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Festival im Ricklinger Edelhof gefeiert

Oper auf dem Lande Festival im Ricklinger Edelhof gefeiert

Hunderte von Besuchern erlebten grandiose Musik in stilvoller Atmosphäre: Mit Szenen aus Carmen und dem Barbier von Sevilla war das Festival Oper auf dem Lande jetzt auf Edelhof Ricklingen zu Gast - und wurde dort stürmisch gefeiert.

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Kräftiger Applaus: Das Festival Oper auf dem Lande wird auf dem Edelhof Ricklingen gefeiert

Quelle: Benne

Hannover. Das Wetter passt schon. Die Sonne sengt so heiß auf Ricklingen herab, als wäre es ein Stadtteil von Sevilla. Mächtige Bäume spenden Schatten, dahinter erhebt sich das historische Rittergut. An einer solchen  Kulisse müssten Bühnenbildner lange werkeln, wenn sie nicht schon da wäre. Und auf der Bühne geht es an diesem spanischen Nachmittag gleich mit einem echten Schlager los: "L'amour est un oiseau rebelle", singt Carmen in Bizets gleichnamiger Oper. Die Habanera-Arie. In der Titelrolle schmachtet Marlene Gaßner den armen José (Götz Phillip Körner) angemessen lasziv an. Eigentlich ist die Story ein düsteres Liebesdrama im Rauchwarenmilieu, doch beim Festival "Oper auf dem Lande" passt das Stück auch wunderbar auf den sonnendurchfluteten Edelhof Ricklingen. "Um so richtig spanisch zu sein, fehlt uns eigentlich nur noch das Meer", sagt Hausherrin Charlotte von Klitzing.

Mit Szenen aus Carmen und dem Barbier von Sevilla war das Festival Oper auf dem Lande auf dem Edelhof Ricklingen zu Gast.

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Rund 700 Besucher haben sich Karten für die beiden Aufführungen am Wochenende gesichert. "Wir hätten doppelt so viele verkaufen können", sagt Organisatorin Christa Grünreich. "Oper auf dem Lande" ist ein Renner. Seit 2008 holt das Festival - damals initiiert von langjährigen Opernintendanten Hans-Peter Lehmann - Hochkultur aus ihrem Tempel. Junge Musiker, meist Studierende der Musikhochschule, erhalten die Gelegenheit, ihr Können an besonderen Orten zu beweisen. "Das ist schon etwas besonderes, hier mitzumachen", sagt Mezzosopranistin Anna-Doris Capitelli, die im zweiten Stück des Tages, Rossinis "Barbier von Sevilla", die Rosina singt. Eine Paraderolle für die 24-Jährige. "Unter freiem Himmel geht das Publikum oft viel eurphorischer mit als im Theater", sagt sie.

Die Männer im Publikum tragen stilvolle Strohhüte, Damen haben sich Tücher um den Kopf geschlungen und fächern sich in der Nachmittagshitze Luft zu. In der ausgedehnten Pause picknicken viele im Gutspark, einige nippen an Weißweinschorlen und blicken ins Grüne. Der Gutshof ist mit spanischen Flaggen geschmückt. "Wunderbare Musik in wunderbarer Umgebung - was will man mehr", schwärmt Christel Seeliger, die mit dem Fahrrad aus Langenhagen hierher gekommen ist. Die Inszenierung von Renate Rochell findet ebenso viel Zuspruch wie die Musiker unter der Leitung von Matthias Wegele. "Die Atmosphäre ist toll, und die Sänger sind durchweg klasse", sagt Sigrid Narjes aus Davenstedt. Nur etwas kühler könnte es sein. Aber dann wäre es andererseits auch weniger spanisch hier.

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