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Faustschläge trafen Passanten unvorbereitet

Prozess gegen 45-Jährigen Faustschläge trafen Passanten unvorbereitet

Ein 45-Jähriger steht in Hannover vor Gericht, weil er mehrfach Passanten ohne Grund massiv angegriffen und auf sie eingeprügelt hatte. Der Angeklagte leidet offenkundig unter paranoider Schizophrenie. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Strafkammer die Unterbringung in der Psychiatrie anordnen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Die Taten, die Frank O. begangen haben soll, sind völlig unbegreiflich - wenn man sie mit gesundem Menschenverstand betrachtet. Im Mai 2014 schlägt er laut Anklagebehörde einem Passanten nahe dem Kröpcke völlig unvermittelt mit der Faust ins Gesicht, am helllichten Tage. Der Mann trägt eine Platzwunde davon. Im Juli trifft es eine Frau in Ricklingen: Der 45-Jährige beschimpft sie als Schlampe - und schlägt zu. Im November prügelt O. im Ricklinger Stadtweg mit einem Besenstiel auf ein Auto ein. Als ihn ein Augenzeuge zur Rede stellt, geht der Randalierer mit dem Besen auf ihn los, drischt auf sein Fahrrad ein. Seit Mittwoch muss sich Frank O. vor dem Landgericht wegen verschiedener Delikte - unter anderem Körperverletzung und Sachbeschädigung - verantworten.

Der Prozess vor der 19. Großen Strafkammer ist ein Sicherungsverfahren. O. leidet offenkundig unter paranoider Schizophrenie, dürfte damit schuldunfähig sein. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Kammer das Urteil fällen, den 45-Jährigen in der Psychiatrie unterzubringen.

Dort wäre O. nicht zum ersten Mal - und auch in derartigen Einrichtungen kann es für seine Mitmenschen gefährlich werden. Im Februar 2014 fiel der schizophrene Täter in der Psychiatrie des Klinikums Langenhagen über einen anderen Patienten her. Die Attacke im Raucherraum endete besonders folgenschwer: O. prügelte ein Dutzend Mal so heftig auf sein Opfer ein, dass der Mann kurzzeitig ohnmächtig wurde. Schlussendlich trug er Rücken- und Lungenprellungen davon. Zu den sechs angeklagten Taten zählt auch ein Überfall am Lister Platz. Dort forderte O. im Juni 2015 eine Frau auf, ihm ihr Fahrrad auszuhändigen. Als sie sich weigerte, schlug er auf sie ein und schnappte sich das Rad.

Der Beschuldigte sagte aus, auch hörte die Kammer etliche Polizeibeamte und Zeugen an, die von O. malträtiert worden sind. Das Urteil in dem Sicherungsverfahren wird Ende April erwartet.

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