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Das müssen Sie zur Kommunalwahl wissen

Fragen und Antworten Das müssen Sie zur Kommunalwahl wissen

Am Sonntag wurde in Niedersachsen gewählt. Doch worüber konnten die Bürger in Hannover und der Region eigentlich abstimmen? Wer durfte wählen, wer nicht? Welche Parteien standen zur Wahl? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Wahlsonntag.

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Briefwähler konnten bereits vorab ihre Stimme abgeben, alle anderen Bürger in Hannover und der Region sind von 8 bis 18 Uhr zur Wahl aufgerufen.

Quelle: dpa/M

Was wird gewählt? 

In Hannover wurden die Regionsversammlung , der Rat   der Stadt sowie die Stadtbezirksräte gewählt. In den 20 Umlandkommunen standen neben der Regionsversammlung jeweils der Rat der Stadt bzw. der Gemeinde sowie in vielen Städten und Gemeinden die jeweiligen Ortsräte zur Wahl. Im Klartext: Die Bürger entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren in der Region Hannover, den Landkreisen und Städten bestimmen wird, wo es politisch lang geht. In der Regionsversammlung werden Dinge entschieden, die über die Stadtgrenzen hinaus von Bedeutung sind – Müll, öffentlicher Bus- und Bahnverkehr, Krankenhäuser oder Jugendhilfe beispielsweise. Die Räte der Städte und Gemeinden befassen sich mit den Angelegenheiten innerhalb ihres Gebietes. Dazu zählen die Planung von Wohn- und Gewerbegebieten, die allgemeinbildenden Schulen, Kindergärten, das Straßennetz, Kultur- und Sportförderung, um nur einen kleinen Ausschnitt zu nennen.

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Alles zur Kommunalwahl auf einen Blick

Umfangreiche Informationen zu den Kommunalwahlen 2016 in der Region Hannover finden Sie auf unserer Themenseite.

Wann stehen die Ergebnisse fest?

Die Auszählung der Wahl begann unmittelbar nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr, symbolisiert durch das Auskippen der Wahlurnen. Bei Kommunalwahlen kann es sich bis gegen Mitternacht hinziehen, bis die endgültigen Ergebnisse feststehen. Hochrechnungen gibt es keine. Den aktuellen Stand der Auszählungen können Sie im Liveticker hier auf HAZ.de verfolgen. Wenn Sie aus der Region kommen, sehen Sie den Stand der Auszählungen hier:

Hier gelangen Sie am Sonntag zum aktuellen Stand der Wahl in Ihrer Kommune
  Barsinghausen   Burgdorf   Burgwedel   Garbsen
  Gehrden   Hemmingen   Isernhagen   Laatzen
  Langenhagen   Lehrte   Neustadt   Pattensen
  Ronnenberg   Seelze   Sehnde   Springe
  Uetze   Wedemark   Wennigsen   Wunstorf

Wer durfte wählen?  

Wahlberechtigt waren in der Landeshauptstadt am 11. September rund 411.000 Personen. Vor fünf Jahren waren es 393.000. Rund 21.600 Personen waren erstmals bei Kommunalwahlen wahlberechtigt, gut 7.600 nahmen überhaupt zum ersten Mal an einer Wahl teil. Anders als bei Bundestags- und den meisten Landtagswahlen (Ausnahme Bremen) waren bei den Kommunalwahlen bereits 16-Jährige wahlberechtigt.

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Und wer nicht?

Wer wählen wollte, musste seit mindestens drei Monaten im jeweiligen Wahlgebiet, in dem er wählen woltle, seinen Wohnsitz haben. Heißt: Wer erst kürzlich den Wohnort gewechsel hat, erhielt keine Wahlbenachrichtigung. Bürger mussten zudem ins Wählerverzeichnis eingetragen sein oder einen Wahlschein besitzen und durften nicht aufgrund einer zivil- oder strafrechtlichen Gerichtsentscheidung vom Wahlrecht ausgeschlossen sein.

Wie wurde gewählt?

Es gab je einen Stimmzettel für jede Wahl. Dabei konnten Sie, anders als bei Bundestags- und Landtagswahlen, auf jedem Stimmzettel drei Kreuze machen. Sie hatten für jeden Stimmzettel drei Stimmen! Dabei konnte jeder Wähler politisch streuen. Er konnte seine Stimmen entweder alle einer Partei oder einem Kandidaten geben, das nennt der Wahlfachmann kumulieren. Er konnte sie aber auch auf Parteien und Kandidaten verteilen, das heißt dann panaschieren.

Wer sind die Kandidaten?

Insgesamt knapp 1.600 Männer und Frauen bewarben sich bei den Kommunalwahlen für den Rat der Landeshauptstadt und die 13 Stadtbezirksräte. 611 Bewerbungen gab es für die 64 Mandate im Rat der Landeshauptstadt, 984 für die 259 Mandate in den Bezirken. Für die Regionsversammlung gab es 74 Sitze zu verteilen, um sie bewarben sich 694 Kandidaten.

Welche Parteien standen zur Wahl?

In Hannover wollten 14 Parteien im Rat politisch mitreden, darunter die sieben jetzigen Ratsparteien SPD, CDU, Grüne, Linke, FDP, Hannoveraner und Piraten. Zu den auffälligsten neuen Konkurrenten zählen die argwöhnisch beäugte und zuletzt recht erfolgreiche AfD sowie die BIG. Sie gilt als eine Art deutscher Vorposten der türkischen Regierungspartei AKP, ist aber noch nie durch gute Wahlresultate auffällig geworden.

Wie sahen die Stimmzettel aus?

Die Wahlzettel sind vom Aufbau her gleich, unterscheiden sich jedoch farblich. So sollte sichergestellt werden, dass es keine Verwechslung beim Einwerfen der Zettel in die Urnen gibt. 

Gibt es eine Fünf-Prozent-Hürde?

Die Parteien und Einzelbewerber mussten anders als bei Landtags- und Bundestagswahlen keine Fünf-Prozent-Hürde beim Stimmenanteil überspringen, um in ein Gremium einzuziehen. Bei der Wahl zur Regionsversammlung reichten dafür rund 1,3 Prozent der abgegebenen Stimmen, beim Rat der Stadt Hannover knapp 1,6 Prozent.

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