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Aus der Stadt Francesca-&-Fratelli übernimmt das Ex-Spago
Hannover Aus der Stadt Francesca-&-Fratelli übernimmt das Ex-Spago
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00:16 23.05.2016
„Wir wollen einen unverkrampften Laden“: Makler Jörg Henschel (links) und Wirt Kadir Elveren vor dem früheren Spago. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Es ist ein mutiger Schritt - selbst für jemanden, der zuletzt eine erfolgreiche Neueröffnung nach der anderen hingelegt hat. Aber das Spago? Diese riesige Gastronomie in der Calenberger Esplanade, mit Hunderten Plätzen und rund 800 Quadratmetern Gesamtfläche? Seit mehr als zwei Jahren steht das Restaurant leer, der frühere Betreiber Michael Bergner hatte im Februar 2014 wegen sinkender Umsätze das Handtuch geworfen. Ende September sollen sich die Türen wieder öffnen - und drinnen empfängt dann Kadir Elveren die Gäste. Dann heißt das Restaurant auch nicht mehr Spago, sondern Francesca & Fratelli.

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Markler Jörg Henschel und Francesca&Fratelli-Wirt Kadir Elveren im Gespräch.

Mit ihrer Pizza-Manufaktur haben der 39-Jährige und seine Frau Francesca inzwischen ein kleines Imperium in Hannover aufgebaut. Die Keimzelle Mio Mio in Linden, das Francesca & Fratelli auf der Limmerstraße, gegenüber die Weinbar, Filialen auf dem Engelbosteler Damm und in der Seilwinderstraße: Über einen Mangel an Arbeit und Einsatzorten kann sich das Ehepaar nicht beschweren. Aber das Spago hatte es Elveren schon lange angetan. „Seit Jahren habe ich ein Auge darauf geworfen“, gesteht er. Dass er am Ende den Zuschlag bekommen hat, ist nicht zuletzt Makler Jörg Henschel zu verdanken. Er schaffte es, den Eigentümern der Passage das Konzept der Elverens schmackhaft zu machen. „Wir wollten hier einen unverkrampften Laden haben, in dem die Leute sich so wohl fühlen, dass sie auch wiederkommen“, sagt Henschel. Mehrere Systemgastronomen hätten großes Interesse an der Immobilie gehabt, am Ende habe Elverens Idee eines individuellen italienischen Restaurants nach dem bewährten Francesca-Muster aber am meisten überzeugt.

Bis die ersten Pizzen in der Esplanade aus dem aus dem Ofen kommen, wartet aber noch jede Menge Arbeit auf die neuen Betreiber. Die leeren Räume offenbaren heftige Abnutzungsspuren, und auch die Aufteilung wollen die Elverens etwas modifizieren. So sollen einige Wände zum Küchenbereich durch Glas ersetzt werden, um mehr Licht und Transparenz zu schaffen. Böden müssen geschliffen, Leitungen erneuert, Sanitärbereiche den aktuellen Bauvorschriften angepasst werden. Der halbrunde Barbereich wird auch künftig als Bar genutzt, in der allerdings auch gegessen werden kann. Im großen Hauptraum wird der Pizzaofen stehen, davor wird Platz für rund 40 Gäste sein. Insgesamt bietet die vordere Hälfte des Lokals 130 Besuchern Platz, im hinteren Bereich können weitere 100 bis 120 unterkommen. Diesen hinteren Raum wollen die Elverens vor allem für Veranstaltungen wie Hochzeiten und Familienfeiern nutzen - auch für diese Events gibt es schon viele Ideen wie etwa die, auf einer Reihe von Monitoren eine Dia-Show der Gäste durchlaufen zu lassen.

Auf der Karte werden Pizza, Pasta, Salate, Fleisch- und Fischgerichte stehen, der Küchentrakt ist groß genug für jedwede denkbare Zubereitung. Es wird, daran ist nicht zu rütteln, ein Riesenprojekt, das die Gastronomen da stemmen wollen. Aber Angst, so versichert Elveren, habe er nicht - solange Pizza gegessen wird, werde das schon laufen. Das Erfolgsrezept, in jedem Restaurant jemanden aus der Familie als „Statthalter“ einzusetzen, wird im Spago übrigens auf die Spitze getrieben: Der Chef selbst wird dort allabendlich als Gastgeber fungieren. Und im Grunde kann er es kaum noch erwarten, sein langersehntes Lieblingsprojekt anzugehen: „Hier bin ich endlich angekommen.“

Von Stefanie Gollasch

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