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Aus der Stadt Leiche an Grundschule: Opfer war 16 Jahre alt
Hannover Aus der Stadt Leiche an Grundschule: Opfer war 16 Jahre alt
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12:29 18.06.2018
Der Leichnam wurde an der Adolf-Grimme-Schule entdeckt. Quelle: Clemens Heidrich
Barsinghausen

Auf einer Grünfläche vor der Adolf-Grimme-Schule in Barsinghausen ist am Sonntagnachmittag die Leiche einer jungen Frau entdeckt worden. Passanten hatten die Tote gegen 14 Uhr gefunden und die Polizei alarmiert. „Die Kriminalpolizei geht von einem Tötungsdelikt aus“, sagt Behördensprecherin Kathrin Pfeiffer. Die junge Frau wurde vermutlich in der Nacht zu Sonntag oder in den Morgenstunden umgebracht. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde sie zuletzt um 1 Uhr am Bahnhof Barsinghausen gesehen.

Nach HAZ-Informationen soll es sich bei der Toten um ein 16-jähriges Mädchen handeln, das wenige hundert Meter vom Fundort der Leiche entfernt wohnte. Das Opfer soll in der Nacht zu Fuß auf dem Heimweg gewesen sein, als der Kontakt zu Bekannten gegen 1.30 Uhr abgebrochen sein soll. Die Polizei macht zur Identität des Opfers und auch zur Todesursache bisher „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben.

Am Montag wird die Leiche der jungen Frau obduziert. Die Ermittler hoffen in diesem Zusammenhang auf neue Erkenntnisse.

Die Spurensicherung analysierte den Fundort über mehrere Stunden. Der Leichnam lag direkt auf der Wiese vor der Grundschule, allerdings etwas abseits in einem schattigen Bereich an einer Hecke. Nach HAZ-Informationen wurde die Tote halbnackt und blutüberströmt mit Kopfverletzungen gefunden. Die Polizei wollte dies weder bestätigen noch dementieren. „Wir waren die ganze Nacht zu Hause, aber haben nichts gehört“, sagt ein Anwohner, der seinen Namen nicht nennen möchte. Der Langenäcker ist eine ruhige Straße in einer Tempo-30-Zone. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon (0511) 109 55 55 bei der Kriminalpolizei zu melden.

An der Adolf-Grimme-Schule in Barsinghausen ist am Sonntagnachmittag die Leiche einer 16-Jährigen entdeckt worden. Laut Polizei wurde die Jugendliche erschlagen. Am Montag gedachten Freunde und Verwandte mit Blumen und Kerzen der Getöteten.

Nur wenige Meter vom Fundort entfernt fand am Sonntagnachmittag in der Petruskirche ein Public Viewing des Deutschlandspiels statt, dort brodelte die Gerüchteküche nach dem Leichenfund. Die Behauptung, in der Nacht seien vor der Grundschule Schüsse gefallen, dementierte Polizeisprecherin Pfeiffer auf Nachfrage entschieden. „Man traut sich gar nicht mehr raus“, sagt eine Passantin, als sie an der Polizeiabsperrung vorbeigeht. Innerhalb von zwei Monaten sind zwei Frauen in Barsinghausen umgebracht worden, die Spaziergängerin fühlt sich nicht mehr sicher.

Am späten Abend versammelten sich Familienmitglieder und Bekannte des Opfers vor der Grundschule. Die Trauernden stellten Kerzen auf und legten Stofftiere zum Gedenken an die Tote nieder.

Erstes Gewaltverbrechen noch ungeklärt

Mitte April war die 55-jährige Veronika B. tot aufgefunden worden. Eine Spaziergängerin hatte die Leiche in einer Böschung an der Ladestraße gefunden, anfangs ging die Polizei nicht von einem Verbrechen aus. Doch die Obduktion ergab wenige Stunden später, dass B. eines gewaltsamen Todes starb. Ein Täter ist bislang nicht gefasst worden. B.s Fundort liegt nur wenige Hundert Meter von der Adolf-Grimme-Schule entfernt. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden umgebrachten Frauen besteht, ist noch unklar. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Polizeisprecherin Pfeiffer.

Hannover: Frau stirbt nach Messerangriff

Der Leichenfund am Sonntag in Barsinghausen war bereits das zweite Gewaltverbrechen, zudem die Kripo am Wochenende in der Region Hannover gerufen wurde. Am Sonnabend war eine Frau in der Oststadt von Hannover gestorben, nachdem ein Mann sie mit mehreren Messerstichen verletzt hatte. Der mutmaßliche Täter war nach einer mehrstündigen Flucht in Bielefeld festgenommen worden. Ein Richter ordnete am Sonntag Untersuchungshaft an. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus.

Von Peer Hellerling und Andreas Kannegießer

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