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Wo junge Mütter eine Auszeit nehmen können

Familienhebammenzentrum Wo junge Mütter eine Auszeit nehmen können

Sandra (19) hat eine 15 Monate alte Tochter namens Zoé, Sonja (21) den 14 Monate alten Sohn Jacob. Die Mütter sind beste Freundinnen, ohne das Familienhebammenzentrum Hannover (FZH) hätten sie sich nie kennengelernt - und sie wären vielleicht auch nicht so gut in ihrer Mutterrolle angekommen.

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Einfach mal Zeit für sich: Roberta (links) hilft Sonja an der Nähmaschine, Söhnchen Jacob und Dezernentin Rita Maria Rzyski schauen zu. Foto: Schaarschmidt

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Sandra war noch minderjährig, als sie schwanger wurde. „Draußen wird man schräg angeguckt, wenn man so jung Mutter wird“, sagt sie, „drinnen“ - im FZH in der Kurt-Schumacher-Straße - hat man ihr einfach nur geholfen, ob im Geburtsvorbereitungskurs oder bei der Beratung durch eine Hebamme. „Alle Frauen, die zu uns kommen, eint ein Wunsch“, sagt Brigitte Bolte, die mit Birgit Rückheim das Zentrum leitet: „Sie wollen gute Mütter sein.“

Am Montag hat Hannovers Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski erstmals das Familienhebammenzentrum besucht, das sich in den vergangenen vier Jahren zu einer wichtigen Anlaufstelle für Schwangere und Mütter aus Problemfamilien entwickelt hat. Getragen wird es von der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ und der Stadt Hannover. „Wer zu uns kommt, hat sein Päckchen zu tragen“, sagt Ko-Leiterin Rückheim. Ob Gewalterfahrung, psychisch krank, drogensüchtig oder einfach noch sehr jung: Den Frauen fehlten Ansprechpartner. Alle Angebote des Zentrums sind kostenlos und fortlaufend. Manchmal brauchen die jungen Mütter einfach jemanden, der sich eine Stunde um ihr Baby kümmert, damit sie zum Friseur gehen können.

„Kinder sind toll, aber sie können auch anstrengend sein“, sagt Rzyski, als sie mit den Teilnehmerinnen eines neuen Nähkurses spricht: „Eine Auszeit braucht jede Mutter mal.“ Im FZH werden Mütter betreut, bis ihre Kinder maximal zwei Jahre alt sind. „Je früher man Hilfe bekommt, desto besser“, sagt Prof. Adolf Windorfer von der Stiftung „Eine Chance für Kinder“. So könne man auch Vernachlässigung und Misshandlung vorbeugen, die immerhin im Schnitt bei 15 Prozent der Familien vorkämen.

Den dramatischen Hebammennotstand in Hannover merkt man auch hier. Bolte schätzt, dass stadtweit nur die Hälfte aller Entbindenden eine Hebamme hat.

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