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Aus der Stadt Flüchtlinge im Maritim? „Maximal zwei Jahre“
Hannover Aus der Stadt Flüchtlinge im Maritim? „Maximal zwei Jahre“
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00:16 10.10.2015
Von Andreas Schinkel
Bis zu 500 Flüchtlinge sollen übergangsweise im Maritim Hotel untergebracht werden. Quelle: Heusel (Archiv)
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Hannover

„Das ist ein Signal, dass Flüchtlinge in der Mitte der Stadt aufgenommen werden“, sagt SPD-Baupolitiker Ewald Nagel. Sein Fraktionskollege Martin Hanske rät zugleich, dass die Stadt eine Verlässlichkeit für den Eigentümer und Investor des Hotels schaffen müsse. „Zwei Jahre Unterbringung halte ich für die maximale Dauer“, sagt Hanske. Danach müsse die Stadt andere Lösungen finden. CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk warnt davor, den Investor unter Druck zu setzen. „Wenn er mit der Kernsanierung früher beginnen will, muss die Stadt das akzeptieren“, sagt er. Die Stadt dürfe keine Bedingungen stellen.

Auf der Immobilienmesse Expo-Real in München waren am Montag die Umbaupläne für das Maritim Hotel vorgestellt worden. Zugleich kündigte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) an, das Hotel als Unterkunft für Flüchtlinge nutzen zu wollen. Mit dem Investor, der Berliner Intown-Gruppe, verhandele er derzeit über die Modalitäten. Bis die ersten Bauarbeiter anrücken, dürften bis zu zwei Jahre vergehen, weil die Bauplanung zunächst vorbereitet werden muss.

„Das Hotel in dieser Zeit als Unterkunft zu nutzen, halte ich für plausibel“, sagt Grünen-Baupolitiker Michael Dette. Schließlich handele es sich um einen „Beherbergungsbetrieb“, der nicht eigens hergerichtet werden müsse. „Da ist ja alles schon drin“, sagt Dette. SPD-Mann Hanske sieht in dem provisorischen Flüchtlingsquartier dennoch nur eine Notlösung. „Letztlich ist der Plan der besonderen Situation geschuldet, dass immer mehr Menschen zu uns kommen“, sagt Hanske. Er ist überzeugt, dass Hannover es schafft, die Menschen aufzunehmen und zu integrieren. „Wenn nicht wir, wer denn sonst?“, fragt Hanske.

Hannovers Tourismus-Chef Hans Nolte wünscht sich allerdings, dass das Maritim Hotel noch ein paar Monate länger betrieben wird. „Wir haben im ersten Halbjahr 2016 zwei besucherstarke Messen“, sagt er. Für Cebit und Hannover Messe müsse es genügend Übernachtungskapazitäten in Hannover geben. Der Ausfall des großen Maritim Hotels reiße eine Lücke, die kompensiert werden müsse. „Ich hoffe, dass es eine Übergangsfrist von ein paar Monaten gibt, bevor der Betrieb im Maritim eingestellt wird“, sagt Hannovers Tourismus-Chef.

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