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Feuerwehr rettet Dackel Emil aus Abwasserrohr

Einsatz am Gehrdener Berg Feuerwehr rettet Dackel Emil aus Abwasserrohr

Die Feuerwehr Gehrden hat am Sonnabend einen Hund aus einer mehr als misslichen Lage befreit. Das Tier war tags zuvor einer Familie aus Wettbergen beim Gassigehen entlaufen und in einem Abwasserrohr verschwunden. Da Dackel Emil steckenblieb, rückte die Feuerwehr mit schwerem Gerät an.

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Zurück zur Familie: Ortsbrandmeister Peter-Albert Fricke übergibt Emil an Philip Lampe und dessen beiden Söhne Niklas und Tim (rechts).

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover/Gehrden. Dieses Wochenende dürfte Familie Lampe aus Wettbergen wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Dabei hatte es eigentlich ganz normal begonnen. Die Lampes waren am Freitagnachmittag mit ihrem Dackel Emil zum Gehrdener Berg gefahren, um in den Feldern spazieren zu gehen - wie schon unzählige Male zuvor. Doch diesmal passierte es: Emil befreite sich aus dem Halsband. Und noch ehe Philip Lampe und seine beiden neunjährigen Zwillinge Niklas und Tim zupacken konnten, war der Dackel in einem Abwasserrohr verschwunden.

"Das Rohr hat ihn schon immer interessiert", erzählt Philip Lampe, bislang sei der Hund aber immer an der Leine geblieben. Diesmal war jedoch kein Halten mehr: "Er muss eine Witterung aufgenommen haben." Und so sehr die Lampes auch nach ihm riefen und ihn mit einer Hundepfeife zu locken versuchten – Emil blieb verschwunden in den vermutlich mehrere hundert Meter langen Abwasserrohren.

Auch die mittlerweile alarmierte Freiwillige Feuerwehr aus Gehrden konnte am Freitag nicht viel ausrichten. Nach vielen Stunden und weit nach Einbruch der Dunkelheit beendete die Familie die Suche. "Bei den Kindern sind viele Tränen geflossen, als wir ohne Emil zu Hause angekommen sind", erzählt Vater Lampe.

Einen Tag lang steckte Dackel Emil in einem Abwasserrohr fest. Die Feuerwehr konnte das Tier befreien.

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Am Sonnabend fuhr die Familie wieder raus nach Gehrden, ausgestattet mit Ferngläsern, Lampen und Schildern mit einem Bild des vermissten Hundes. Zudem platzierten sie Decken an den Ausgängen des Rohrsystems, "in der Hoffnung, dass Emil unseren Geruch wahrnimmt". 

Am Sonnabendnachmittag dann gab Emil plötzlich Laut und machte so auf seine missliche Lage aufmerksam: Es war wenige Meter vor dem Ausgang des Rohrsystems in einem Knick steckengeblieben. Wieder rief Philip Lampe die Feuerwehr, die diesmal mit schwerem Gerät auf dem Feld anrückte. Mit einem Bagger gelang es den Rettern, das mehrere Meter tief in der Erde vergrabene Rohr freizulegen, Emil zu befreien und seinen überglücklichen Besitzern zurückzugeben. 

"Den Schampus haben wir schon gekauft", erzählt Lampe wenige Stunden nach der geglückten Rettung. Emil sei zwar erschöpft, er könne sich jetzt aber am heimischen Kamin aufwärmen. Dem Dackel selbst dürfte vermutlich ziemlich egal sein, wer ihn da aus seinem unterirdischen Gefängnis gezogen hatte. Philip Lampe aber weiß, bei wem er sich zu bedanken hatte: "Die Gehrdener Feuerwehr hat einen famosen Job gemacht."

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