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Frau wollte Vierjährigen tot sehen

Volksverhetzung bei Facebook Frau wollte Vierjährigen tot sehen

So manch einer denkt nicht über die Konsequenzen dessen nach, was er im Internet verbreitet. Eine 60-jährige Hausfrau verfasste unter einem Pseudonym einen Hasskommentar gegen einen vierjährigen muslimischen Jungen, in dem sie andeutete, es wäre in Ordnung, den Jungen erschießen zu lassen.

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Die Frau wurde nur zurecht gewesen.

Quelle: Archiv/Symbolbild

Hannover. Eine 60-jährige Hausfrau ist in einem Volksverhetzungs-Prozess mit einem blauen Auge davongekommen. Sie hatte bei Facebook - unter afrikanischem Pseudonym - einen Hasskommentar gegen einen vierjährigen muslimischen Jungen verfasst. Amtsgerichtspräsident Götz Wettich stellte das Verfahren auf Antrag des Staatsanwalts ein, allerdings muss die Frau 1000 Euro an die Stiftung Opferhilfe zahlen.

Satz sei "sarkastisch" gemeint gewesen

In der Facebook-Gruppe „Stürzt Angela Merkel“ waren im Februar 2016 viele fremdenfeindliche Meinungsäußerungen gebündelt. Ein Foto zeigte den Kopf eines kleinen Jungen, darunter waren arabische Schriftzeichen zu erkennen sowie die Überschrift „4-jähriger Junior Jihadi sprengt Geiseln in die Luft“. Bar jeglicher Kenntnis über den Wahrheitsgehalt des Bildes kommentierte die Frau aus Leinhausen: „Auch so Kleine, wenn man sie dabei erwischt, an die Wand stellen und danach erst Fragen stellen.“

Verteidigerin Angelika Bode erklärte, ihre Mandantin habe den Satz „sarkastisch“ gemeint. Die 60-Jährige behauptete, ihn angetrunken verfasst zu haben: Götz Wettich wies die nicht vorbestrafte Angeklagte eindringlich zurecht. Der Gedanke, einen Vierjährigen standrechtlich erschießen zu lassen, sei „niederträchtig und gehässig“.miz

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