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Familienfest leidet unter schönem Wetter

Museum August Kestner Familienfest leidet unter schönem Wetter

Was hatten die alten Römer und Ägypter, was die Griechen nicht hatten? Diese Frage konnte man sich am Sonntagnachmittag im Museum August Kestner am Trammplatz stellen. Die Resonanz auf das Programm fiel wegen des guten Wetters allerdings eher gering aus.

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Die achtjährige Elisabeth lässt sich ein griechisches Gewand anlegen.

Quelle: Körner

Hannover. Während das Haus bei den Kinder- und Familienfesten zu den Völkern der Antike zuletzt aus allen Nähten geplatzt war und zeitweilig die Garderobe wegen Überfüllung geschlossen werden musste, blieb es bei den Griechen doch sehr übersichtlich. Nur wenige Kinder konnten sich für das Angebot erwärmen, das die Museumspädagoginnen Carmen Vey und Lina Ziesemer liebevoll zusammengestellt hatten.

Die achtjährige Elisabeth Sperber, die mit ihrem Vater gekommen war, focht das nicht an. Sie war schon bei den Römertagen und dort auf den Geschmack gekommen. „Außerdem mag ich Geschichte“, erzählt die Grundschülerin. Zuletzt hat sie ein Referat über die griechischen Götter gehalten, ist also durchaus schon bewandert in der Materie.

Der Vorteil für Elisabeth war, dass sich Vey und Ziesemer viel Zeit nehmen konnten - beispielsweise beim Einkleiden im Stil der alt-hellenischen Frauen. „Das meiste bei den Griechen war gewickelt und drapiert“, erzählt ihr Carmen Vey beim Anlegen der weißen und blauen Gewänder. Außerdem musste alles luftig sein, man war ja im heißen Süden. Als dann noch die weiße Kordel geschnürt war, durfte man sagen: Elisabeth kann das tragen.

Zum Programm zählten außerdem noch Mosaike legen, das Bedrucken eines Gürtels mit historischem Muster und natürlich nachwuchsgerechte Führungen durch die Ausstellung über die Helden und Götter der Antike. Die Ursache dafür, dass das alles nur wenige Familien ins Museum gelockt hat, liegt wahrscheinlich gar nicht bei den Griechen als solchen. „Das Wetter ist einfach zu gut, die Leute wollen heute an der frischen Luft bleiben“, befindet Carmen Vey.

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