Der Anspruch des Förderpreises der TUI-Stiftung ist hoch: Mit dem Preis sollen Projekte gewürdigt werden, die „Toleranz, Gewaltfreiheit und individuelle Vielfalt stärken und mit Spaß für ein gemeinsames Miteinander eintreten“, sagte TUI-Vorstand Peter Engelen. „Gemeinsam in Hannover – wir sind die Zukunft“ hatte die TUI den mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Preis genannt und eine namhafte Jury angeworben: Außer TUI-Vorstandschef Michael Frenzel, Vorstandsmitglied Rainer Feuerhake und Weil entschieden Landesbischöfin Margot Käßmann, HAZ-Chefredakteur Ulrich Neufert und die Integrationsbeauftragte des Landes, Honey Deihimi, über die Preisvergabe.
Einstimmig votierte die Jury aus 77 Projekten, die sich beworben hatten, für die IGS Linden und ihre Initiative „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Sie umfasst zahlreiche Einzelprojekte, die in ihrer Gesamtheit dazu beitragen sollen, die soziale Not einzelner Schüler zu lindern und die Chancengleichheit zu erhöhen. So sei es an der IGS mittlerweile ganz selbstverständlich, dass ältere Schüler beim Projekt „Lernfrühling/Leseherbst“ Kindern aus Zuwandererfamilien in den Ferien Nachhilfe geben. „Wir tun das so, dass alle Spaß dabei haben“, erklärte der 17-jährige Teamleiter Steffen Gleixner nach der Preisverleihung. „Zum Beispiel mit Mathebingo oder einer englischen Schnitzeljagd.“
Begeistert zeigte sich die Jury über die Anzahl und die Qualität der Bewerbungen: „Die Auswahl fiel uns so schwer, dass wir drei Sonderpreise vergeben mussten“, sagte Landesbischöfin Margot Käßmann. Für die Sonderpreise erhöhte die TUI-Stiftung das Preisgeld noch einmal um insgesamt 3000 Euro, und bei der Auswahl bewies die Jury ein glückliches Händchen: Der Großelterndienst des Diakonischen Werkes, der Senioren als Kinderbetreuer vermittelt, wurde ebenso prämiert wie die „Kooperation Primastufe“ der Wilhelm-Schade-Schule, bei der Kinder mit geistiger Behinderung gemeinsam mit nicht behinderten Kindern unterrichtet werden. Auch das Programm „Freundlich und Fair“ der Grundschule Goetheplatz wurde prämiert. Ein Schüler erklärte Moderator Spaxx die Idee: „Es gibt immer Streit, das kann man nicht ändern“, sagte er weise. „Aber es ist nicht schwer, Streit zu schlichten – und das gibt ein gutes Gefühl.“
Um auch die Projekte zu würdigen, die gestern nicht prämiert wurden, wird die HAZ die Initiativen in einer Serie vorstellen, kündigte Chefredakteur Ulrich Neufert an. Im März 2010 beginnt die Bewerbungsphase für den nächsten Förderpreis, sagte TUI-Vorstand Engelen – und versprach: „Auch wenn es noch mehr Einsendungen werden sollten, wir schaffen das schon!“
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