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Aus der Stadt Flughafen Hannover verzeichnet steigende Passagierzahlen
Hannover Aus der Stadt Flughafen Hannover verzeichnet steigende Passagierzahlen
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18:02 01.06.2011
Von Bernd Haase
Steil aufwärts: Der Flughafen in Hannover hat die größten Zuwächse bei den Passagierzahlen in Norddeutschland. Quelle: dpa
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Nach dem vergleichsweise mageren Jahr 2010 befindet sich der Flughafen Hannover wieder in der Erfolgsspur. Laut Statistiken der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) liegen die Langenhagener derzeit bundesweit im vorderen Bereich, was die Zuwachsraten bei den Passagierzahlen angeht. Unter den norddeutschen Konkurrenten sind sie sogar die Nummer eins. Geschäftsführer Raoul Hille erwartet denn auch, dass das Unternehmen als einer der wenigen deutschen Verkehrsflughäfen schwarze Zahlen schreibt.

Im vergangenen Jahr hatte vor allem das von isländischer Vulkanasche verursachte Flugverbot den Flughäfen die Bilanz verhagelt. „Außerdem profitieren wir vom Anziehen der Konjunktur“, sagt Hille. Die Konsequenz: Von Januar bis April steigerte sich das Passagieraufkommen in Langenhagen gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 15,7 Prozent. Im Bundesschnitt betrug die Zuwachsrate 10,8 Prozent. Von den Konkurrenten im norddeutschen Raum schaffte Hamburg 10,4 Prozent, Bremen 5,4 Prozent und Münster/Osnabrück magere 0,9 Prozent. „Wir wollen dieses Jahr 5,3 Millionen Passagiere schaffen, langfristig sechs Millionen“, sagt Hille. Der Umsatz habe zuletzt 143 Millionen Euro betragen. 60 Prozent des Passagieraufkommens entfielen auf die Touristik.

Neue Linienverbindung für Frachtflüge

Nach Einschätzung des Geschäftsführers kommt dem Langenhagener Flughafen zugute, dass er nicht auf Gedeih und Verderb von einer Airline abhängig ist. Marktführer in Hannover ist nach wie vor AirBerlin mit 24 Prozent. Die Lufthansa bringt es zusammen mit ihrer Tochter Condor auf 19, Germanwings auf 13 und TUIfly auf zwölf Prozent Anteil. Das hannoversche Reiseunternehmen hat mittlerweile eine weitere Maschine in Langenhagen stationiert. Germanwings hat sein Angebot neu sortiert und bedient in Italien jetzt Neapel, Venedig, Bari und Catania. Außerdem stehen Izmir und Korfu im Flugplan. Hille erklärte, man werde auch weiterhin keinen Billiganbieter nach Langenhagen holen, der sich dafür bezahlen lasse, dass er komme. „Das passt nicht zu unserer Strategie und würde den Markt kannibalisieren. Dafür gibt es keinen Grund“, betonte er.

Der schon seit Längerem angestrebte Schub im Frachtgeschäft ist, bedingt durch die Wirtschaftsflaute, noch nicht so vehement wie erwünscht eingetreten. Das liegt daran, dass sich der Bau des Frachtterminals auf dem Flughafengelände durch Garbe-Logistik mehrfach verzögert hat. Im kommenden Jahr soll die 42 Millionen Euro teure Immobilie in Betrieb gehen. „Dann wird es auch eine Linienverbindung für Frachtflüge geben“, kündigte Hille an. Der Flughafenchef betonte, Frachtflug sei entgegen einer verbreiteten Ansicht nicht hauptsächlich ein Nachtfluggeschäft: „Das weitaus meiste wird am Tag geflogen.“

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