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Hannover kann feiern!

Unterm Strich Hannover kann feiern!

Was für ein Sommer: Die Stadt zeigt sich beim Maschseefest derzeit von ihrer schönsten Seite. Und nicht nur dort: Das Feierangebot ist so vielfältig wie nie zuvor - und die Konzepte gehen auf, meint Volker Wiedersheim.

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Besucher auf dem Maschseefest schauen Artisten zu.

Quelle: Dillenberg

Hannover. Und, wie war’s auf dem Maschseefest? Eigentlich eine einfache Frage. Die Antworten, die man zur Halbzeit in Hannover hört, bewegen sich allerdings in einem bemerkenswert breiten Spektrum: von „wunderschön“, „wie Urlaub“ und „so entspannt“ bis „ganz schön voll“, „ganz schön teuer“ und wieder zurück bis zum schlichten „geil!“. Reden die alle von der gleichen Veranstaltung? Überraschenderweise: ja.

Das Maschseefest - erwartet werden bis zu zwei Millionen Besucher - spielt in einer Liga mit der Kieler Woche (dieses Jahr 3,8 Millionen Gäste) und dem Hamburger Hafengeburtstag (rund eine Million). Aber es ist doch ganz anders.

Im Grunde feiert Hannover nicht ein einziges großes, 19-tägiges Volksfest, sondern viele verschiedene kleine gleichzeitig rund um den See. Das reicht vom Rummel freitags und sonnabends an der Hauptbühne des Nordufers und dem Rock an der Löwenbastion bis zum lauschigen See-Salon mit Jazz am Sonntagmorgen sowie dem irischen Folk-Treff nahe dem Strandbad, der Liedermacher-Lounge an der Maschseequelle und dem liebevoll folkloristischen Hamborger Veermaster an den Tagen dazwischen. Und von Currywurst mit Bier bis Hummer und Champagner. Vom Stehplatz im Getümmel bis zu Luxusliege mit 100 Euro Mindestverzehr.

Mehr Charme, weniger Bierseligkeit

In seinem 30. Jahr ist das Maschseefest damit auf der Höhe der Zeit. Das neue Konzept - mehr Charme, weniger Bierseligkeit - geht auf. Die Attraktivität steigt, die Besucherzahl ebenfalls. Das gehört zusammen. Wer jetzt unzufrieden vom See heimkehrt, hat sein Vergnügen womöglich einfach an der falschen Ecke des Sees gesucht. Oder am falschen Tag. Oder - auch das ist in diesen Tagen zuweilen zu vernehmen - die Menschen wünschen sich ein Volksfest ohne Volk.

Doch Hannover bietet jede Menge Alternativen: Wer etwa vor einer Woche nicht unter Hunderttausenden am Maschseeufer feiern wollte, konnte einfach ans Weddigenufer zum Fährmannsfest wechseln. Einige Nummern kleiner und typisch Linden: Das Musikprogramm, die Speisekarten, sogar die Haarfarben - alles noch ein bisschen bunter, experimentierfreudiger.

Die Stadt bietet Niveau

Oder zum Seh-Fest mit den Filmen der Saison unter freiem (Sternen-)Himmel auf der Parkbühne. Oder zum Kleinen Fest im Großen Garten mit den fantasievollen Clowns und Akrobaten im barocken Ensemble. Allem Anschein nach wird auch das Fuchsbau-Festival im nächsten Jahr nach Herrenhausen kommen. Es findet nach vorherigen Intermezzos im Musiktheater Bad und Springe am kommenden Wochenende in der Lehrter Ziegelei statt. Der künftige Kulturdezernent Harald Härke will dem Vagabundieren ein Ende setzen und dem Event im Georgengarten eine angemessene Heimat schaffen - endlich, möchte man sagen.

Nimmt man allein die genannten Kultur- und Vergnügungsveranstaltungen zusammen, addiert dazu noch das Schützenfest und die vielen kleineren Angebote in den Stadtteilen, so muss man Hannover bewundern: Die Stadt hat in diesem Sommer wirklich viel und viel Niveau zu bieten. Nur keine gute Entschuldigung für Stubenhocker.

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Programm am See

Heute Abend wird den Besuchern des Maschseefestes ein altbekanntes, dabei aber nach wie vor schönes Bild geboten. Beim traditionellen Fackelschwimmen verwandeln mehr als 100 Teilnehmer den See in ein beeindruckendes Lichtermeer. Lesen Sie hier, was außerdem auf dem Maschseefest los ist.

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