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Feuerwehr soll Flüchtlingsandrang koordinieren

100 zusätzliche Zelte bestellt Feuerwehr soll Flüchtlingsandrang koordinieren

Das Einrichten von Notunterkünften für Hunderte Flüchtlinge hat die Stadt Hannover an die Berufsfeuerwehr übergeben. „Für uns gehört es zum täglichen Geschäft, Krisen zu bewältigen“, sagt Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange. 100 zusätzliche Zelte zur Flüchtlingsunterbringung sind bereits bestellt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Ob bei einer Bombenräumung Zehntausende Menschen evakuiert werden müssen oder rasch ein Zeltdorf für Hunderte Flüchtlinge zu errichten ist, das sei eine vergleichbare organisatorische Herausforderung. „Wir haben jetzt 100 zusätzliche Zelte bestellt“, sagt Lange. 30 bis 40 von ihnen bauen die Brandschützer in den kommenden Wochen in einem ehemaligen Baumarkt an der Badenstedter Straße auf. Dort wird Platz für bis zu 400 Flüchtlinge geschaffen. „Beim Aufbau helfen uns viele Ehrenamtliche der Freiwilligen Feuerwehr“, sagt Lange.

In dem Baumarkt sollen jene Asylsuchende eine vorübergehende Unterkunft finden, die derzeit noch in der Messehalle 21 einquartiert sind. Ende September muss die Halle frei sein, weil sie für die anstehende Freizeitmesse Infa gebraucht wird. Für mehr als 300 Flüchtlinge muss die Stadt dann eine neue Bleibe finden.

„Die Organisation in der Messehalle ist eine Art Blaupause für uns“, sagt Lange. Auch in dem Baumarkt wolle man ein Zeltdorf errichten. Die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt voraussichtlich das Deutsche Rote Kreuz. Ziel sei es, sagt der Feuerwehrchef, weitere Hallen im Stadtgebiet zu finden, in denen Zelte aufgeschlagen werden können. Den Aufbau von Zeltstädten unter freiem Himmel schließt die Stadt aus.

„Zelte werden derzeit auf dem Markt knapp, aber wir haben verlässliche Geschäftspartner und können für Nachschub sorgen“, sagt Lange. Und wenn es logistische Probleme gebe, eine Ladung Zelte aus einer anderen Stadt nach Hannover zu transportieren, dann springe die Feuerwehr selbst mit ihren Fahrzeugen ein.

In einem Zelt finden bis zu zwölf Personen Platz. Die Brandschützer prüfen zuvor jede Halle, in der Zelte stehen sollen, auf Sicherheit und legen Fluchtwege fest. „In jedem Zelt befindet sich ein Rauchmelder, um die Menschen frühzeitig zu warnen“, betont Lange. Die Feuerwehrleute wollen damit nicht nur möglichen Anschlägen mit Brandsätzen vorbeugen, Feuer können auch durch Unachtsamkeit ausbrechen.

Eine weitere mögliche Unterkunft lässt auf sich warten. Eigentlich sollten die leer stehenden Container am ­Siloah-Krankenhaus längst bezogen sein. Jetzt teilt die Stadt mit, dass die rund 100 Module erst im Spätherbst hergerichtet sind. Die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen bereitet derzeit eine Sporthalle in der Tannenbergallee als Notunterkunft für 200 Flüchtlinge vor.

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