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Aus der Stadt Sohn erschlägt seine Mutter im Streit
Hannover Aus der Stadt Sohn erschlägt seine Mutter im Streit
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21:41 29.03.2015
Von Tobias Morchner
Bei einem Streit in der Nordstadt ist eine Frau am Sonnabend ums Leben gekommen. Quelle: Elsner
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Nordstadt

Ein Streit zwischen einer Mutter und ihrem 27 Jahre alten Sohn ist am Sonnabend in der Nordstadt eskaliert. Was der Grund für die Auseinandersetzung war, ist bislang unklar. Fest steht nur, dass der Sohn auf die 53-Jährige losging und dabei offenbar vollständig ausrastete. Er trat und schlug so lange auf die Frau ein, bis diese regungslos am Boden lag. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der 53-Jährigen feststellen.

Die gebürtige Holländerin Ruth K. lebte sehr zurückgezogen mit ihrem Sohn in der Hochparterre-Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Tulpenstraße. Eines der Fenster der Wohnung ist mit einem Bettlaken verhängt. „Man hat die beiden kaum gesehen – und wenn dann hat man sich höchstens kurz gegrüßt, mehr aber auch nicht“, sagt eine Nachbarin. Seit dem frühen Sonntagmorgen kleben zwei gelbe Siegel der Polizei an der Eingangstür. Die Räume dahinter hatten sich wenige Stunden zuvor in einen Tatort verwandelt. Noch ist unklar, warum Ruth K. mit ihrem Sohn aneinandergeraten war.

Gegen 22.30 Uhr spitzte sich die Situation in der Wohnung offenbar immer stärker zu. Der Sohn soll seine Mutter dabei so heftig attackiert haben, dass sie dabei ums Leben kam. Als sie sich nicht mehr regte, griff der 27-Jährige zum Telefon und alarmierte die Polizei. „Ich habe meine Mutter umgebracht“, soll der junge Mann gesagt haben.

Eine Frau ist in der Nordstadt tödlich verletzt worden. Offenbar war es in der Wohnung in der Tulpenstraße zu Familienstreitigkeiten gekommen.

Die Polizei schickte umgehend mehrere Streifenwagen, einen Rettungswagen und einen Notarzt in die Tulpenstraße. Doch die Helfer konnten nichts mehr für die schwer verletzte Ruth K. tun. Ihre Leiche wurde noch am Sonntag in der Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule obduziert. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt. Den 27-Jährigen nahmen die Beamten noch am Tatort fest. Er leistete keinen Widerstand.

Bis in die Nacht hinein suchten die Kriminaltechniker und Spezialisten der Polizei die Wohnung und die Umgebung nach Spuren und Hinweisen ab, die etwas Licht in die Geschehnisse des Abends bringen können. Den Tatort nahmen sie mit einer Spezialkamera auf, die 360-Grad-Bilder von Räumen oder Plätzen machen kann. Zudem stellten sie zahlreiche Beweise sicher. Noch ist unklar, ob der 27-Jährige, der polizeilich bereits in Erscheinung getreten sein soll, bei dem Angriff auf seine Mutter unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten stand. Bislang kann nicht ausgeschlossen werden, dass der junge Mann unter einer psychischen Erkrankung leidet, die im Zusammenhang mit der Tat steht.   

Die Befreiung der Stadt durch die Alliierten am 10. April 1945 markiert für Hannover eine historische Zäsur. Anlässlich des 70. Jahrestages beleuchten wir in den kommenden Monaten in der umfangreichen HAZ-Serie „Aufbruch 1945 – Als der Frieden nach Hannover kam“, wie das Leben in den Monaten des Neubeginns sich gestaltete.

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