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Flughafen Hannover zieht positive Bilanz

Mehr Passagiere und mehr Fracht Flughafen Hannover zieht positive Bilanz

Der Luftfahrtbranche geht es vor allem dank niedriger Kerosinpreise wieder gut. Nach Jahren des Darbens glänzen die Bilanzen der Airlines und auch der Airports wieder. Auch der Flughafen Hannover/Langenhagen kann sich über kräftige Zuwächse freuen.

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Der Flughafen Hannover/Langenhagen blickt positiv auf das Jahr 2015 zurück.

Quelle: dpa

Hannover. Deutschlands große Verkehrsflughäfen haben im Vorjahr mit einem satten Passagierzuwachs abgeschlossen. "Wir dürften 2015 bei einem Wachstum von knapp vier Prozent gelandet sein und können auf unseren Flughäfen von rund 216 Millionen Passagiere ausgehen", sagte Markus Engemann von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) der Deutschen Presse-Agentur.

Obwohl noch nicht alle Flughäfen ihre Verkehrszahlen fürs vergangene Jahr vorgelegt haben betonte er: "Grundsätzlich ziehen wir für den gesamten Luftfahrt-Standort Deutschland eine positive Bilanz." Begünstigt wurde der Luftverkehr durch niedrige Kerosinpreise, die vielen Airlines nach jahrelanger Durststrecke wieder Profite bescherte. Wachstum verzeichneten neben den klassischen Verkehrsdrehscheiben vor allem die mittelgroßen deutschen Flughäfen.

Als exemplarisch gilt der Flughafen Hannover mit knapp 5,5 Millionen Passagieren und 14 000 Tonnen Luftfracht. "Wir hatten 2015 gut drei Prozent mehr Passagiere und 70 Prozent mehr Luftfracht", erklärte Geschäftsführer Raoul Hille. Das Vorsteuer-Ergebnis lag 2015 nach den noch vorläufigen Zahlen bei 3,3 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen). "Trotz unserer Investitionen schreiben wir schwarze Zahlen und sind wieder dividendenfähig", sagte Hille, der auch fürs laufende Jahr eine positive Prognose gibt: "2016 gehen wir wieder von einem Vorsteuer-Ergebnis mit drei- bis vierprozentigem Wachstum aus."

Der Airport, auf dem US-Präsident Barack Obama im April bei seinem Besuch der Hannover-Messe im April landen dürfte, soll in den nächsten zehn Jahren durch ein erneuertes Vorfeld zukunftssicher gemacht werden. Anfragen von den US-Behörden für eine Landegenehmigung gab es bisher allerdings noch nicht, so Hille. Den sprunghaften Anstieg der Luftfracht erklärt er mit der Neuansiedlung des Logistikunternehmens TNT. Über Hannovers neuen Frachtterminal transportiert unter anderen auch Volkswagen Material und Bauteile, aber auch sogenannte Erlkönige (seriennahe Prototypen).

Auch für den Transport von Organspenden ist der Airport eine wichtige Drehscheibe. "Wir sind gut aufgestellt für zukünftiges Wachstum", sagte Hille mit Hinweis auf das breit aufgestellte Leistungsspektrum des Airports, das ihn nicht von einigen wenigen Gesellschaften abhängig macht. Bei den 70 bis 80 Direktverbindungen sind Langstrecken eher die Ausnahme. Mit Blick auf die in Niedersachsen angesiedelten Großunternehmen meint Hille: "Der Markt würde es hergeben für die USA und China."

Hannover ist Norddeutschlands einziger Verkehrsflughafen, der rund um die Uhr angeflogen werden kann. Mit seinen drei Landebahnen ist er zwar für bis zu 80 Starts und Landungen pro Stunde ausgelegt, kommt zur Zeit aber im Schnitt nur auf 31 Flugbewegungen. Je nach Saison fertigt er zwischen 6000 und 20 000 Passagiere täglich ab; Gesellschafter sind die Stadt Hannover, das Land Niedersachsen und der Betreiber des Flughafens in Frankfurt, die Fraport AG. Durch die Ansiedlung von Deutschlands viertgrößter Fluggesellschaft - TuiFly - sowie einen großen Wartungsbetrieb des Triebwerkherstellers MTU kommt ihm über die Landesgrenzen hinaus eine herausragende Bedeutung zu.

lni

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