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Aus der Stadt Fritz Haarmanns Hackebeil bleibt in Hannover
Hannover Aus der Stadt Fritz Haarmanns Hackebeil bleibt in Hannover
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09:25 30.12.2010
Von Tobias Morchner
Populäres Ausstellungsstück: Das Beil des Massenmörders Fritz Haarmann. Quelle: Christian Elsner

Damit sind die Pläne, die Ausstellungsstücke, darunter Haarmanns Hackebeil, künftig in Hannoversch Münden zu zeigen vom Tisch. Mit der Auflösung des derzeitigen Standorts auf dem ehemaligen Telefunken-Werksgelände soll im Frühsommer begonnen werden.

Die Umzugspläne für die polizeigeschichtliche Sammlung reiften nach der heftigen Kritik des Landesrechnungshofs. Dem jährlichen Aufwand von derzeit 288.000 Euro für Miete und Nebenkosten sowie von rund 117.000 Euro für das Personal stünden so gut wie keine Einnahmen gegenüber, so der Vorwurf. Nach Ansicht von Experten hat die Sammlung einen hohen kulturgeschichtlichen Wert. Zu den Ausstellungsstücken gehört neben dem Hackebeil des Serienmörders Haarmann auch die Ermittlungsakte der RAF-Terroristin Ulrike Meinhoff, die 1972 in Langenhagen festgenommen wurde.

Darüber hinaus beherbergt das Museum zahlreiche Polizeiuniformen sowie historische Einsatzfahrzeuge. Betreut wird die Sammlung von Mitarbeitern der Polizeiakademie Niedersachsen in Nienburg. Der dortige Sprecher Andreas Ruhe bestätigte die Recherchen dieser Zeitung: „Es ist richtig, dass im Behördenhaus Flächen für die Ausstellung bereitgestellt werden.“

Volker Dowidat dagegen betrachtet als Mitglied im Förderkreis der polizeigeschichtlichen Sammlung Niedersachsen e.V. die Umzugspläne kritisch. „In den neuen Räumen steht uns nur ein Bruchteil des Platzes zur Verfügung, den wir jetzt haben“, sagt der Polizeibeamte. Das habe zur Folge, dass beispielsweise die zur Sammlung gehörenden historischen Einsatzfahrzeuge nicht in Hannover untergebracht werden können. „Nach jetzigem Stand sollen sie in einer leer stehenden Halle auf dem Gelände der alten Polizeischule in Hann. Münden gelagert werden“, erklärte Dowidat.

Außerdem gingen den Behörden in Hannover durch den Umzug der Ausstellung die einzigen repräsentativen Räumlichkeiten verloren, die ihnen derzeit noch zur Verfügung stünden, so der Beamte weiter. „Bei uns finden doch jetzt alle Begrüßungen und Verabschiedungen von Kollegen der Polizeidirektion, der Zentralen Polizeidirektion und auch des Innenministeriums statt – im Behördenhaus geht das dann nicht mehr“, sagt Volker Dowidat.

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