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Und was machst du in den Ferien?

FerienCard-Aktionen Und was machst du in den Ferien?

Mehr als 800 Aktionen: Die Feriencard bietet Mädchen und Jungen in der schulfreien Zeit ein umfassendes Programm. Die HAZ hat die Kinder einen Tag lang bei kreativen und sportlichen Aktionen wir Handwerkeln am Zirkuswagen, Gokartfahren und Klettern im Hochseilgarten begleitet.

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Auf dem Stadttteilbauernhof im Sahlkamp heißt es Erleben durch Anfassen.

Quelle: Kutter

Hannover . Sommerferien – das bedeutet Entspannung und Abschalten vom Schulstress. Um etwas zu erleben, müssen Hannovers Mädchen und Jungen jedoch nicht in die Ferne schweifen. Auch vor der eigenen Haustür lässt sich allerhand spannendes entdecken.

Noch bis zum 2. September bietet die Aktion Feriencard wieder ein buntes Programm. Ob Sport und Action, Begegnungen mit Tieren oder Handwerkliches: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Mehr als 800 Angebote von rund 120 Veranstaltern beinhaltet das Programm der Feriencard in diesem Jahr. Dabei haben bereits mehr als 2000 junge Menschen an einer oder mehreren Aktionen teilgenommen. Wer noch dabei sein will, kann sich für 9 Euro seine Feriencard sichern – für Besitzer eines Hannover-Aktiv-Passes ist sie gratis. Außer kostenlosem Eintritt in die städtischen Freibäder bietet die Feriencard jede Menge weiteren Freizeitspaß. Die HAZ hat sich ein Bild davon gemacht und gestern sechs der Aktionen exemplarisch angeschaut.

Alle Infos zum weiteren Programm können im Internet unter die-feriencard-hannover.de abgerufen werden.

Gokartfahren, basteln und Hannover 96 hautnah erleben: In den Sommerferien bietet die Aktion FerienCard wieder ein buntes Programm.

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Im Gokart auf die Rennstrecke

Rasante Duelle gibt es beim „Halli Galli“-Gokart-Rennen zu beobachten. Waghalsige Piloten wie der neunjährige Laurin (Bild, links) lassen nichts unversucht, um ihren Kontrahenten wertvolle Meter abzunehmen. Dabei kann es bei höherer Geschwindigkeit gerade in den Kurven auch mal zu Zusammenstößen kommen. Macht aber nichts, sagt Laurin. „Das gehört doch dazu“.

Jeweils sechs Karts sind zeitgleich auf der Rennstrecke unterwegs, die das Jugendzentrum Posthornstraße auf dem Pausenhof der Egestorffschule in Linden-Süd errichtet hat. Ein Rennen dauert sechs Minuten, dann wird gewechselt. Während es auf der Strecke wieder ans Eingemachte geht, halten sich die restlichen Kinder und Jugendlichen mit Fußball, Toben und Fahrübungen warm. „Platz da, ich komme!“, ruft ein junges Mädchen, das sein Gokart rückwärts über den Hof manövriert. Nachdem Laurin und seine Freunde sich ausgetobt haben, geht es auch für sie los.

„Die Stimmung ist sehr gut“, sagt einer der Betreuer. Trotz des sportlichen Ehrgeizes, den mancher Schüler mit sich brächte, ginge es immer sportlich-fair zu. Vereinzelte blaue Flecken und Zusammenstöße seien da schon das Schlimmste. „Manchmal kann man eben nicht rechtzeitig bremsen“, sagt Laurin und grinst.

Füttern, misten und melken im Ziegenstall

„Bääääh!“ hallt es durch den Stall. Hungrig machen sich die Ziegen über das Futter her, während sie sich geduldig von den Kindern streicheln lassen. „Die Ziegen mag ich am liebsten!“, stellt der siebenjährige Levin fest.
Auf dem Stadttteilbauernhof im Sahlkamp heißt es Erleben durch Anfassen. Die zwölf Kinder können ausgiebig mit den Tieren auf dem Hof auf Tuchfühlung gehen. Das gefällt der sechsjährigen Lara, die am liebsten die ganze Zeit mit dem Pony „Klara“ kuscheln würde.

„Sind die weich!“ staunen die Kinder, als sie die das Schaf Saskia und ihre kleine Herde streicheln. „Wisst ihr denn auch wie das Fell von Schafen heißt?“ – „Wolle!“ rufen alle Kinder gleichzeitig.

Doch nur zum Streicheln sind sie nicht hier: Schließlich müssen auch die Ziegenställe ausgemistet und die Pony-Weide von Pferdeäpfeln befreit werden. Weil sich die Arbeit nicht von selbst macht, packen alle mit an. „Das riecht aber nicht gut“, stellt Keno (8) die Nase rümpfend fest.

Besonderer Liebling ist die Holzziege, die sich genau wie eine Echte melken lässt. Das richtige Melken führen dann die Erwachsenen vor, damit es morgen zum gemeinsamen Frühstück selbstgemachten Käse gibt. Und dass hinter alldem jede Menge Arbeit steckt, wissen die Kinder jetzt auch.

Auf den Spuren der Profis in der Arena

Einmal da sitzen, wo die Stars von Hannover 96 ansonsten ihre Statements abgeben: Möglich macht es die Stadionführung in der HDI-Arena. Außer dem Pressebereich könnensich die Kinder aber noch einiges mehr ansehen.

Umkleidekabine, Spielfeld, Trainerbank – da geht jedem Fußballfan das Herz auf. Logisch, dass da viele der jungen Teilnehmer bereits über eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn am Nordeingang der Arena warten.

„Ich freue mich besonders darauf, mal das komplette Stadionen kennenzulernen“, sagt der elfjährige Jan, der mit seinem Freund Michel (10) extra früh vor Ort ist. Besonders auf die Umkleidekabinen freuen sich die beiden. Ob wohl einer der 96-Profis zu sehen ist?

Rund zwei Stunden dauert die Tour durch das Fußball-Heiligtum der Stadt; außer dem Blick vom Spielfeld aus können die Mädchen und Jungen das ungewohnt leere Rund auch aus einer der VIP-Loungen betrachten.

Kommenden Sonnabend, wenn Leverkusen in Hannover gastiert, wird es hier wieder ganz anders aussehen. Wie 96 in diesem Jahr abschneidet? „Es wird wohl wieder knapp, aber am Ende packen wir das natürlich“, sind sich Jan und Michel einig.

Handwerkeln im Zirkuswagen

Handwerklich begeisterte Feriencard-Besitzer sind bei den Eilers-Werken für Beruf und Bildung in Stöcken richtig. Hier geht es darum, einem alten Zirkuswagen ein komplett neues Outfit zu verpassen. Die jungen Tüftler lassen sich nicht zweimal bitten. Ob Hämmern oder Schleifen – etwas zu tun gibt es immer. Zum anschließenden Reinemachen findet sich dann auch noch ein Freiwilliger.

„Das, was am meisten Spaß macht, kommt aber erst noch“, verrät einer der Schüler. Nachdem der Wagen zusammengebaut ist, macht sich die Gruppe daran, ihm einen schönen Anstrich zu verpassen. Rot und blau sollen es werden. Dies sind die Farben des Kinder- und Jugendzirkus Hannover, dem der fertige Wagen einmal als Kassenhaus zur Verfügung gestellt werden soll. Wie der Kartenverkauf ablaufen soll, haben die Nachwuchsbastler schon heute genau im Kopf.

Zunächst ist aber auch die Einrichtung wichtig. „Wir wollen den Wagen bewusst etwas nostalgischer gestalten und so ein schönes Zirkus-Feeling schaffen“, sagt Projektleiter Andrej Vogel von den Eilers-Werken. Mit sechs Metern fällt das Gefährt übrigens nicht unbedingt klein aus. Die Schülerinnen und Schüler schreckt das jedoch nicht ab: „Sie sind alle mit Motivation dabei und haben viel Spaß“, sagt Vogel. So wird Hannover wohl demnächst um eine Zirkus-Attraktion reicher sein.

Kreativ sein im "Kleiderschrank"

Konzentriert überträgt Leon (13) das
Schnittmuster auf den Stoff. Ein Kissen sollen die bunten Rechtecke später zusammen ergeben. Beim Nähen schaut Kursleiterin Helena Haumann ihm dann doch über die Schulter, damit jede Naht auch sitzt. Beim „Kreativen Kleiderschrank“ ist jeder der neun Teilnehmer selbst drei Vormittage lang Designer. Ob Geldbörse, Federetui oder Turnbeutel; das trendige Accessoire wird hier einfach selbst angefertigt.

Dass das ganz schön viel Arbeit ist, ist Nele (11) und Lilian (13) längst klar, denn die beiden nähen auch zuhause oft. Lilian sitzt bereits an der Nähmaschine und hält kurze Zeit später ihr fertiges Schlüsselband in den Händen. Das Patchwork-Kissen von Nele braucht noch etwas länger, denn dafür müssen viele kleine Quadrate ausgeschnitten werden. „Vielleicht werde ich ja später mal Modedesignerin“, überlegt sie. Jedenfalls macht den beiden Freundinnen das Nähen jede Menge Spaß.

Von den Vorlagen bis zur Schlussnaht wird hier alles von den Kindern selber gemacht, Haumann geht währenddessen herum und gibt Tipps und Tricks. Wenn das selbstgenähte Stück dann später fertig ist, ist den Nachwuchsschneidern der Stolz ins Gesicht geschrieben. Was gibt es schließlich cooleres, als das eigene Design zu tragen, das sonst garantiert niemand anderes hat?

Mutig hinauf in luftige Höhen

Entschlossen steigt Flavia (Bild, oben) auf die erste Sprosse. Immer höher klettert sie, gesichert von Trainerin Pascale von Rohr. Oben angekommen wartet die eigentliche Herausforderung: Freihändig die Hängebrücke, die ganz schön wackelt.

Doch alles kein Problem, sie kommt sicher wieder unten an. Beim Mädchenklettern im Hochseilgarten Wakitu in der Eilenriede müssen die 18 Teilnehmerinnen über ihren Schatten springen, denn es geht in bis zu 20 Meter hoch in die Baumwipfel. Flavia, ihre Schwester Amaya, Yolanda und Lucy scheint das nicht zu stören, alle vier sind schon oft hier gewesen. „Beim ersten Mal da oben hat man schon ein bisschen Angst, aber man gewöhnt sich schnell an die Höhe“, erklärt Lucy. Besonders wenn man sich fallen lässt, müsse man sich erst einmal überwinden.

Als an an die sogenannte Himmelsleiter geht, das höchste aller Kletterelemente, ist sie die Erste. Alle anderen Mädchen ihrer Gruppe sichern sie vom Boden aus; hier kommt es auf Teamwork an. Eine nach der anderen klettert hinauf. Oben angekommen, können sie definitiv stolz auf sich sein. Trotzdem ist so manch eine sicherlich froh, wenn sie wieder festen Boden unter den Füßen hat. 

Von Elena Everding und Marius Klingemann

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