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Aus der Stadt Fassade des Sprengel-Museums soll dunkle Tönung erhalten
Hannover Aus der Stadt Fassade des Sprengel-Museums soll dunkle Tönung erhalten
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10:57 17.09.2011
Von Andreas Schinkel
Architekt Markus Peter stellt seine Pläne für das Sprengel Museum vor. Quelle: Martin Steiner
Hannover

Der Erweiterungsbau für das Sprengel Museum soll eine dunkel getönte Fassade bekommen. Das teilte der Schweizer Architekt Markus Peter am Freitag den Mitgliedern des Kulturausschusses mit. Zusammen mit den Reliefs auf der Betonfassade sowie den geschliffenen Oberflächen könnten somit lebendige, spiegelnde Effekte erzielt werden. Bei den Politikern stieß die Farbwahl nicht nur auf Zustimmung. „Soll da jetzt ein schwarzer Klotz hingebaut werden?“, fragte FDP-Baupolitiker Wilfried Engelke. Nicht schwarz, sondern dunkel werde der Stein gefärbt, antwortete der Architekt und verstieg sich in eine geradezu poetische Beschreibung von Licht und Schattenbildern, die es auf der Fassade dann zu sehen gebe.

Abgesehen von Linken-Ratsherr Luk List, der noch immer der Glasfassade nachtrauert, wird die neue Betonvariante von allen Politikern begrüßt. „Ich kann mit dem neuen Entwurf gut leben“, sagte CDU-Ratsherr Oliver Kiaman. SPD-Vertreterin Gudrun Koch monierte, dass sie keinen umfassenden Eindruck vom neuen Fassadenentwurf bekomme. „Eine Computeransicht wäre hilfreich, die das Gebäude unter anderen Lichtverhältnissen zeigt“, sagte sie. Der Schweizer Architekt entgegnete, dass er kein Freund von Computerbildern sei. Dennoch, so insistierte Koch, habe sie den Eindruck, dass die aktuelle Computersimulation, die den Anbau aus südlicher Richtung zeigt, nicht ausreicht. „Durch die Bäume, die vor der Fassade stehen, wird das Erscheinungsbild stark verändert.“ Im Übrigen frage sie sich, ob zwischen Gebäudekante und Straße überhaupt noch genug Platz sei, um Bäume zu pflanzen. Das habe die Stadt so geplant, sagte Peter.

Für Diskussionsstoff sorgte noch einmal die Passivhausbauweise des neuen Museumstrakts. Wie hoch denn nun der Energiestandard sei, wollte FDP-Ratsherr Wilfried Engelke wissen. Man nähere sich der Passivhausbauweise durchaus an, das sei tatsächlich außergewöhnlich, hieß es vonseiten der Verwaltung.

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