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Hier finden Flüchtlinge ab heute Zuflucht

Zeltstadt in der Messehalle Hier finden Flüchtlinge ab heute Zuflucht

In dieser Woche wird Hannover 300 Flüchtlinge aufnehmen. Am Mittwoch ziehen die ersten vorübergehend in die Messehalle 21 ein. Die Feuerwehr Hannover hat Zelte und Betten aufgebaut und die Halle mit Planen in verschiedene Parzellen unterteilt.

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Die Flüchtlinge sind in zehn ca. 400 m² großen Parzellen untergebracht, die mit bis zu 30 Personen belegt werden können.

Quelle: Rainer Dröse

Hannover. Der Aufbau von Unterkünften für rund 300 Flüchtlinge in einer Halle der Messe AG hat die Berufsfeuerwehr und ihre Helfer in den vergangenen Tagen vor eine besondere Herausforderung gestellt.

Innerhalb von zwei Tagen haben 104 Einsatzkräfte, darunter zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren sowie alle 36 Azubis der Berufsfeuerwehr, in der Halle 21 zehn voneinander getrennte Bereiche entstehen lassen, ausgestattet mit je 30 Betten in Zelten, Stromanschlüssen, Schränken und Sitzgelegenheiten. Die Einsatzkräfte haben sich Mühe gegeben, die Einheiten, die sie als Dörfer bezeichnen, mit Kübelpflanzen wenigstens etwas wohnlicher zu machen.

Die Messehalle 21 wird vorübergehend zur Flüchtlingsunterkunft. Die Feuerwehr hat Zelte und Betten in der Halle aufgebaut.

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Im Lauf des heutigen Vormittags sollen die ersten 100 zumeist jungen Männer ihr Quartier auf dem Gelände beziehen. Es soll für sechs Wochen genutzt werden, danach wird die Halle für die Freizeitmesse Infa benötigt.

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Die Messe AG, Stadt und Land sind Miteigentümer, hatte die Halle zur Verfügung gestellt, da in dieser Woche auf einmal 300 Flüchtlinge aus den überfüllten Erstaufnahmelagern des Landes nach Hannover kommen. „Es war gar nicht so einfach, in der Kürze der Zeit das benötigte Material für die Unterkünfte aufzutreiben“, sagt Dieter Rohrberg, Hannovers stellvertretender Feuerwehrchef. Zelte waren in ganz Deutschland in der großen Anzahl nicht mehr aufzutreiben. Sie mussten aus Holland geholt werden. 

Ähnlich verhielt es sich mit Betten, Tischen und Stühlen. „Wir haben alle Feuerwehrhändler angerufen, die zum Teil zwar Material für uns hatten, aber keinen Spediteur fanden, der so schnell hätte liefern können“, sagt Feuerwehrsprecher Jan Feichtenschlager. Schließlich schickten die Brandbekämpfer aus Hannover ihre eigenen Transporter los. „Wir haben genommen, was wir bekommen konnten“, sagt Feichtenschlager. Doch auch dabei hatten sie mit einigen Unwägbarkeiten zu kämpfen. „Ein Transporter mit Betten und Tischen, der eigentlich schon hier sein sollte, steckt noch im Stau auf der A 7 fest“, sagt Feuerwehrchef Claus Lange. Deshalb hatten die Einsatzkräfte 200 Feldbetten von Hilfsorganisationen kommen lassen. „Es gibt für alles einen Plan B, hier wird nichts dem Zufall überlassen“, sagt Feuerwehr-Vize Dieter Rohrberg.

Obwohl die Flüchtlinge, die in der Regel aus Syrien, Afghanistan und Nordafrika stammen, die sanitären Einrichtungen der Messehalle nutzen können, hat die Feuerwehr zwei zusätzliche Container mit Duschen in der Halle aufgebaut. Auch Waschmaschinen und Spülen stehen den Flüchtlingen zur Verfügung. Darüber hinaus können sie auch den an die Halle grenzenden Park während ihres Aufenthalts nutzen. 

Die Flüchtlinge werden an sieben Tagen in der Woche von in der Regel acht Helfern des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Auch Mitarbeiter der Ausländer- und der Unterbringungsabteilung der Stadt sowie des Sozialamtes sind bis Freitag vor Ort, damit die Flüchtlinge ihre Aufnahmeformalitäten in der Messehalle erledigen können. „So verhindern wir, dass die Flüchtlinge von einer Behörde zur nächsten begleitet werden müssen“, sagt eine Helferin.

 

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