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Förderschule auf der Bult feiert Richtfest

Umzug 2018 Förderschule auf der Bult feiert Richtfest

Täglich beobachtet Kathrin Nippold, wie es vorangeht. Die Leiterin der Förderschule auf der Bult und die Jugendlichen, die sie unterrichtet, können aus direkter Nähe zuschauen, wie der Neubau der Schule in die Höhe wächst. Zwölf Meter sind es, verteilt auf drei Etagen - und das wurde am Dienstag beim Richtfest gefeiert.

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Schutzraum für verhaltensauffällige Schüler: Hauke Jagau lobt das Konzert der Schule auf der Bult. 

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Nach den Sommerferien 2018 folgt der Umzug: Dann verlassen die 180 Förderschüler den benachbarten Altbau aus den Siebzigerjahren und ziehen in das neue moderne Schulgebäude.

„Förderzentrum für emotionale und soziale Entwicklung“ wird die Schule auf der Bult fortan heißen. 21 Millionen Euro investiert die Region Hannover in den Komplex, der seit Langem beschlossen war. Nach dem Entschluss, in Niedersachsen statt Förderschulen Inklusion, den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Handicap, zu fördern, wurden die Planungen gestoppt.

Auf der Bult wird ein mordernes Förderzentrum gebaut - im Sommer 2018 soll es bezugsfertig sein.

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Nun läuft alles nach Plan, termingerecht. „Hier entsteht eine Lernwelt, die den Schülerinnen und Schülern ganz neue Möglichkeiten eröffnet“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau beim Richtfest. „Die jungen Menschen, die hier zur Schule gehen, brauchen eine besondere seelische Betreuung.“ Das Förderzentrum biete ihnen einen Schutzraum, bis sie wieder in die Regelschule zurückkehren könnten. Durchschnittlich zwei Jahre bleiben die verhaltensauffälligen Schüler in der Obhut der Bult-Lehrer.

Auch ein helles, freundliches Gebäude mit genügend Rückzugsräumen könne zur sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder beitragen, erklärt Schulleiterin Nippold. Dafür biete der Neubau mit seinen 124 Räumen beste Bedingungen. Die Unterrichtsräume bilden eine Einheit mit sogenannten Differenzierungsräumen, die über Glastüren verbunden sind. Das gesamte nach den Entwürfen des Architekturbüros Ahrens Grabenhorst gestaltete Gebäude wird durch überdachte Hallen erschlossen, in die viel Tageslicht einfällt.

Wichtig ist Nippold auch: „Wir haben endlich mehr Platz.“ Im bestehenden Gebäude sei es schon lange zu eng gewesen. Seit Beginn der Bauarbeiten vor neun Monaten hat sich die Situation noch einmal verschärft: Der Südtrakt des Altbaus wurde bereits abgerissen, um an dessen Stelle das neue Gebäude zu errichten. Die Schüler müssen also noch mehr zusammenrücken. Doch ein Ende ist absehbar.

Wenn das neue Förderzentrum im kommenden Sommer bezogen ist, rücken noch einmal die Bagger an. Dann wird die alte Schule komplett abgerissen. Danach sind die Landschaftsarchitekten am Zug: Das Büro nsp wird das 23 000 Quadratmeter große Grundstück auf der Bult als „modellierte Landschaft“ gestalten. Mit viel Platz zum Spielen und Toben.

Langer Vorlauf für den Förderschulneubau

180 Schüler besuchen die Förderschule auf der Bult. Die Kinder und Jugendlichen, die von der ersten bis zur neunten Klasse unterrichtet werden, haben Verhaltensauffälligkeiten im emotionalen und sozialen Bereich. Das äußert sich etwa in erhöhtem Aggressionspotenzial oder autistischen Störungen. Die Schüler brauchen besondere Zuwendung. Daher sind immer nur maximal zwölf Kinder in einer Klasse; sie werden von insgesamt 60 Lehrern sowie 20 Sozialpädagogen und anderen Fachkräften betreut.
Der Neubau der Schule war bereits 2013 geplant. Seinerzeit setzte die rot-grüne Landesregierung aber voll auf Inklusion und entschied, Förderschulen Schritt für Schritt in die Regelschulen einzugliedern. Nach Kritik von Eltern wurde beschlossen, Förderschulen für verhaltensauffällige Kinder doch zu erhalten. Auch Sprachförderschulen haben nun Bestandsschutz. Darum blieben die Kinder der Groß-Buchholzer Albert-Liebmann-Sprachförderschule in ihrem Gebäude, und die Bult-Schüler zogen nicht dort ein – sondern bekommen einen Neubau.

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