Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Freizeitheime stehen vor Runderneuerung
Hannover Aus der Stadt Freizeitheime stehen vor Runderneuerung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 05.11.2015
Von Andreas Schinkel
Der Leiter des Döhrener Freizeitheims, Jörg Kölling, wird seine Gäste künftig in einem neuen Haus begrüßen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

„Wir werden überprüfen, wie hoch der Sanierungsbedarf ist“, sagte Härke im Gespräch mit der HAZ. Die Erneuerung der Bauten dürfte einen Millionenbetrag verschlingen. Für das baufällige Freizeitheim Döhren favorisiert Härke Abriss und Neubau. Damit liegt er auf einer Linie mit der rot-grünen Ratskoalition, die sich ebenfalls einen Neubau wünscht. Am Montag hatte Härke, ebenso wie Hannovers neue Schul- und Sozialdezernentin Rita Maria Rzyski, seinen ersten Arbeitstag im neuen Amt.

SPD und Grünen schwebt für die Freizeitheime ein ähnliches Sanierungsprogramm vor wie für Hannovers Bäder. Die Schwimmbäder werden in den kommenden Jahren für insgesamt 42 Millionen Euro runderneuert. „Auch für die Freizeitheime sollte es eine Liste der anstehenden Bauarbeiten und einen festen Zeitplan geben“, sagt SPD-Kulturpolitikerin Belgin Zaman.

In Hannover gibt es 23 Freizeiteinrichtungen und Kulturtreffs, die von der Stadt ganz oder teilweise finanziert werden. Die Sanierungsliste, die die Stadt jetzt erstellen lässt, umfasst nach Informationen der HAZ zunächst die großen Freizeitheime. Unberücksichtigt bleiben voraussichtlich das Freizeitheim Stöcken, das im kommenden Jahr ohnehin neu errichtet wird, und die modernen Einrichtungen am Kronsberg (Krokus) und in Vahrenwald.

Ganz oben auf der Liste dürfte das Freizeitheim Döhren stehen. Seit Langem bemängeln Politiker den schlechten Zustand der Einrichtung. „In einem Neubau werden wir Stadtteilbücherei, Jugendtreff und Freizeitheim zusammenlegen“, sagt Härke. Im denkmalgeschützten Freizeitheim Lister Turm wird es vor allem darum gehen, die Einrichtung barrierefrei herzurichten. Ein Sanierungsfall ist auch das Freizeitheim Linden. Nach Informationen der HAZ ist im Gespräch, einen außerschulischen Lernort für die NS-Geschichte Hannovers im Freizeitheim Linden unterzubringen.

Die Sanierung der Freizeitheime gehört zum sogenannten Investitionsmemorandum, das Oberbürgermeister Stefan Schostok und Kämmerer Marc Hansmann kürzlich vorgelegt haben. Innerhalb von zehn Jahren wollen sie zusätzlich 500 Millionen Euro investieren, um den Bedarf einer wachsenden Stadt zu decken. „Dabei hat der Ausbau von Schulen und Kitas Priorität. Aber wir werden auch die Freizeitheime herrichten“, sagt Hansmann auf Nachfrage der HAZ. Im kommenden Jahr will der Kämmerer detaillierte Pläne für die künftigen Ausgaben vorlegen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Üstra forscht weiter nach den Ursachen für die beiden Stadtbahnentgleisungen am vergangenen Sonnabend. „Wir können derzeit nichts ausschließen, auch technisches oder menschliches Versagen nicht“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Ebenso schloss er nicht aus, dass Weichen für die Unfälle mitverantwortlich sein können.

Bernd Haase 05.11.2015

In Hannover ging es am Wochenende vielerorts gruselig zu. Schaurig verkleidetes und geschminktes Partyvolk zog durch die Stadt und die Clubs. Die Bloggerinnen Elina Gershanovych und Helene Galwas haben die schrägsten Kostüme fotografiert.

02.11.2015

Mehr als drei Jahre nach dem Verbot der rechtsradikalen Gruppe "Besseres Hannover" müssen sich zwei der Rädelsführer nun vor Gericht verantworten. Sie hatten gegen Ausländer gehetzt, rechtsradikale Videos veröffentlicht und zu Gewalt aufgerufen. Der Prozess beginnt Ende November.

Tobias Morchner 05.11.2015