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Aus der Stadt Filmreif: Einbrecher schlägt Loch in Leihaus-Wand
Hannover Aus der Stadt Filmreif: Einbrecher schlägt Loch in Leihaus-Wand
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00:17 03.11.2016
Über das ehemalige Elektrogeschäft (rechts) verschaffte sich der Täter den Zugang zum Leihhaus. Quelle: Dillenberg
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Hannover

Nahezu filmreif stieg ein Einbrecher am Sonnabend in ein Leihhaus in der Schmiedestraße in der Innenstadt ein. In einem angrenzenden, leer stehenden Geschäft schlug er ein Loch in die Wand und kletterte in den Keller des Pfandhauses. Im Erdgeschoss jedoch machte die Alarmanlage dem Coup schnell ein Ende. Der Einbrecher flüchtete noch durch das Loch zurück ins andere Gebäude, doch im Treppenhaus wartete schon die Polizei und nahm ihn fest.

Allerdings vermuten die Beamten, dass der 33-jährige Verdächtige nicht allein gehandelt hat, und halten sich daher zum genauen Tatablauf bedeckt. So ist zum Beispiel unklar, wie der Einbrecher überhaupt in das leer stehende benachbarte Geschäft gekommen ist. Die Eingangstür ist fest verschlossen, doch im Hof gibt es zwei Zugänge. Einer führt ins Treppenhaus des Gebäudes. Es ist der Eingang für die oben wohnenden Mieter, am Klingelschild ist jedoch auch eine Kamera installiert. Eine Stahltür führt zudem in einen Anbau, der offenbar früher als Lager genutzt wurde. Einbruchsspuren sind am Schloss jedoch nicht sichtbar. Die Fenster scheiden als Zugang aus, sie sind vergittert.

Die Bewohner des Hauses an der Schmiedestraße hatten am Sonnabendabend gegen 23 Uhr Lärm gehört. „Das klang aber eher, als würde jemand Möbel verrücken“, sagt der Hausbesitzer, der im dritten Stock wohnt. In diesem Moment hat der Einbrecher offenbar die Wand im Keller durchbrochen. Sein Werk hat er anscheinend jedoch schon vorher begonnen. Eine Mieterin berichtet, dass sie sich an einigen Sonntagen zuvor über Baulärm gewundert habe. Der Hausbesitzer dagegen will vorher keine verdächtigen Geräusche wahrgenommen haben. „Hier ist immer Lärm, das blende ich einfach aus.“ Zumal am Ende der Straße auf der Großbaustelle die Neugestaltung des Marstalls langsam Form annimmt.

Kurz nach dem Einbruch schrillte schon die Alarmanlage und machte einen Passanten aufmerksam, der den maskierten Räuber noch im Leihhaus entdeckte, bevor dieser flüchtete. Der Zeuge rief die Polizei, die mit einem Großaufgebot anrückte. Da war es für den 33-Jährigen schon zu spät. Noch mit Baustaub bedeckt soll er Zeugen zufolge den Polizisten direkt entgegengelaufen sein. Sollte er tatsächlich Komplizen gehabt haben, so sind diese unerkannt entkommen.

Auch zwei Tage nach dem Einbruch konnte das Leihhaus noch nicht wieder zur Tagesordnung übergehen. Der Rollladen an der Eingangstür ist heruntergelassen, ein rotes Schild informiert Kunden über einen „Systemfehler“ als Schließungsgrund. Das Personal wollte sich zu den Ereignissen nicht äußern. Das Loch soll schon am Vormittag wieder zugemauert worden sein.

Von Isabel Christian

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