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Aus der Stadt Schäuble macht CDU-Wahlkämpfern Mut
Hannover Aus der Stadt Schäuble macht CDU-Wahlkämpfern Mut
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21:47 30.08.2017
Von Conrad von Meding
Wolfgang Schäuble hält eine Rede im Cavallo. Quelle: Heidrich
Hannover

Wobei Auftakt nicht wirklich stimmt – CDU-Kanzlerin Merkel war schon Mitte August zum Wahlkampf in Steinhude. Zwei Wochen vor der Bundestagswahl nun aber muss der Zug allmählich Fahrt aufnehmen. Und da ist Schäuble der richtige Redner. Er gefällt sich in der Rolle dessen, der alles schon einmal gehört hat und sich ein klares Urteil bilden kann. „Preisstabilität tut mehr für soziale Gerechtigkeit als das gesamte Geschwätz von Rot-Rot-Grün“, ätzt er in Richtung des politischen Gegners. Alles, was man aus diesem Lager höre, sei „Verantwortungslosigkeit“ und „Blödsinn“, und SPD-Spitzenkandidat Schulz habe „wirklich keine Ahnung“, etwa was Notwendigkeiten bei den Bildungsausgaben betreffe. Die etwa 320 Gäste der CDU-Veranstaltung honorierten das mit viel Applaus.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) war am Mittwochabend in Hannover zu Gast und hat im Cavallo gesprochen.

Etwas Neues werde es an diesem Abend nicht geben, das sagte Schäuble gleich zu Beginn. Nach acht Jahren „solider Finanz- und Wirtschaftspolitik“ müsse er nichts Neues versprechen. Beim Antritt Merkels sei Deutschland der „kranke Mann Europas gewesen, heute hören wir gelegentlich Klagen, dass Deutschland zu stark sei“. Aber wem nütze es denn, wenn Deutschland schwächer würde, fragt Schäuble rethorisch: „Ich bin dafür, das es weiter bergauf geht.“ Applaus.

Ein unterhaltsamer Redner ist er ohnehin. Wenn ihm ein kleiner Lapsus unterläuft und er etwa Fukushima und Fukuyama verwechselt, dann reagiert er spontan: „Ach wissen Sie, so ist das mit uns alten Leuten.“ Lacher. Er darf mit dem Alter kokettieren, in einigen Tagen wird er 75, sitzt seit 1972 im Bundestag. Ihn auf den „Minister der schwarzen Null“ zu reduzieren sei eine Beleidigung – aber vor allem für den, der so etwas sage, findet Schäuble.

"Ich kann auf kurze Fragen lange antworten"

Den Wahlkämpfern in Hannover machte er Mut: „Sie gewinnen auch die Landtagswahl.“ Vor allem das „auch“ löste Freude aus. Am Schluss nahm er sich Zeit, auf Fragen aus dem Publikum zu antworten, zu Brexit, Rente und Zinsen etwa. „Ich kann auf kurze Fragen lange antworten“, hatte er vorab angedroht.

Zuvor hatten sich die vier Direktkandidaten vorgestellt: Verteidigungsministerin von der Leyen und Staatssekretärin Maria Flachsbarth, Regionsparteichef Hendrik Hoppenstedt und Neuling Maximilian Oppelt. Stadtparteichef Dirk Toepffer schwor am Ende auf den Wahlkampf ein: „Wir haben Vorsprung, aber wir dürfen uns den Vorsprung nicht nehmen lassen.“

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