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Baustelle auf Kurt-Schumacher-Straße beendet

Vorbereitung der D-Linie Baustelle auf Kurt-Schumacher-Straße beendet

Eine Großbaustelle weniger: Autos haben wieder freie Fahrt auf der Kurt-Schumacher-Straße, die Absperrungen sind pünktlich zum Weihnachtsgeschäft verschwunden. Doch die nächste Innenstadt-Sperrung kommt von Mai bis September 2017. Dann wird der Bereich zwischen Steintor und Goseriede aufgerissen.

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Das war einmal: Die Baustelle auf der Kurt-Schuhmacher-Straße ist verschwunden.

Quelle: Schaarschmidt (Archiv)

Hannover. Pünktlich zum einsetzenden Weihnachtsgeschäft entspannt sich die Verkehrssituation in Hannovers Innenstadt. Die Bauarbeiten für die oberirdische Linie D der Stadtbahn im Bereich zwischen Ernst-August-Platz und Odeonstraße sind abgeschlossen. In der Kurt-Schumacher-Straße sind die Absperrungen verschwunden, die monatelang das Erscheinungsbild prägten.

„Wir sind froh, dass wir mit den Bauarbeiten in dieser hochbelasteten Straße zeitgerecht fertig geworden sind. Wir standen unter verstärkter Beobachtung“, sagte Stefan Harcke, Geschäftsführer der für die Gleisanlange der Stadtbahn zuständigen Infra, am Freitag bei einem Baustellenfrühstück in der Kurt-Schumacher-Straße. Was die Beobachtung angeht, kam die nicht zuletzt von den Geschäftsleuten, die ein Verkehrschaos in der Vorweihnachtszeit fürchteten. „Die Gewerbetreibenden haben unsere Bemühungen anerkannt. Wenn es Beschwerden gab, haben wir geholfen“, sagt Harcke.

Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft des Einzelhandels, bestätigt das. Probleme habe es nicht auf der Kurt-Schumacher-Straße gegeben, aber im Umfeld. „Die Herschelstraße ist zur Haupterschließungsstraße für die City und die Parkhäuser geworden. Diesem Andrang ist sie nicht gewachsen“, kritisiert Prenzler. Der Handel habe die Folgen der Bauarbeiten entsprechend zu spüren bekommen, weil die Kundenfrequenz nachließ.

Kosten sind um 5,5 Millionen Euro gestiegen

Im fertiggestellten Abschnitt der Kurt-Schumacher-Straße sind bereits Bauminseln und Fahrradbügel angebracht worden, was auf Kosten der Parkplätze geht. Bei den Bügeln hat sich die Stadt aus ästhetischen Gründen für flache statt der sonst üblichen runden Stahlprofile entschieden. Bei Radlern ist die Flachvariante weniger beliebt, weil Gefahr besteht, dass der Lack der Fahrradrahmen Kratzer bekommt.

Gebaut wird an der D-Linie auch den Winter über. Zum einen verzögern sich in der Goethestraße die Arbeiten der Stadtentwässerung, weshalb die Einbahnstraßenregelung bestehen bleibt. Zum anderen lässt die Infra im Abschnitt zwischen Raschplatz und Hauptbahnhof vorbereitende Arbeiten für den eigentlichen Trassenbau durchführen, der im kommenden Jahr ansteht.

Ohnehin waren die vergangenen Monate nur ein Vorgeschmack auf das, was auf die Innenstadt im Sommer 2017 zukommt. Dann muss der gesamte Bereich am Steintor zwischen Clevertor und Goseriede aufgerissen werden. Infra und Stadt haben sich entschieden, diese Großbaustelle binnen 16 Wochen zwischen Ende Mai und Mitte September am Stück durchzuziehen und dafür den Autoverkehr auszusperren.

Im Frühjahr hatte die Planungsfirma Transtec vor Kostenrisiken gewarnt. Der Bau der barrierefreien Stadtbahnstrecke könne statt mit 47 Millionen Euro mit bis zu 63 Millionen Euro zu Buche schlagen, schrieb sie in einer Analyse. Laut Harcke sind die Kosten für den jetzt fertiggestellten Abschnitt leicht auf 5,5 Millionen Euro gestiegen. Für den nächsten Abschnitt zeichneten sich bisher ebenfalls keine größeren Zuwächse ab.

6000 Unterschriften für D-Tunnel

Der lange diskutierte Bau eines Tunnels für die D-Linie ist für einige immer noch nicht zu den Akten gelegt, obwohl die Bauarbeiten für die oberirdische Trassenführung laufen. SPD und CDU in der Regionsversammlung haben in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass „Optionen geprüft werden, wie eine spätere unterirdische Führung offen gehalten werden könnte“. Ähnliche Ziele verfolgt eine Internetpetition der Initiative Pro-D-Tunnel, bei der knapp 6000 Unterschriften zusammen gekommen sind.

Sollte die Tunnelvariante tatsächlich auf der Agenda bleiben, brauchen die Befürworter entweder Geduld oder Geld. Die Nahverkehrsgesellschaft des Landes, die den Bau der oberirdischen Trasse mit mehr als 20 Millionen Euro unterstützt, macht dafür nach Angaben von Sprecher Rainer Peters eine sogenannte Zweckbindungsdauer geltend. „Die Strecke muss mindestens 20 Jahre genutzt werden. Passiert das nicht, prüfen wir eine Rückforderung der Zuschüsse“, erklärt Peters.se     

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