Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Fernfahrer in Hannover haben Angst vor Überfällen mit Betäubungsgas

Verbrecherbande unterwegs Fernfahrer in Hannover haben Angst vor Überfällen mit Betäubungsgas

Die Nachricht von der Verbrecherbande, die seit Anfang der Woche rund um Hannover unterwegs ist und Fernfahrer im Schlaf betäubt und ausraubt, sorgt für große Unruhe auf den Rastplätzen. Die Polizei hat keine Spur zu der Bande, die seit Montag rund um Hannover auf Autobahnraststätten auf Beutezug ist.

Voriger Artikel
Ausgebüxte Schlange rutschte über Feuerwehrleiter in Gefangenschaft
Nächster Artikel
CDU will Senioren mit Gittern schützen

Auf der Raststätte „Lehrter See“ schlug die Verbrecherbande zuletzt zu.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Besonders auf der Anlage „Lehrter See“, einem der insgesamt sieben Tatorte, ist der Vorfall Tagesgespräch. „Man schläft in der Nacht nur noch sehr unruhig, schreckt bei jedem Geräusch am Wagen hoch“, erklärt Erwin Menne aus Kleve. Seit Jahren versucht der 46-Jährige jeden Abend, sich mit Kollegen zu verabreden und aus Sicherheitsgründen gemeinsam einen Parkplatz anzusteuern. „Oder ich fahre bis zum Kunden, denn die Nacht auf dessen Gelände ist sicherer als an der Autobahn“, sagt er.

Die Täter, die in der Nacht zu Mittwoch auf der Lehrter Raststätte einen 38-jährigen Fernfahrer in seiner Kabine ausraubten, nutzten eine Besonderheit für sich aus: Die Anlage besteht aus zwei Teilen. Auf dem Gelände in Fahrtrichtung Dortmund ist rund um die Uhr Betrieb, es ist beleuchtet und es gibt es eine Tankstelle und ein Schnellrestaurant. Die andere Seite dagegen liegt nachts fast vollständig im Dunkeln, der Imbiss stellt seinen Betrieb gegen 22 Uhr ein. „Ich möchte nicht wissen, wer dann da drüben alles herumläuft“, teilt eine Mitarbeiterin der Raststätte mit.

Aufgrund der aktuellen Vorfälle wird der Ruf nach überwachten Parkplätzen und Kameras wieder lauter. „Ich hätte nichts dagegen, wenn hier überall Kameras stehen würden“, sagt der 42-jährige Sascha Grund, der für eine Braunschweiger Spedition unterwegs ist.

Nach Auskunft der Polizei gibt es bislang allerdings im gesamten Zuständigkeitsgebiet der Behörde keinen Rastplatz, der videoüberwacht ist. „Es gibt lediglich Kameras an den dazugehörigen Tankstellen“, teilt Polizeisprecher Heiko Steiner mit. Andere Gegenden sind in diesem Punkt offenbar fortschrittlicher. „In Westerstede hängen schon Kameras, außerdem kommt die Polizei regelmäßig vorbei, da passiert nichts“, berichtet Fernfahrer Erich Menne. Er hat nach den jüngsten Vorfällen beschlossen, aufzurüsten. „Ich werde mir eine neue Zugmaschine mit Nachtverriegelung zulegen“, so der Mann vom Niederrhein. Diese zusätzliche Sicherung in Form eines Stahlbolzens in der Tür, soll vor Einbruch schützen.

Inzwischen rätseln die Ermittler, welchen Stoff die Täter einsetzen, um ihre Opfer zu betäuben. Zumindest so viel ist klar: Es muss sich um ein extrem starkes Mittel handeln, denn einige der ausgeraubten Lkw-Fahrer klagten am Morgen über extreme Übelkeit und Schwindelgefühle. Fest steht auch, dass die Substanz offenbar durch ein Loch in der Dichtung der Seitenfenster in die Fahrerkabine eingeleitet wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass es in diesem Jahr in Niedersachsen zu derartigen Raubüberfällen auf Fernfahrer gekommen ist. „Wir haben im April und im Mai im Bereich Helmstedt und Braunschweig Fälle zu verzeichnen gehabt“, sagt Frank Federau vom Landeskriminalamt. Allerdings hätten auch diese Ermittlungen zu keinen Hinweise auf die eingesetzten Narkotika geführt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Maschseefest: Das ist die neue Löwenbastion

So sieht es an der neuen Löwenbastion aus