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Aus der Stadt Förderschüler ziehen nach Bothfeld
Hannover Aus der Stadt Förderschüler ziehen nach Bothfeld
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17:38 09.03.2017
Die Maximilian-Kolbe-Schule im Heideviertel wird geschlossen. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Im Sommer 2018 werden nun auch die Martin-Luther-King-Schule in Oberricklingen und die Maximilian-Kolbe-Schule im Heideviertel geschlossen. Die verbliebenen Schüler werden zur Bothfelder Albrecht-Dürer-Schule geschickt. 2022 ist auch in Bothfeld Schluss. Der Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide hatte bereits Ende Februar dem Antrag der Verwaltung auf Aufhebung der beiden Standorte zugestimmt. Der Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld folgte nun – allerdings gegen die Stimmen der CDU-Vertreter.

CDU-Fraktionschef Maximilian Oppelt erklärte, dass seine Fraktion die Auflösung der Förderschulen für den falschen Weg halte. Die Eltern sollten auch künftig zwischen Regelschule und Förderschule wählen können. Dies, so räumte Oppelt ein, setze allerdings eine Korrektur des niedersächsischen Schulgesetzes voraus. Die Grünen erinnerten daran, dass der Abschied von Förderschulen letztlich eine jahrelange Forderung betroffener Eltern gewesen sei. Vonseiten der SPD hieß es, nicht die Inklusion - der gemeinsame Unterricht von Behinderten und Nicht-Behinderten - sei problematisch, sondern einzig die gegenwärtige Umsetzung der Inklusion. Notwendig seien mehr Lehrer.

Bereits 2012 war beschlossen worden, ab dem Schuljahr 2013/2014 an den Förderschulen „Lernen“ im Primarbereich keine neuen Schüler mehr aufzunehmen. Von diesem Sommer an gilt der Aufnahmestopp auch für den Sekundarbereich. Aktuell werden an den drei verbliebenen Schulen noch insgesamt 324 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Zum Schuljahr 2018/2019 werden es laut Verwaltung noch etwa 180 sein. 2022 dürften die letzten Jahrgänge die Albrecht-Dürer-Schule verlassen.

Was dann mit der Albrecht-Dürer-Schule geschieht, ist noch nicht entschieden. Die SPD-Fraktion im Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide möchte das Gebäude weiter als Schulstandort nutzen. Insgesamt stiegen die Schülerzahlen im Stadtbezirk und die Klassenräume würden daher knapp, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Heinrich.

Von Gabi Stief und Nadine Wolter

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