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Flughafen Hannover richtet sich auf drohenden Lotsen-Streik ein

Krisenpläne Flughafen Hannover richtet sich auf drohenden Lotsen-Streik ein

Auch der Flughafen Hannover richtet sich auf den drohenden Streik der Fluglotsen ein. Die Krisenpläne wurden bereits durchgesprochen, für den Arbeitskampf sei der Airport vorbereitet.

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Quelle: dpa

Hannover. Die Airports im Nordwesten haben sich am Mittwoch auf den drohenden Streik der Fluglotsen vorbereitet. Der Flughafen Bremen kritisierte die Ankündigung der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) scharf, am Donnerstag zwischen 6.00 Uhr morgens und 12.00 Uhr mittags die Arbeit niederzulegen. „Wir weisen die Reisenden schon jetzt darauf hin, dass sie sich im Streikfall an ihre Airlines richten sollten“, hieß es. Die Behinderungen im Luftverkehr mit tausenden Flugausfällen würden mitten in die Urlaubszeit fallen.

Der Bremer Flughafenbetreiber hatte kein Verständnis für die Aktion der Fluglotsen-Gewerkschaft: „Es ist bedauerlich, dass ein Tarifstreit auf dem Rücken der Fluggäste, der Airports und aller dazugehörigen Dienstleister ausgetragen wird. Wir hoffen auf ein möglichst schnelles Ende der Streiks.“ Sobald es Informationen über Flugausfälle gebe, würden diese ins Internet gestellt.

Am Flughafen Hannover-Langenhagen wurden bereits Krisenpläne für einen Ausstand der Lotsen durchgesprochen. „Ein Streik wäre bitter für uns. Wir werden aber alles tun, um den Flugbetrieb so weit wie möglich aufrecht zu erhalten“, erklärte ein Sprecher. Wie in Bremen würden auch hier Daten zu eventuellen Ausfällen auf der Homepage des Airports angegeben. Am späten Nachmittag gab es jedoch noch keine Einschätzung dazu, wie viele Verbindungen betroffen wären oder welchen Umfang der von den Lotsen angebotene Notdienst habe.

Der Reiseveranstalter Tui rüstete sich ebenfalls für den angekündigten Streik. Ein Ersatzflugplan sei ausgearbeitet, fünf Maschinen der Gesellschaft Tuifly flögen zeitversetzt schon am frühen Morgen ab, teilte das Unternehmen in Hannover mit. Alle betroffenen Kunden seien bereits informiert worden, ab spätestens 20.30 Uhr (Mittwoch) sollen die neuen Abflugzeiten im Netz stehen. Sollte es zum Streik kommen, wären 144 Flüge und 5800 Passagiere betroffen. Sie müssten mit längeren Wartezeiten rechnen.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) kämpfte mit juristischen Mitteln gegen die Pläne der Lotsen. Sie beantragte am Mittwoch vor dem Frankfurter Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung gegen den beschlossenen Streik. Auch der Beginn eines Schlichtungsverfahrens mit anschließender Friedenspflicht wurde zunächst nicht ausgeschlossen. Bundesweit organisierten mehrere Flughäfen zusätzliches Personal, um die drohenden Verzögerungen aufzufangen.

frx/dpa

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