Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Fête de la Musique brachte Hannover zum Vibrieren

Die schönsten Bilder Fête de la Musique brachte Hannover zum Vibrieren

Egal ob elektronischer oder klassischer Rock oder Rap, Beat oder Blues, Swing oder Samba – bei Fête de la Musique in Hannover war für jeden Geschmack etwas dabei. Vom Steintorplatz über die Georgsstraße bis hin zum Opernplatz brachten über 1500 Musiker, gut 200 Bands und 150.000 Zuschauer die Stadt zum Vibrieren und lieferten eine beeindruckende Werkschau über alle Musiksparten hinweg.

Voriger Artikel
Polizei Hannover in Sorge wegen Facebook-Partys
Nächster Artikel
Bahn geht in Hannover schärfer gegen Betrunkene vor

Vom Steintorplatz über die Georsstraße bis hin zum Opernplatz brachten über 1500 Musiker, gut 200 Bands und zehntausende Zuschauer die Stadt zum Vibrieren.

Quelle: Thomas

Hannover. Wenn Hip-Hopper in weiten Hosen und mit wippenden Armen auf der Bühne stehen, dann sind es meist junge Menschen, die sich im Takt dazu bewegen und immer wieder lautstark „Yeah“ rufen. Doch als Rapper Spax gestern bei der vierten Ausgabe der Fête de la Musique vor dem Hauptbahnhof mit den Kollegen vom Projekt F.I.R.S.T. The Silver Delorean frei zu den Beats improvisierte, über Konsum und über die beschleunigte Welt sang, da begann auch eine Dame in einer rosafarbenen Kostümjacke und mit akkurater Föhnfrisur kräftig mitzuwippen. An ihrer Hand hielt die 64-jährige Ingrid Wegener ihren Enkelsohn Jasper. „Zu Hause würde ich mir diese Musik eher nicht anhören“, sagte sie. „Aber so ein Fest ist ja dafür da, Neues auszuprobieren.“

Auszuprobieren gab es bei der vierten Auflage der Fête de la Musique in der Tat genügend. Egal, ob elektronische oder klassische Musik, Rock oder Rap, Beat oder Blues, Swing oder Samba – bei dem Musikfestival in der Innenstadt war für jeden Geschmack etwas dabei. Vom Steintorplatz über die Georgstraße bis hin zum Opernplatz brachten mehr als 1000 Musiker von gut 200 Bands 150.000 Zuschauer in der Stadt zum Vibrieren. Alle Künstler traten ohne Gage auf. Weder bevorzugte Musikstile noch bestimmte Zielgruppen stehen bei der Fête, die immer am 21. Juni weltweit gefeiert wird, im Vordergrund. Es geht Jahr für Jahr darum, ein Musikfest für alle auszurichten. „Das Fest hat wieder einmal gezeigt, wie hoch das kreative Potenzial dieser Stadt ist“, sagte der städtische Veranstaltungsmanager Klaus Timaeus.

Während also auf der SIM-Bühne am Schillerdenkmal junge Schüler der Integrativen Kunst- und Musikhochschule in ihre Flöten bliesen und Kinderlieder anstimmten, ging es auf der Opernbühne zu wie bei einem Festivalkonzert. Da wurden handgeschriebene Plakate hochgehalten, es wurde nach Zugaben verlangt und kräftig mitgesungen, als etwa die Mädchengruppe Ylvie mit ihrem fröhlichen Pop die Zuschauer zum Tanzen brachte.

Egal ob elektronische oder klassische Rock oder Rap, Beat oder Blues, Swing oder Samba – bei Fête de la Musique in Hannover war für jeden Geschmack etwas dabei. Vom Steintorplatz über die Georsstraße bis hin zum Opernplatz brachten über 1500 Musiker, gut 200 Bands und zehntausende Zuschauer die Stadt zum Vibrieren und lieferten eine beeindruckende Werkschau über alle Musiksparten hinweg.

Zur Bildergalerie

Das Hohe Ufer verwandelte sich bereits am Nachmittag in eine Partymeile. Dort präsentierten sich angesagte DJs und DJ-Teams vom Wanderclub, Lieber Klub und der Maximal Gang.

Auch am Kröpcke, wo sich junge, relativ unbekannte, aber aufstrebende Musikgruppen präsentierten, gaben Julian Pahlke und Leo Feisthauer von 2Takter alles, um die Passanten und Zuhörer die Auslagen in den Schaufenstern der angrenzenden Kaufhäuser vergessen zu lassen. Mit Schlagzeugstöcken schlugen sie auf Blechtonnen, Leitern, Autofelgen und Ölkanister aus Plastik ein und animierten ihre Zuschauer zum Mitklatschen. „Es ist toll, auf der Fête zu sein“, sagte Leo Feisthauer nach seinem Auftritt. „Die Stimmung ist einfach unverwechselbar, und für uns ist es eine riesige Chance, vor einem großen Publikum zu spielen.“

Und auch Ingrid Wegener kam noch auf ihre Kosten. Denn trotz der Neugier wird sie wahrscheinlich nicht mehr zum Hip-Hop-Fan werden. Daher zog sie nach dem Auftritt von Spax und seinen Kollegen Flowin’ Immo und MC Rene mit ihrem Enkel weiter in die Galerie Luise, um sich das Konzert des gefeierten Pianisten Haiou Zhang anzuhören. Und den Gefallen wollte der siebenjährige Jasper seiner Oma dann auch tun.

Die größte Premiere der diesjährigen Fête de la Musique gab es auf dem Platz der Weltausstellung. Viele Besucher stimmten dort um 22. 45 Uhr rund um die Bühne des Musiklands Niedersachsen unter der Regie von Stephan Doormann, Leiter des Kammerchors Hannover, und dem Musikpädagogen und Sänger Frank Katemann das Volkslied „Der Mond ist aufgegangen“ an und verabschiedeten damit den längsten Tag des Jahres auf beeindruckende Weise.

Stefanie Nickel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

doc6spb23ytq2b12aamlk4p
Neuer Vintage-Laden eröffnet in der List

Fotostrecke Hannover Aus der Stadt: Neuer Vintage-Laden eröffnet in der List