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Aus der Stadt Feuerwehr Lehrte kritisiert Straßenbaubehörde
Hannover Aus der Stadt Feuerwehr Lehrte kritisiert Straßenbaubehörde
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00:15 26.09.2017
Von Tobias Morchner
"Da gehen kostbare Minuten verloren": Die Lehrter Feuerwehr fürchtet, selbst im A-2-Stau stecken zu bleiben. Quelle: Dillenberg
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Hannover

„Von der aktuellen Baustelle zwischen Lehrte und Hämelerwald habe ich beispielsweise erst aus der Zeitung erfahren“, sagt Stadtbrandmeister Jörg Posenauer. Die Landesbehörde will ihr Informationsmanagement künftig verbessern.

Seit Jahren ist die Lehrter Feuerwehr, die im vergangenen Jahr für ihre besonderen Leistungen mit Conrad-Dietrich-Magirus-Award, dem sogenannten „Feuerwehr-Oscar“, ausgezeichnet wurde, durch die zahlreichen Einsätze auf der  Autobahn 2 stark belastet. Die Zahl der Unfälle steigt regelmäßig an, wenn Baustellen auf der vielbefahrenen Ost-West-Tangente eingerichtet werden und die Arbeiten monatelang dauern.

„Rettungsgassen können bei einem Unfall in diesem Bereich nicht gebildet werden, weil die Fahrbahnen durch die Baustelle verengt sind und der Standstreifen fehlt“, sagt Posenauer. Die Folge: Die Feuerwehr steht mit ihren Fahrzeugen oft selbst im Stau, der sich an der Unfallstelle gebildet hat. „Dann müssen wir die Kollegen aus Hämelerwald alarmieren, dass sie von der anderen Seite an die Unfallstelle heranfahren – dabei gehen kostbare Minuten verloren“, sagt der Stadtbrandmeister.

Zu spät an der Unfallstelle?

Mehrfach ist Jörg Posenauer bereits bei der Landesbehörde vorstellig geworden. Geändert hat sich an der Informationspolitik bislang nichts. „Diese Ignoranz kann dazu führen, dass wir eine Unfallstelle nicht rechtzeitig erreichen und Menschen streben“, sagt Posenauer.

Die Landesbehörde für Straßenbau hat auf Nachfrage der HAZ angekündigt, die Feuerwehren künftig besser über geplante Baustellen informieren zu wollen. Bislang erhalten die Einsatzkräfte die Informationen eine Woche zuvor – so wie alle Zeitungen und Radiosender auch.

„Einmal im Jahr gibt es bei uns eine große Vorbesprechung über die anstehenden Baustellen, da sitzen selbstverständlich auch Vertreter der Feuerwehren mit am Tisch“, sagt Friedhelm Fischer von der Landesbehörde. Er sieht aber auch die einzelnen Kommunen in der Pflicht. „Sie werden von uns ebenfalls rechtzeitig über große Bauvorhaben informiert und sollen diese Nachrichten auch an die jeweiligen Feuerwehren weitergeben“, sagt Fischer.   

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