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Kann Raststätten-App die A2 sicherer machen?

HAZ-Forum zu Unfällen Kann Raststätten-App die A2 sicherer machen?

Fehlende Rastplätze für Fernfahrer verschärfen die ohnehin schwierige Verkehrssituation auf der Autobahn 2 bei Hannover. Das war ein Ergebnis des HAZ-Forums zur A 2 am Mittwochabend im Kirchröder Pressehaus. Niedersachsens Verkehrsminister Lies fordert deshalb eine Raststätten-App für Lkw-Fahrer.

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Immer wieder Unfääle, immer wieder mit Lastwagen: A2 bei Hannover.

Quelle: dpa (Archiv)

Hannover. Nach zahlreichen schweren Unfällen auf der Autobahn 2 diskutierten Politiker, Wirtschaftsvertreter und Polizei intensiv beim HAZ-Forum über die Probleme auf dieser Strecke. Ihre Lösungsvorschläge blieben jedoch nur vage. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies machte vor allem die Staus aufgrund von Baustellen für gefährliche Situationen verantwortlich. Oft entstünden Unfälle, weil Verkehrsteilnehmer Stauenden übersähen. Zudem kritisiere er, dass es keine technischen Möglichkeiten für Lkw-Fahrer gebe, um flexibel nach freien Rastplätzen zu suchen. „Dadurch zwingen wir sie, Ruhezeiten zu missachten.“  

Er schlägt die Einführung einer Handy-App für Lastwagenfahrer vor, die freie Plätze auf Rastplätzen meldet. Es sei „erschreckend“, dass es so etwas in Niedersachsen noch nicht gebe. Experimentiert wird schon. Ein Karlsruher Unternehmer hat eine App entwickelt, mit deren Hilfe sich Lastwagenfahrer gegenseitig über freie Parkplätze informieren können. Und der Freistaat Bayern hat an der hoch frequentierten Autobahn 9 zwischen Nürnberg und München im vergangenen Jahr laut Verkehrsminister Joachim Herrmann die „deutschlandweit erste Pilotstrecke für intelligentes Lkw-Parken“ installiert. Dazu sind 21 Rastplätze mit Lichtschranken ausgestattet worden, die ein- und ausfahrende Lastwagen registrieren und so die Auslastung ermitteln können. Diese Informationen können per App oder Navigationssystem verwertet werden. Die Kosten liegen bei 6 Millionen Euro.

Bundesweit fehlen nach Schätzungen des Verkehrsgewerbes an Autobahnen rund 6000 Rastplätze. Deshalb fordern der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) und die Gewerkschaft Verdi den Bau weiterer Rastanlagen. Unter den Fernstraßen in der Region Hannover ist die Autobahn 2 nach Angaben der Landesbehörde für Verkehr und Straßenbau am besten mit Lastwagen-Parkplätzen versorgt. 681 sind vorhanden, weitere 125 im Bau und schließlich noch 171 in Planung. An der Autobahn 7 gibt es lediglich 123 Parkplätze, weitere Bauprojekte gibt es nicht. Die Kapazitäten an der Autobahneckverbindung 352 sollen um 22 auf 72 Stellplätze aufgestockt werden.

Unabhängig davon hält Christian Richter, für den Güterkraftverkehr zuständiger Geschäftsführer beim GVN, verbesserte Informationssysteme über freie Parkplätze für eine gute Idee. „Eine entsprechende App wäre hilfreich, um die Parkplätze besser auszulasten“, sagt er. Dazu müssten die Rastplätze und Rasthöfe nach Vorbild der Pilotstrecke in Bayern ausgerüstet werden.

Ähnlich äußert sich Verdi-Sekretär Christoph Feldmann. Er schränkt allerdings ein, dass ein derartiges Informationssystem in der Region Hannover nur begrenzte Auswirkung hätte. „Dort sind alle Parkplätze überfüllt, es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten.“ Die Gewerkschaft fordert nicht nur den Bau weiterer Parkplätze, sondern auch eine bessere Ausstattung - etwa bei den Sanitäranlagen, aber auch durch Parkleitsysteme.

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