie in Linden. Dass seine Großmannssucht nicht immer der persönlichen Bereicherung diente, bewies er laut Anklage 2010: Damals beauftragte P. ein Architekturbüro, Pläne für die Erweiterung einer Kita zu entwerfen. Doch die Rechnungen von gut 11.000 Euro wurden nicht beglichen – zumal der Vorstand nichts von diesem Auftrag wusste.     

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Betrüger verurteilt
Foto: Christian P. wird in diesem Verfahren von Anwältin Antje Heister vertreten – zu den Opfern seiner Betrügereien zählten auch etliche Anwälte.

Jahrelang spielte Christian P. Gläubigern, Geliebten und seiner Frau etwas vor. Mindestens 87.000 Euro hat der 44-Jährige innerhalb von vier Jahren ergaunert. Am Donnerstag wurde der Hochstapler vom Amtsgericht Hannover zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. 

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