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Aus der Stadt Familie darf Audi, den es nicht gibt, umtauschen
Hannover Aus der Stadt Familie darf Audi, den es nicht gibt, umtauschen
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00:16 24.04.2017
„Das Autohaus war sehr hilfsbereit“: Nils Meyer, seine Frau Laura und der Audi A4, der mittlerweile umgetauscht wurde.  Quelle: Jan Philipp Eberstein
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Hannover

Familie Meyer hat endlich ein neues altes Auto. Bis vor Kurzem musste sie in einem Audi A4 Avant umherfahren, den es eigentlich nicht mehr geben durfte. Fast schon verzweifelt hatte sich Nils Meyer im März an die HAZ gewandt und den Fall geschildert. Das zeigte offenbar Wirkung bei den Verantwortlichen. „Unser alter Wagen wurde zurückgekauft“, sagt Meyer. Von dem Geld schaffte sich die Familie nun einen VW Passat an.

Audi galt als Totalschaden

Rückblick: Im November 2016 hatte Nils Meyer den alten Audi eines Freundes gekauft. Der Kombi war Baujahr 2005, hatte knapp 168 000 Kilometer Laufleistung und kostete 5000 Euro. Doch in der Werkstatt kam dann die böse Überraschung, als Meyer das Auto durchchecken lassen wollte: Der Wagen dürfte bereits seit 2005 nicht mehr existieren, offiziell war er bei Audi aufgrund eines Unwetters in Skandinavien als Totalschaden gelistet. Deshalb sperrte der Autobauer die Fahrgestellnummer werkseitig, den Kombi gab es somit eigentlich nicht mehr.

Eigentlich. Doch irgendwie kam der Wagen zum Autohaus Bischoff & Hamel in Hannover und schließlich zu Familie Meyer. Diverse Schriftwechsel mit Audi und dem Autohaus halfen nichts, der Kombi blieb auf der Sperrliste und Ersatzteile waren damit tabu. „Immerhin positiv, dass der Wagen bisher keine Reparaturen brauchte“, sagt Meyer grinsend. Auch das Autohaus wollte nichts von dem seltsamen Audi wissen - bis die HAZ nachfragte.

„Bis Ostern sollte es eine Lösung geben“, sagt der 26-jährige Meyer. Der Chef selbst hätte sich des Problems angenommen und der Familie ein Angebot gemacht: Entweder findet VW Hannover einen vergleichbaren Wagen und es wird getauscht. Oder - sollte es nichts Passendes geben - der Audi wird anstandslos für 5000 Euro zurückgekauft. „Das Autohaus war sehr hilfsbereit“, sagt Nils Meyer, „und sie haben Wort gehalten.“

Seit dieser Woche besitzt die Familie aus Ronnenberg einen VW Passat. Der Audi wurde zuvor beim Autohaus an der Podbielskistraße abgegeben. Der neue alte VW-Kombi ist Baujahr 2006 und hat 180 000 Kilometer auf dem Buckel. „Sogar die Kennzeichen konnten wir behalten“, sagt der 26-Jährige. Geprägt durch die Erlebnisse aus den Vormonaten hat Nils Meyer sogar gleich nachschauen lassen, „dass die Fahrgestellnummer dieses Mal nicht schon wieder gesperrt ist“.

Doch mit dem Volkswagen scheint bislang alles in Ordnung zu sein. „Das Auto läuft einwandfrei“, sagt Nils Meyer erfreut. Jetzt hofft der 26-Jährige nur, dass der Passat genauso zuverlässig funktioniert wie der vermeintliche Audi-Totalschaden. Meyer: „Wir blicken jetzt einfach optimistisch in die Zukunft.“

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