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Flüchtlinge kommen Ende Mai ins Maritim

Ehemaliges Hotel Flüchtlinge kommen Ende Mai ins Maritim

Aufwendige Elektroinstallationen verzögern derzeitig den Einzug von bis zu 550 Flüchtlingen in das ehemalige Maritim Hotel. Nun bestätigte die Stadt, dass die Unterkunft Ende Mai bezugsfertig sein soll. Das Gebäude soll nach zwei Jahren wieder zu einem Hotel umgebaut werden.

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Ende Mai sollen die ersten Flüchtlinge in das ehemalige Maritim Hotel einziehen.

Quelle: Nancy Heusel/Archiv

Hannover. Eigentlich sollten bereits Anfang April bis zu 550 Flüchtlinge in das ehemalige Maritim Hotel gegenüber dem Rathaus eingezogen sein. Doch noch immer gehen in dem Gebäude nur die Handwerker ein und aus. Nun lässt der Investor Intown mitteilen, dass das frühere Bettenhaus, das zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut wird, Ende Mai bezugsfertig sein soll. „Die elektrischen Arbeiten zur Installation der Küchennischen haben sich als aufwendiger erwiesen“, erklärt Immobilienverwalter Torsten Jaskulski.

Das bestätigt auch die Stadt Hannover, die bereits Miete für das leer stehende Hotel zahlt. Es gebe technische Probleme und „intensive Gespräche mit dem Eigentümer über die laufenden Umbauarbeiten“. Zugleich lässt die Stadtverwaltung durchblicken, dass sie über eine Kürzung des Mietpreises nachdenkt. „Möglichkeiten im Umgang mit den Mietzahlungen werden geprüft“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Insgesamt zahlt die Stadt 5,5 Millionen Euro, um zwei Jahre lang bis zu 550 Flüchtlinge in dem Gebäude gegenüber dem Rathaus unterbringen zu können.

Immobilienverwalter Jaskulski hüllt sich in Sachen drohender Mietkürzung in Schweigen, begründet aber detailreich die technischen Probleme. Nach seinen Worten muss für die Stromversorgung der kleinen Küchen eine Netzstation im Keller genutzt werden. Die Leitungen verliefen von dort durch die Tiefgarage und würden dann an der Fassade entlang zu den jeweiligen Etagen weitergeführt. Sie sollen mit speziellen Röhren verkleidet werden, die an der Fassade angebracht sind. „Das ist ein sicheres und übliches Verfahren“, sagt Jaskulski. Diese Konstruktion sei für die von der Stadt geplante Interimslösung die beste Alternative. Bis 2018 will die Verwaltung das frühere Maritim als Notunterkunft nutzen, danach soll das Haus erneut zum Hotel umgebaut werden.

Für die Übergangsnutzung eigens neue Kabelschächte zu bauen, hätte noch länger gedauert und zu hohe Kosten verursacht, sagt Jaskulski. Bis auf die Elektroinstallationen seien die Umbauarbeiten in dem Gebäude abgeschlossen. Die Reinigung und Reparatur der alten Wasserrohre, wegen der der Einzug der Flüchtlinge schon einmal verschoben werden musste, sei inzwischen erledigt.

Seitdem die Balkanroute geschlossen wurde, kommen in Hannover deutlich weniger Flüchtlinge an. Die Stadt will aber auf das ehemalige Maritim als Notunterkunft trotz Schwierigkeiten nicht verzichten, denn zum Ende des Schuljahres sollen alle belegten Turnhallen wieder frei werden.

Von Juliane Kaune 
und Andreas Schinkel

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