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Farbanschlag auf Tierärztliche Hochschule

Kirchrode Farbanschlag auf Tierärztliche Hochschule

Gut eine Woche nach dem Farbanschlag auf das Haus von Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) haben Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch ein Gebäude der Tierärztlichen Hochschule in Hannover mit roter und rosa Farbe beschmiert.

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Ein Gebäude der TiHo wurde mit roter und rosa Farbe beschmiert.

Quelle: Christian Elsner

Die Täter warfen zudem vier Fensterscheiben im Erdgeschoss des Hochschultraktes ein, in dem die Institute für Virologie und Parasitologie sowie die Geflügelklinik untergebracht sind. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Anschläge auf das Konto der Tierschützer gehen, die das benachbarte Boehringer-Gelände seit Wochen besetzt haben. Vor einer Woche war das Haus des Oberbürgermeisters mit Schmähungen, die sich gegen Weil persönlich richteten, und mit Anti-Boehringer-Parolen beschmiert worden. „Derzeit wird geprüft, ob es ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten gibt“, sagte ein Polizeisprecher.

Im Zusammenhang mit den Protesten gegen die von der Firma Boehringer geplante Ansiedlung eines europäischen Zentrums für die Erforschung von Tierimpfstoffen in Kirchrode sind bereits mehrfach Schmierereien an Gebäuden aufgetaucht. Ende Mai hatten Unbekannte mehrere Fenster des Gemeindehauses der Jakobigemeinde im Kleinen Hillen in Kirchrode mit Parolen bemalt, unter anderem mit dem Schriftzug „Mörder“. Die Gemeinde hatte eines ihrer Grundstücke an den Pharmakonzern verkauft. Das Privathaus von Hannovers Oberbürgermeister wurde bereits zweimal Ziel eines Farbanschlags. Nach der zweiten Tat suchte die Polizei das besetze Gelände an der Bemeroder Straße ab. Dabei wurden zwei Farbtuben mit schwarzer und roter Farbe sichergestellt. Sie werden derzeit mit den Farbproben verglichen, die am Haus von Stephan Weil entnommen worden waren.

In allen vier Fällen laufen die Ermittlungen in der Abteilung Staatsschutz der Polizeidirektion Hannover zusammen. Denn auch den Anschlag auf dem Gelände der TiHo bewertet die Kripo als „Sachbeschädigung mit politischem Hintergrund“. Die Steine, die nach Erkenntnissen der Polizei in der Zeit zwischen 22 Uhr und 3.40 Uhr in das Gebäude geworfen worden sind, zerstörten die Fenster eines Kursraums für Studenten und eines Zimmers für technisches Personal. „Bei dem Anschlag waren keine Tiere in Gefahr“, sagte Sonja von Brethorst, die Sprecherin der Hochschule. Selbst wenn die Steine in die Labore der Sicherheitsstufe zwei, in denen unter anderem Experimente mit Hundestaupe-viren durchgeführt werden, geflogen wären, hätten sie dort keinen Schaden angerichtet. „Wir bewahren unsere Forschungsobjekte in geschlossenen Klimaräumen ohne Fenster auf“, erläuterte von Brethorst.

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Sachbeschädigung
Die Polizei durchsucht mit großem Aufgebot das besetzte Gelände am Bischofsholer Damm.

Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag einen Farbanschlag auf das Privathaus von Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) verübt. Mit roter Farbe schmierten sie Beschimpfungen gegen den Politiker und Parolen gegen die Firma Boehringer an das Gebäude.

  • 21 Kommentare
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  • Schmierereien AA – 03.11.09 Ich verstehe die Motivation der Versuchstiergegner, agieren zu müssen (wenn sie es waren), aber diese Schmierereien sind so stupide und ignorant und so sinnlos platziert; ein Zeichen dafür, dass diese Leute überhaupt keine Ahnung hatten, wem sie damit treffen.
  • Evolutionsgewinner Heinz – 15.08.09 Der Mensch ist zu diesem Zeitpunkt der Gewinner der Evolution. Also kann er auch schwächere für seine Zwecke einspannen...
  • Proteste gegen Tierversuche im Allgemeinen und Farbschmierereien im Speziellen Hannoveranerin – 11.08.09 Dass Tierversuche nicht die Optimallösung sind, ist klar.
    Zumindest momentan gibt es aber eben auch Bereiche, in denen Tierversuche unverzichtbar sind und in denen Tierversuche vielen Menschen das Leben retten, v.a. in der Medizin und Pharmazie. Die Leute, die (meist aus mangelndem Fachwissen, möchte ich ihnen unterstellen) kategorisch für die vollständige Abschaffung von Tierversuchen plädieren, sollten sich einmal fragen, ob sie selbst vielleicht gar nicht mehr am Leben wären, wenn sie nicht irgendwann im Laufe ihres Lebens mal von einer - u.a. mit Tierversuchen entwickelten - Medizintechnik oder von einem Arzneimittel profitiert hätten.
    Ich selbst liebe Tiere, aber ich möchte auch sichere Arzneimittel einnehmen und - sollte ich einmal an einer schweren Krankheit leiden - eine optimale Therapie erhalten.
    Soviel zur kategorischen Abschaffung bzw. zum bedingungslosen Verbot von Tierversuchen.

    An der TiHo gibt es übrigens einen eigenen Bereich, der sich nur mit der Suche nach Alternativmethoden für Tierversuche beschäftigt.

    http://www.tiho-hannover.de/einricht/lmtca/lmtox/allgemein/index.htm

    Ansonsten kann ich nur sagen, dass Farbschmierereien (egal, ob sie jetzt von den Besetzern oder von anderen Boehringer-Gegnern stammen) ein äußerst primitives und dummes Mittel des Protests sind.
    Niemand wird Leute, die willkürliche Sachbeschädigung begehen, als ernsthafte Gesprächpartner anerkennen. Ein gutes Beispiel, wie man sich als Demonstrant selbst von einer konstruktiven Diskussion disqualifiziert.
    Überzeugen kann man nur durch Argumente, aber nicht durch Sachbeschädigung!

  • Farbanschlag und Boehringer annonym – 10.08.09 warum soll es nicht gebaut werden?wegen versuchen an tieren,das ist doch quatsch!versuche sind schon immer gemacht worden,an tieren die dafür gezüchtet werden.sollen Menschen genommen werden um zu Forschen?Arbeitsplätze würden dadurch entstehen,wo es in Hannover zu wenig von gibt!
    Die frage ist doch das es immer irgend jemand gibt den was nicht passt!
    Meines erachtens nach soll Gebaut werden!!!!
  • @ Forschungssubjekt Studentin – 07.08.09 kommentar wurde von HAZ.de gelöscht.
  • ... Forschungssubjekt – 07.08.09 Ist der Kant'sche Imperativ jetzt schon zum Dogma geworden?

    Das derzeit geltende Recht habe ich weder erdacht noch etabliert - noch muss ich es akzeptieren. Mir ist nichts recht ausser meines - alles andere ist Sklavenmoral.

    "Wenn man an bestimmten Dingen forscht, bedarf es einiger Sicherheitseinrichtungen und Vorsorgemaßnahmen, damit nichts schief geht. Wahrscheinlich würdest du hier heftig Kritik üben und Nachlässigkeit annehmen, wenn es zu einem Entweichen von Viren gekommen wäre."

    Ich kritisiere, dass überhaupt an Tieren geforscht wird. Ihr quält fühlende und faktisch wehrschwache Lebewesen! Das ist an Feigheit kaum zu übertreffen.

    "Ich finde im Rahmen einer Güterabwägung an der beabsichtigten Forschung von Boehringer nichts Verwerfliches.."

    Tiere zu quälen, um eine tierquälerische und zudem unnötige Massentierhaltung zu optimieren, ist also nichts Verwerfliches?

    "Jetzt ist also die TiHo dran, wo ja so böse Dinge getan werden."

    Was machen Sie denn mit den Beagles, die zur Weide hin gehalten werden? Was machen Sie denn mit den Katzen in den Käfigen am Tierhaus? Was passiert denn mit den Tieren in den unterirdischen Laboren?

    http://www.tiho-hannover.de/cgi/forsch_search.cgi

    Zeigen Sie doch mal Fotos, machen Sie Videos von Ihrer "Arbeit" - ist ja alles nicht so schlimm.
  • @ Forschungssubjekt ;-) Studentin – 06.08.09 ""Wir bewahren unsere Forschungsobjekte in geschlossenen Klimaräumen ohne Fenster auf."

    Und das ist auch gut so, da sonst unter Umständen beim Einwerfen der Fensterscheiben gezüchtete Viren freigesetzt worden wären.
    Wenn man an bestimmten Dingen forscht, bedarf es einiger Sicherheitseinrichtungen und Vorsorgemaßnahmen, damit nichts schief geht. Wahrscheinlich würdest du hier heftig Kritik üben und Nachlässigkeit annehmen, wenn es zu einem Entweichen von Viren gekommen wäre. Keine Ahnung und davon eine ganze Menge scheinbar.
  • ... M.M. – 06.08.09 "ich finde das nicht besonders schlimm farbe an eine wand zu schmieren und ein paar scheiben zu bruch gehen zu lassen im verhältniss zu dem was boehringer und co. planen,..."
    Schau mal, andere finden es nicht schlimm, Ausländer zu klatschen. Gemeinsam ist euch die Strafbarkeit des Handelns und die Tatsache, dass ihr euch wie im Mittelalter das Recht selbst macht entgegen des Kant'schen Imperativs. Ferner ist das Argument schon als solches hohl und inhaltsleer. Ich finde im Rahmen einer Güterabwägung an der beabsichtigten Forschung von Boehringer nichts Verwerfliches und käme niemals auf die Idee, selbst wenn ich etwas nicht gut finde, Fenster mit Steinen zu zerstören - was soll das ausserdem bringen? Wutabbau? Toll, da kann ich auch einen Boxsack nehmen wenn ich das brauchen sollte. Armselig solches Vorbringen.
  • kennt hier eigentlich niemand den unterschied zwischen sprühdosen und farbtuben? anonym – 06.08.09 zu dem "anschlag"- ich finde das nicht besonders schlimm farbe an eine wand zu schmieren und ein paar scheiben zu bruch gehen zu lassen im verhältniss zu dem was boehringer und co. planen, allerdings hinterfrsage ich gerne den sinn einer solchen aktion...
    das ist ein zeichen der wut, aber erreichen tut mensch damit nichts!

    -ganz im gegenteil zu der besetzung. diese unterstütze ich. schon jetzt haben die besetzer viel erreicht, nämlich das thema noch einmal zur diskussion gebracht und nicht stillschweigend eine solches labor zugelassen.
    die willkürliche hetze gegen die besetzer aufgrund der farbanschläge ist peinlich und soll nichts anderes erreichen als ihren bisher sehr netten und friedlichen eindruck öffentlich zu schickanieren. schließlich zeigen sie das ihre aktionsform zum eine andere ist. es gibt übrigens nicht nur die besetzer die gegen das labor sind...
    zudem ist die beweislage durch 2 farbdosen lächerlich! so ist doch eindeutig zu erkennen das an weils haus mit sprühdosen geschrieben wurde...
    das auf dem gelände farben zu finden sind ist auch nciht verwunderlich- seht doch schon allein die transparente an- mit farbe gemalt!!!
  • Betroffenheit Dr. med. vet. Schulze – 06.08.09 "Deutlicher lässt sich die Lebensfeindlichkeit der Forscher nicht darstellen."
    Deutlicher lässt sich die Unwissenheit einiger Hierschreiber nicht zusammenfassen...und eine Verschönerung dieses Zweckbaues zu erkennen bedarf schon eines kleinen operativen Eingriffs am Auge ;-)
    Angesichts der Besetzung des Beohrigergrundstücks, des Anschlags auf das Haus des Oberbürgermeisters ist dieser Anschlag nur die konsequente Fortsetzung auf bei selbsternannten Tierschützern ungeliebten Institutionen. Jetzt ist also die TiHo dran, wo ja so böse Dinge getan werden. Das Verhalten ist an Ignoranz nicht zu überbieten. Aber im Mittelalter wurden ja auch Hexen verbrannt...
  • Verschönerung Dirk H. – 06.08.09 Also bei diesem hier gezeiogten hässlichen Brutalismus-Bau, müsste man darüber nachdenken, ob der Farbanschlag nicht im RAhmen der Notwehr wegen zu großer Hässlichkeit gerechtfertigt war!
  • Forschungsobjekte Roland – 06.08.09 Ein Forschungsobjekt ist nicht immer gleich ein Tier. Viren sind auch in anderen Umgebungen untersuchbar. Vorverurteilungen sind her sicher fehl am Platze.
  • ... Forschungssubjekt – 06.08.09 "Wir bewahren unsere Forschungsobjekte in geschlossenen Klimaräumen ohne Fenster auf."

    Forschungsobjekte?

    In geschlossenen Räumen ohne Fenster?

    Deutlicher lässt sich die Lebensfeindlichkeit der Forscher nicht darstellen.
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