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Forscher für regenerative Medizin stellen Ideen vor

Auf der Ideenexpo Forscher für regenerative Medizin stellen Ideen vor

Können wir in Zukunft Organe aus dem Körper nehmen, sie reparieren und wieder einsetzen? Herzspezialist Axel Haverich von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist davon überzeugt. Forscher für regenerative Medizin stellen auf der Ideenexpo ihre Projekte vor. 

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Stellt bei der Ideenexpo seine Arbeit vor: Herzspezialist Axel Haverich will Organe außerhalb des Körpers behandeln. 

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Der Sprecher des Forschungsverbunds Rebirth berichtet, dass es im Tierversuch bereits gelungen ist, eine schwere Lungenentzündung außerhalb des Körpers zu heilen. „Antibiotika wirken bei hohen Temperaturen besser, die im Körper aber schädlich wären.“ Bei Rebirth entwickeln Mediziner, Biologen und Ingenieure eine ganze Reihe spektakulärer Dinge: Sie forschen an einem biologischen Herzschrittmacher aus Herzmuskelzellen oder vermehren weiße Blutkörper von Patienten und setzen sie zur Infektionsabwehr ein.

Organe aus dem Reagenzglas: Forscher für regenerative Medizin stellen auf der Ideenexpo ihre Projekte vor

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Bei der Ideenexpo stellen die Wissenschaftler ihre Arbeit vor - in mehreren fünf Meter hohen Kuppelzelten, die an Zellhaufen erinnern. Innen zeigen futuristisch anmutende Exponate wie Blut, Herz, Lunge und Leber in Zukunft auf biologischem Weg regeneriert werden könnten. Bekannt ist bereits, dass Bewegung der Zellalterung vorbeugt. Draußen vor den Zelten können Besucher sich deshalb „Lebenszeit erradeln“. Lichtkünstler Franz Betz hat dazu einen Fitness-Parcours gestaltet.

Insgesamt stellen 58 wissenschaftliche Institutionen auf der Ideenexpo auf rund 6000 Quadratmetern aus und regen die jungen Besucher zum Mitmachen an. Der Forschungsverbund für regenerative Medizin Rebirth, an dem neben MHH und Leibniz-Uni weitere Einrichtungen beteiligt sind, nimmt davon bereits 1000 Quadratmeter ein. An einem eigenen Stand der MHH geht es um die Themen Hören und Sehen.

„Die Ideenexpo ist eine wunderbare Gelegenheit, komplizierte Sachverhalte verständlich zu machen, die für uns alle lebensentscheidend sind“, betont Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic. Steuerzahler erfahren so, was für wissenschaftliche Projekte mit ihrem Geld finanziert werden. „Und Schüler erhalten oft die Initialzündung für ihr Studium.“

So bringt das Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven am 10. und 11. Juni ein „Polarcamp“ mit, in dem der Forscher- und Expeditionsalltag in der Antarktis nachvollziehbar wird. Die HAWK Hildesheim und ein Fraunhofer-Institut stellen einen speziellen Kamm vor, der mit einem Plasma Kopfläuse wirkungsvoll abtötet. Für Menschen ist die Behandlung unschädlich, sie kommt ohne aggressive chemische Wirkstoffe aus. Im Hochschul-Camp laufen Vorlesungen und Workshops für Schüler der Sekundarstufe II.

„Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sind wichtig, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken“, sagt Olaf Brandes, Geschäftsführer der Ideenexpo. Partner aus der Wissenschaft trügen deshalb maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Die Ideen-Expo läuft vom 10. bis 18. Juni auf dem Messegelände. Der Eintritt ist frei.

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