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Aus der Stadt Wer gewinnt die „Goldene Fanfare“?
Hannover Aus der Stadt Wer gewinnt die „Goldene Fanfare“?
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20:20 20.06.2018
Der Fanfarenzug Thönse hat die Gage für den Auftritt bei der „Goldenen Fanfare“ für den Selbsthilfeverein für myotubuläre Myopathie gespendet. Gesammelt wurde auch beim Schützenfest in Thönse. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Dieses Finale war ein einziger Krimi: Beim HAZ-Wettbewerb der Fanfaren- und Musikzüge namens „Goldene Fanfare“ auf dem Schützenfest machten im vergangenen Jahr am Ende nur minimale 1,2 Dezibel den entscheidenden Unterschied aus. Das Publikum jubelte im Festzelt dem Fanfarenzug Thönse etwas lauter zu als den erstklassigen Musikern des Trompeten-Showcorps Leinegarde. Doch der Gewinner der dritten „Goldenen Fanfare“ war am Ende gar nicht so wichtig. Denn am späten Abend feierten die zahlreichen Musiker aus der Region Hannover eh die gelungene Verwandlung eines Partyzelts in eine Großraumdisko für niedersächsische Musikkultur gemeinsam. „Wenn man die Fanfarenzüge hört, könnte man denken: Pop war gestern – Fanfare ist angesagt!“, lobte da Oberbürgermeister Stefan Schostok. Und Schützenfestpräsident Paul-Eric Stolle sagte: „So was brauchen wir hier. Was wäre das Schützenfest ohne geile Mucke?“

Für die vierte Ausgabe des Musikwettbewerbs „Goldene Fanfare“ können sich von heute an Musikzüge und Showkapellen für den 4. Juli bewerben. Das Festzelt Alt Hanovera wird erneut zur Disko für Fanfarenzüge und Musikensembles. Unter einer riesigen Diskokugel wird ab 19 Uhr Stimmung aufkommen. Anschließend wird gemeinsam bei einer neuen Schützenfest-Party gefeiert. Neu ist in diesem Jahr auch, dass erstmalig Spielmannszüge dabei sein können. Der Ablauf des Wettbewerbs bleibt dabei unverändert. Bis zu sechs Züge und Kapellen stellen in zwei bis drei Runden einen interpretierten Song vor. Das Publikum, die Thekenkräfte und ein Expertenkreis stimmen über die Darbietungen ab. Am Ende ziehen zwei Züge ins Finale ein und spielen einen weiteren Song. Erneut entscheidet das Publikum mit Wertungskarten über den Gewinner der Goldenen Fanfare. Dazu gibt es Preise der Herrenhäuser Brauerei und eine Aufwandsentschädigung. Weitere Überraschungspreise sind in Planung. Bewerben können sich Züge aus ganz Niedersachsen per Mail an hannover@haz.de mit dem Stichwort „Goldene Fanfare“. Aber auch zwei Züge aus dem gesamten Bundesgebiet können teilnehmen, denn beim Wettbewerb soll es auch um die Vernetzung der Züge untereinander gehen. Der Wettbewerb läuft am Mittwoch, 4. Juli, um 19 Uhr. Der Eintritt für Fans und leidenschaftliche Schützenfestbesucher ist natürlich kostenlos.

Der Fanfarenzug Thönse wird auch in diesem Jahr dabei sein. Die Musiker luden im Vorfeld des diesjährigen Schützenfest vor ein paar Wochen zum eigenen Schützenfest nach Thönse und begrüßten zahlreiche andere Züge zum Platzkonzert. Mit Billy Mo's Musikzug Wunstorfer Auetaler, dem Fanfarenzug Oelber, der Drum and Bass Band Kassel und den Blue Diamonds Nienhagen unterstrichen die zahlreichen Musiker, worum es auch bei der „Goldenen Fanfare“ geht: „Wir wollen gemeinsam Spaß haben“, sagt Anja Hasselbach. Die Gage für den Auftritt beim HAZ-Wettbewerb wurde entsprechend mit Spenden anderer Vereine und Schützenfestbesucher auf mehr als 2200 Euro erhöht. Die Musiker übergaben die Summe nun dem Selbsthilfeverein für zentronukleäre Myopathie (ZNM). An dieser seltenen Muskelerkrankung leidet der zweijährige Sohn der früheren Leiterin des Wunstorfer Musikzug. Dieser Geist des Zusammenhalts über die einzelnen Musikgruppen soll auch die vierte Ausgabe des Wettbewerbs prägen.

Von Jan Sedelies

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