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Freibadsaison fällt ins Wasser

Kühler Sommer Freibadsaison fällt ins Wasser

Der kühle, regnerische Sommer bereitet Hannovers Freibadbetreibern große Sorgen. Denn die Gästezahlen sind im Juli enorm eingebrochen – und damit auch die Umsätze.

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Quelle: Rainer Dröse

Hannover. „Da die Fixkosten in gleicher Höhe weiter bestehen, müssen wir jetzt auf unser Stammkapital zurückgreifen“, sagt Gerd Weßling, Geschäftsführer des Ricklinger Bads. Er hofft, dass die Prognosen der Wetterfrösche zutreffen und die Temperaturen in der kommenden Woche steigen. „Dennoch werden wir dringende Renovierungsarbeiten, etwa den Anstrich unserer Gebäudefassaden, verschieben müssen“, sagt Weßling.

Der gestrige Freitag ist symptomatisch für den gesamten Monat. Nur 87 Besucher zählte Weßling im Ricklinger Bad, im Juli des vergangenen Jahres tummelten sich an guten Tagen 2000 Badegäste auf den Wiesen. Damals herrschten mehrere Wochen lang hochsommerliche Temperaturen. 45.000 Besucher strömten im Juli 2010 ins Ricklinger Bad, jetzt sind es nur 7000 zahlende Gäste. „Das ist furchtbar“, sagt der Bad-Chef. Zwar sei man anfangs gut in die Saison gestartet, weil der April sehr warm war und es auch im Mai einige heiße Tage gab, aber schon der Juni konnte die Erwartungen nicht erfüllen. „Der August sollte den Ferienkindern nochmals eine Chance geben“, meint Weßling.

In anderen Freibädern sieht es nicht besser aus. „Zwei Drittel der üblichen Badegäste sind wegen der kühlen Witterung ferngeblieben“, sagt Stefan Richter, Bademeister im Annabad. Zwar gebe es ein Stammpublikum von 15 bis 20 Schwimmern, die auch unter widrigsten Wetterbedingungen ihre Bahnen ziehen, aber das sei eben nicht genug. „Jetzt muss der Sommer endlich kommen, sonst sieht es schlecht aus für uns“, sagt Richter.

Ähnlich auch die Zahlen in den städtischen Freibädern. Bis zum Freitag wurden im Lister Bad rund 14.000 Gäste gezählt, ein „absoluter Flop“, wie Stadtsprecher Udo Möller sagt. Die anhaltende Hitzewelle im Juli des vergangenen Jahres bescherte dem Bad dagegen 95 000 Besucher, ein Rekord. Im Hainhölzer Naturbad, das die Stadt in diesem Jahr wieder in Eigenregie betreibt, sieht es ebenso düster aus. „Bis Monatsende wird die Zahl bei weniger als 1200 Gästen liegen“, sagt Möller. Immerhin badeten im Juni 3150 Gäste in den unbeheizten Fluten.

Wer auf Hallenbäder ausweichen will, findet ein eingeschränktes Angebot vor. Zwar hat das Vahrenwalder Bad während der Sommerferien seine Öffnungszeiten verlängert, aber das Stadionbad sowie das Stöckener Bad bleiben geschlossen. „Der Sommer wird hier für Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten genutzt“, sagt der Stadtsprecher.

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