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Nach Familiendrama: Leichen werden obduziert

Linden-Nord/Gleidingen Nach Familiendrama: Leichen werden obduziert

Nach dem Familiendrama mit vier Toten ist die Bestürzung in Hannover und Laatzen groß. Die Leichen der getrennt lebenden Eltern und ihrer zwei Kinder waren in Wohnungen Linden-Nord und Laatzen-Gleidingen gefunden worden. Um zu klären, was genau passiert ist, wollen Rechtsmediziner die Leichen obduzieren.

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Die Polizei ermittelt in Linden-Nord und in Gleidingen (Foto) in einem Familien-Drama.

Quelle: Elsner

Hannover. Nach dem Familiendrama in Linden-Nord und Laatzen-Gleidingen ist die Bestürzung unter den Nachbarn groß. Blumen vor dem Haus in Gleidingen zeugten am Morgen von der Anteilnahme der Anwohner. In der Schule und dem Kindergarten, die die verstorbenen Kinder besuchten, kümmerten sich eine Schulpsychologin und ein Seelsorger um die trauernden Lehrer, Freunde und Mitschüler. 

Unterdessen hat die Polizei offenbar noch immer keine endgültige Klarheit, wie es zu dem tragischen Vorfall kommen konnte. Am Mittwoch durchsuchte die Spurensicherung noch einmal das Haus in Laatzen-Gleidingen, in der der tote Familienvater gefunden wurde. Am Mittwoch sollen die vier Leichen von Rechtsmedizinern untersucht werden.

In einer Wohnung an der Otto-Wels-Straße in Linden hatte die Polizei am Dienstagabend die Leichen einer 35-jährigen Frau und deren neun und drei Jahre alten Kindern gefunden. Zuvor hatten Beamte Söhnke T., den 41-jährigen Ehemann der Frau, tot in einem Einfamilienhaus in der Ringstraße in Gleidingen entdeckt.

Nach Informationen der HAZ hält die Polizei es für wahrscheinlich, dass die Frau zuerst ihre Kinder und dann sich selbst umgebracht hat, also einen sogenannten erweiterten Suizid beging. Ob sie auch ihren Ehemann tötete und warum sie sich mit ihren Kindern in der Lindener Wohnung befand, ist bisher unklar. 

Bei einem Familiendrama sind ein Mann, eine Frau und ihre beiden Kinder ums Leben gekommen. Die Polizei ermittelt.

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Nach Informationen der HAZ hatte die Familie das Haus vor zwei Jahren gekauft, T. war Mitarbeiter des niedersächsischen Landesarchivs. Auch die Wohnung in Linden gehöre „zum familiären Umfeld“. Bekannte berichten von gelegentlichen Eheproblemen des Paares. Eine solche Tat hingegen habe sich nie angedeutet, sagen sie.

Leiche des Ehemanns wies Stichverletzungen auf

Die Leiche des Ehemannes, die die Beamten gegen 15 Uhr in dem Einfamilienhaus fanden, wies nach Informationen von Polizeisprecher Sören Zimbal mehrere Stichverletzungen auf. In dem Haus hatte die Familie bis zuletzt gemeinsam gelebt. Nachdem die Ermittler nicht herausfinden konnten, wo sich die 35 Jahre alte Ehefrau sowie der neun Jahre alte Sohn und die drei Jahre alte Tochter des Mannes befanden, überprüften sie die Wohnung in Linden. Dort entdeckten die Beamten die Leichen der Frau und der Kinder. Bis in die Abendstunden sicherte die Kriminalpolizei an beiden Tatorten Spuren, Gerichtsmediziner untersuchten die Leichen.

Nachbarn in der ruhigen Gleidinger Wohnstraße sprachen am Dienstag von einer freundlichen, unauffälligen Familie, deren Kinder häufig mit Freunden auf der Straße gespielt hätten. Äußerlich ließ der gelbe Klinkerbau nicht vermuten, dass sich dort wenige Stunden zuvor ein Familiendrama abgespielt haben muss. Vor dem gelben Klinkerbau standen Gummistiefel, in der Küche hing Weihnachtsschmuck. Gegen 21 Uhr kamen die ersten Gleidinger in die Ringstraße, um vor dem Haus Blumen abzulegen.

Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu dem tragischen Fall geben können. 

mit: akö

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Familiendrama in Hannover
Foto: Das Wohnhaus der Familie in Gleidingen: Hier war am Vortag die Leiche eines 41-jährigen Familienvaters gefunden worden, am frühen Abend fand man in Hannover die Leichen der Frau und ihrer beiden Kinder.

Bei dem Familiendrama in Hannover hat die Mutter erst ihre beiden Kinder und dann sich selbst getötet. Das ging am Mittwoch aus dem Obduktionsbericht hervor. Zu den Hintergründen des schrecklichen Geschehens machte die Polizei keine Angaben. Unklar ist noch, ob die Frau zuerst auch ihren Mann getötet hat.

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