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Freiwillige Feuerwehren erhalten neue Löschfahrzeuge

Brandschutz Freiwillige Feuerwehren erhalten neue Löschfahrzeuge

Für neun Ortsfeuerwehren aus dem Stadtgebiet gab es dieses Jahr in der Weihnachtszeit eine große Bescherung: Die Ortsbrandmeister der Freiwilligen Wehren aus Misburg, Vinnhorst, Limmer, Stöcken, Davenstedt, Buchholz, Badenstedt, Wettbergen und Wülfel konnten je ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug vom Typ „HLF 20“ in Empfang nehmen.

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Hannover, Übergabe von neun neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugen an die Freiwillige Feuerwehr Hannover, mit dabei sind u.a. Feuerwehrdezernent Harald Härke, Direktor der Feuerwehr Claus Lange und Stadtbrandmeister Michael Wilke.

Quelle: Christian Behrens

Hannover. Die Anschaffung hat die Stadt insgesamt etwa 2,7 Millionen Euro gekostet - das sind rund 300 000 Euro pro Fahrzeug.

Arbeit läuft Hand in Hand

„Die neuen Fahrzeuge sind ein Beweis für den hohen Stellenwert und die Anerkennung, die die Freiwillige Feuerwehr in Stadtverwaltung und Rat genießt“, sagte Stadtbrandmeister Michael Wilke. Auch Feuerwehrdezernent Harald Härke sprach bei der Übergabe der Fahrzeuge lobende Worte für die freiwilligen Brandbekämpfer.„Ich bin stolz darauf, dass in Hannover die Freiwillige Feuerwehr und die Berufsfeuerwehr Hand in Hand arbeiten“, sagte er. Damit das reibungslos klappt, müssten die Freiwilligen jedoch die gleiche Ausrüstung haben wie ihre Berufskollegen.

Bei der Ortsfeuerwehr Wülfel freut man sich sehr über das neue, große Löschfahrzeug. 2008 hatten die Brandbekämpfer zuletzt ein kleineres Fahrzeug bekommen. „Die Technik hat sich vor allem im Sicherheitsbereich stark weiterentwickelt“, sagt Ortsbrandmeister Lars Wichmann. Besonders vorteilhaft findet er die verbesserten Einstellungsmechanismen für das Löschen. „Früher hatte man nur die Wahl zwischen Vollstrahl, Sprühstrahl und Wasser aus“, sagt er. Große Wasserschäden ließen sich damit kaum vermeiden. „Beim neuen Fahrzeug kann man jetzt aber die Wassermenge einstellen, sodass nicht zu viel verbraucht wird.“ Zudem biete das Fahrzeug durch die LED-Technik eine verbesserte Rundumbeleuchtung. „Damit sehen wir besser und werden auch besser gesehen“, sagt Wichmann.

Doch das neue Fahrzeug bietet noch mehr Vorteile. So können nun vier statt bisher zwei Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät transportiert werden, es gibt ein sogenanntes Hygieneboard, um sich vor Ort die Hände zu desinfizieren oder die Kleidung grob zu reinigen. Zudem ist das hydraulische Rettungsgerät leistungsstärker als bisher. „Die Fahrzeuge entsprechen den Standards der Berufsfeuerwehr und erste Einsätze haben gezeigt, dass die gleiche Ausstattung signifikant für eine gute Zusammenarbeit sind“, sagt Stadtbrandmeister Wilke.

Ein Zeichen der Wertschätzung

Es ist mehr als ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk, das neun Ortsfeuerwehren von der Stadt erhalten haben. Die neuen Löschfahrzeuge, von denen auch die Ortsfeuerwehren Stöcken und Vinnhorst nun eines ihr Eigen nennen dürfen, sind letztlich eine Notwendigkeit für die Arbeit der Ehrenamtlichen. Denn jedes Mal, wenn Hannovers Stadtfeuerwehr ausrückt, wird auch die jeweilige Ortsfeuerwehr angefordert. Hand in Hand arbeiten Berufsfeuerwehrkräfte und Ehrenamtliche an Einsatzorten, um andere vor Schaden zu bewahren. Da ist es nur selbstverständlich, dass beide für die gleiche Aufgabe mit der gleichen, modernen Ausrüstung arbeiten. Die Bedeutung des Ehrenamts bei der Feuerwehr ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Die Feuerwehr findet immer weniger Freiwillige, die sich mit einem Pieper auf dem Nachttisch schlafen legen wollen und eine kurze Nacht mit viel Arbeit in Kauf nehmen. Auch ist es längst nicht mehr so einfach wie früher, mit seinem Arbeitgeber ein flexibles Arrangement zu treffen, sodass der Dienst für die Feuerwehr überhaupt möglich wird. Zeigt die Stadt und damit die Gesellschaft ihre Anerkennung für die Freiwillige Feuerwehr aber so deutlich wie mit diesem Geschenk, so unterstreicht sie auch, welche lebenswichtige Aufgabe die Männer und Frauen erfüllen. Und Wertschätzung ist ein Gut, dessen Wirkung man nicht unterschätzen sollte.

Ein Kommentar von Isabel Christian

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