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Aus der Stadt Freundeskreis kämpft für eine offene Gesellschaft
Hannover Aus der Stadt Freundeskreis kämpft für eine offene Gesellschaft
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21:37 09.03.2017
Von Conrad von Meding
Der neue Vorsitzende Matthias Görn (v. l.), Vorgänger Roger Cericius, Geschäftsführerin Katharina Sterzer und Gastredner Prof. Harald Welzer. Quelle: Irving Villegas
Hannover

„Offene Gesellschaften geraten nicht in Gefahr, weil sie zu viele Feinde haben, sondern weil sie zu wenig Freunde haben“: Bei der Mitgliederversammlung des Freundeskreises Hannover am Donnerstagabend war der Sozialphilosoph Prof. Harald Welzer mit dieser These schon allein von der Begrifflichkeit her genau richtig. Er wurde mit lautstarkem Applaus belohnt für seinen Vorschlag, Hannover könne sich als die Stadt hervortun, die als bundesweit erste das Projekt eines Tages der offenen Gesellschaft unterstütze. Oberbürgermeister Stefan Schostok saß im Publikum und nahm die Anregung mit.

Der Freundeskreis, eine fast 1500 Mitglieder starke bürgerschaftliche Organisation, will ab April vier Diskussionsforen zum Themenkreis der offenen Gesellschaft anbieten. Gastredner Welzer, der als Berliner Initiator des Projekts gilt, warb leidenschaftlich dafür, die Demokratie zu stärken. „Es ist die einzige Gesellschaftsform, die sich erneuern kann, weil sie kritische Bewegungen zulässt.“ Nie habe er es für möglich gehalten, dass sie durch Populismus in Gefahr geraten könne. Er sei sich sicher, dass die Freunde einer offenen Gesellschaft deutlich in der Mehrheit sind - aber in der öffentlichen Diskussion setzten sich Vereinfacher zu häufig durch. Dagegen wolle die Initiative Offene Gesellschaft ein Zeichen setzen - in Hannover mit Unterstützung des Freundeskreises.

Der Verein hatte zuvor den Vorsitzenden Roger Cericius verabschiedet. „Es war eine riesige Freude“, sagte Cericius zu seiner 15-jährigen Vorstandstätigkeit. Rapper Spax rappte zu seinen Ehren das Stück „Ohne dich“. OB Schostok hielt die Laudatio: „Das Einmischen zum Wohle der Stadt beherrscht kaum einer so gut wie Roger Cericius.“ Die Mitglieder wählten wie erwartet den bisherigen Stellvertreter Matthias Görn, kaufmännischer Geschäftsführer des Landesmuseums, zum Nachfolger. Auch in der Geschäftsstelle gibt es einen Wechsel: Gil Koebberling hat die Funktion nach vierjähriger Beschäftigung an Katharina Sterzer abgegeben, Koebberling erhielt für ihr starkes Engagement einen besonders langen Applaus. Der Freundeskreis hat im vergangenen Jahr wegen der vielen Aktivitäten Minus gemacht. 2018 sollen die Mitgliedsbeiträge angehoben werde, was bei wenigen Gegenstimmen gebilligt wurde.

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