Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Flüchtlinge kommen Ende Mai ins Maritim
Hannover Aus der Stadt Flüchtlinge kommen Ende Mai ins Maritim
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:09 09.05.2016
Ende Mai sollen die ersten Flüchtlinge in das ehemalige Maritim Hotel einziehen. Quelle: Nancy Heusel/Archiv
Anzeige
Hannover

Eigentlich sollten bereits Anfang April bis zu 550 Flüchtlinge in das ehemalige Maritim Hotel gegenüber dem Rathaus eingezogen sein. Doch noch immer gehen in dem Gebäude nur die Handwerker ein und aus. Nun lässt der Investor Intown mitteilen, dass das frühere Bettenhaus, das zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut wird, Ende Mai bezugsfertig sein soll. „Die elektrischen Arbeiten zur Installation der Küchennischen haben sich als aufwendiger erwiesen“, erklärt Immobilienverwalter Torsten Jaskulski.

Das bestätigt auch die Stadt Hannover, die bereits Miete für das leer stehende Hotel zahlt. Es gebe technische Probleme und „intensive Gespräche mit dem Eigentümer über die laufenden Umbauarbeiten“. Zugleich lässt die Stadtverwaltung durchblicken, dass sie über eine Kürzung des Mietpreises nachdenkt. „Möglichkeiten im Umgang mit den Mietzahlungen werden geprüft“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Insgesamt zahlt die Stadt 5,5 Millionen Euro, um zwei Jahre lang bis zu 550 Flüchtlinge in dem Gebäude gegenüber dem Rathaus unterbringen zu können.

Immobilienverwalter Jaskulski hüllt sich in Sachen drohender Mietkürzung in Schweigen, begründet aber detailreich die technischen Probleme. Nach seinen Worten muss für die Stromversorgung der kleinen Küchen eine Netzstation im Keller genutzt werden. Die Leitungen verliefen von dort durch die Tiefgarage und würden dann an der Fassade entlang zu den jeweiligen Etagen weitergeführt. Sie sollen mit speziellen Röhren verkleidet werden, die an der Fassade angebracht sind. „Das ist ein sicheres und übliches Verfahren“, sagt Jaskulski. Diese Konstruktion sei für die von der Stadt geplante Interimslösung die beste Alternative. Bis 2018 will die Verwaltung das frühere Maritim als Notunterkunft nutzen, danach soll das Haus erneut zum Hotel umgebaut werden.

Für die Übergangsnutzung eigens neue Kabelschächte zu bauen, hätte noch länger gedauert und zu hohe Kosten verursacht, sagt Jaskulski. Bis auf die Elektroinstallationen seien die Umbauarbeiten in dem Gebäude abgeschlossen. Die Reinigung und Reparatur der alten Wasserrohre, wegen der der Einzug der Flüchtlinge schon einmal verschoben werden musste, sei inzwischen erledigt.

Seitdem die Balkanroute geschlossen wurde, kommen in Hannover deutlich weniger Flüchtlinge an. Die Stadt will aber auf das ehemalige Maritim als Notunterkunft trotz Schwierigkeiten nicht verzichten, denn zum Ende des Schuljahres sollen alle belegten Turnhallen wieder frei werden.

Von Juliane Kaune 
und Andreas Schinkel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die beiden Baustellen auf der Hans-Böckler-Allee und der Clausewitzstraße haben am Montag zu massiven Behinderungen im Berufsverkehr geführt. Rund um den Pferdeturm ging es zeitweise weder vor noch zurück. Der ADAC hat das Baustellenmanagement in Hannover vor diesem Hintergrund scharf kritisiert.

Tobias Morchner 12.05.2016

Die Kosten für die D-Linie steigen weiter an. Der erste Bauabschnitt des umstrittenen Stadtbahnprojekts für die Linien 10 und 17 wird 39,5 Prozent teurer als veranschlagt. Das hat Landeswirtschaftsminister Olaf Lies auf eine Anfrage der FDP-Landtagsabgeordneten Sylvia Bruns und Jörg Bode mitgeteilt.

Mathias Klein 12.05.2016

Wer ohne hannoversches Kennzeichen auf einen Wertstoffhof von Aha fährt, muss jetzt ein Formular ausfüllen. Darin werden neben den persönlichen Daten auch Angaben über die Art und den Umfang der angelieferten Abfälle verlangt.

Mathias Klein 12.05.2016
Anzeige