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Crazy Crossing lockt Tausende zum Nordufer

Maschseefest Crazy Crossing lockt Tausende zum Nordufer

Es ist die Parodie einer Regatta: Mit abenteuerlichen Wasserfahrzeugen treten zehn Feuerwehren aus Niedersachsen beim Crazy Crossing auf dem Maschsee gegeneinander an. Beim Start des Fun-Boot-Rennens drängen sich Tausende Besucher am Nordufer.

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Quelle: Von Ditfurth

Hannover. Natürlich, die Gefahr einer Feuersbrunst ist mitten auf dem Maschsee nicht besonders groß. Doch an diesem Nachmittag wäre man dafür gerüstet: Zehn Feuerwehren aus Niedersachsen treten hier beim Crazy Crossing gegeneinander an. In abenteuerlich konstruierten Wasserfahrzeugen wagen sie sich bei diesem Wettrennen ganz eigener Art auf den See hinaus. "Unser Boot haben wir selbst gebaut", sagt Hardi Fischer von der Freiwilligen Feuerwehr Wehmingen stolz. Der Aufbau ist einer historischen Handdruckspitze, frühes 20. Jahrhundert, nachempfunden: "Nur, dass wir beim Pumpen keine Pumpe, sondern ein Schaufelrad antreiben."

Crazy Crossing auf dem Maschsee: Feuerwehren aus ganz Niedersachsen kämpfen mit selbstgebauten Booten auf einem Hindernisparcours um den Sieg.

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Die Kameraden aus Altwarmbüchen haben ihr Gefährt aus Sperrholz und Fässern gezimmert. Angetrieben wird es mittels aufgebockter Fahrräder und Ketten. "Uns geht es nicht ums Gewinnen", sagt Hauptbrandmeister Marc Perl, "uns geht es darum, nicht abzusaufen." Ein Feuerwehrmann muss Realist sein können.

Rund 50 000 Besucher drängen sich nach Angaben des Veranstalters Antenne Niedersachsen am Ufer, als Moderator Tom Meyer den Startschuss gibt. Die "Ohlumer Dorfteichwehr" aus Hohenhameln paddelt stilecht mit Feuerpatschen über den See. "Sonst löschen wir damit Feldbrände, da sind die sehr effektiv", sagt Ortsbrandmeister Klaus Haarstick. Unterwegs gilt es neckische Aufgaben zu bewältigen: Die Teams müssen einen aufblasbaren Eisberg bezwingen, auf schwimmenden Trampolinen springen und Treffsicherheit an der Wasserspritze beweisen.

Das Feuerwehr-Team aus Höver zieht an den Ohlumern vorbei. Ihr "Karibik-Floß" zieht eine hübsche Gummipalme. Das Wasserfahrzeug ist eine solide Konstruktion aus Paletten, Styropor, Planen und Kanistern. "Zusammengehalten wird das ganze mit Bauschaum", sagt Thomas Kohn, der für diesen Nachmittag Kapitän ist. Für den Antrieb sorgen zwei Mann mit Flossen am Heck.

Ein reines Frauenteam tritt für die Feuerwehr Cuxhaven an, die Kameraden aus Bad Bevensen haben einen großen Playmobil-Feuerwehrmann mit Drehleiter als Galionsfigur. Alle geben alles, und doch ist gar nicht so wichtig, wer Sieger wird: "Wir alle machen das, weil es Spaß macht", sagt Hardi Fischer von den Wehminger Seewölfen. "Und natürlich ist das auch Werbung für unseren Ort - und für unsere Feuerwehr."

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