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Aus der Stadt Finanzberater muss Ehepaar entschädigen
Hannover Aus der Stadt Finanzberater muss Ehepaar entschädigen
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00:17 29.08.2014
Von Michael Zgoll
Quelle: Kristoffer Finn
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Hannover

Wie Amtsrichterin Regina Benz entschied, habe der 63-jährige Versicherungskaufmann den Eheleuten eine Anschlussfinanzierung vermittelt, die um 8500 Euro zu niedrig ausfiel, also statt 78 500 nur 70 000 Euro umfasste. Für den fehlenden Betrag mussten die Hausbesitzer einen Ratenkredit aufnehmen, der aufgrund höherer Zinsen teurer war als ein vergleichbares Hypothekendarlehen. Diese Differenz muss der Finanzberater seinen Kunden nun erstatten.

Der 64 Jahre alte Sarstedter und seine 57-jährige Ehefrau hatten sich im Oktober 2011 an den hannoverschen Finanzierungsvermittler gewandt, um eine Umschuldung ihrer 2012 und 2013 auslaufenden Hauskredite vorzubereiten und ein Forward-Darlehen zu bekommen. Doch erst im Oktober 2012, nach längeren Gesprächspausen, kam es zu einem Vertragsabschluss. Die Hausbesitzer argumentierten, sie hätten zu diesem Zeitpunkt gar nicht genau gewusst, wie hoch ihr Finanzierungsbedarf war; sie hätten dem Berater alle Unterlagen in die Hand gedrückt und sich darauf verlassen, dass dieser alles richtig berechne. Der Versicherungskaufmann berief sich darauf, dass 2011 nur von 70 000 Euro die Rede gewesen sei.

Richterin Benz urteilte, dass den Eheleuten aufgrund „mangelnder Aufklärung“ des Finanzberaters Schadensersatz zustehe. Er habe fahrlässig gegen seine Beratungspflichten verstoßen, weil er den tatsächlich anfallenden Ablösungsbetrag „trotz der offenkundigen Unkenntnis der Kläger nicht ermittelt“ habe. Immerhin hatte der 63-Jährige noch versucht, bei der Hypothekenbank zu retten, was zu retten war. „Bei der Berechnung einer Anschlussfinanzierung ist uns ein Fehler unterlaufen“, hatte er geschrieben und um eine Aufstockung des Darlehensbetrags um 8500 Euro gebeten - vergebens.

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